Hauptsache – DU bist da!

Treffen der Teilnehmer von den Pilgerheiligtumskreisen der Umgebung:

Benken SG, Arbon TG und Utzenstorf BE

Im Februar fanden an drei Orten Treffen statt mit Teilnehmern der Pilgerheiligtumskreise: In Benken, Arbon und Utzenstorf. Zum Programm gehörte eine Gebetszeit, ein Erfahrungsaustausch (A) und ein Impuls zum Wert und zum Sinn des Pilgerheiligtums (B).

A) Erfahrungsaustausch: Echo von den Treffen

Ich bin oft alleine und so schätze ich den Besuch von Jesus und Maria im Zeichen des Pilgerheiligtums sehr. Ich habe wirklich das Empfinden sie kommen auf Besuch. O.G., 17

Wenn wir Eltern mal weg müssen und die Kinder alleine zu Hause lassen müssen, ist es für mich immer eine grosse Beruhigung, wenn die Muttergottes gerade bei uns auf Besuch ist und so zu wissen, dass die Kinder nicht alleine sind. A.K., 17

Manchmal ist soviel los, sodass ich fast keine Zeit für Maria habe, wenn sie bei uns auf Besuch ist. Dann habe ich ein bisschen das Gefühl, ich müsse mich bei ihr entschuldigen. Aber ich sage ihr dann: Hauptsache – DU bist da! M. R., 17

Als die Pilgernde Muttergottes erstmals zu uns kam, stellte ich sie an einem schönen Platz auf. Ich war etwas gespannt auf die Reaktion meines Mannes. Als er SIE sah, meinte er: Was macht denn die da? Ich erklärte es ihm und er nahm es an, ohne gross etwas zu sagen. Einige Zeit später, sollten wir Maria bereits bei uns haben, aber aus irgendeinem Grund gab es eine Verspätung. Da meinte mein Mann: Kommt SIE diesen Monat nicht? Sie sollte doch schon da sein. A.B., 17

Ich finde vor allem auch das Überreichen des Marienbildes etwas Besonderes und auch das „Überreicht bekommen“. Vor uns hat eine Familie das Bild und meistens bringt uns der Mann Maria und Jesus im Zeichen des Pilgerheiligtums. Er strahlt jedes Mal so, dass es mich selber freut und es mir einfach gut tut. M.F., 17

B) Impuls zum Wert, zum Sinn des Pilgerheiligtum:

Stolpersteine in unserem Alltag und was das Pilgerheiligtum bringt …

Keine Zeit

Das Marienbild steht bei uns auf dem Küchentisch. Es zieht regelrecht den Blick auf sich. Die Gespräche mit Maria so nebenbei im Vorübergehen geben mir viel.“ (M.R.)

Gott ist irgendwo, aber nicht unserem Alltagsleben

„Ich wusste, dass die kommende Woche schlimm werden würde, aber das es so schlimm kam, hatte ich nicht geahnt. Mitten in das Schlamassel hinein kam das Pilgerheiligtum. Die Gottesmutter so nahe bei mir zu wissen, war eine grosse Beruhigung und hat mir viel Kraft gegeben.“ ***

Jeder lebt für sich allein

Das Verbindende ist, dass man an die, bei denen die Muttergottes auch wandert, einfach mehr denkt. Ich habe die Namensliste in meinem Hausheiligtum liegen und schicke immer ein kurzes Gebet nach oben für die, die jetzt gerade dran sind. Wenn ich selber das Pilgerheiligtum weitergebe, dann benütze ich den Weg bis zum nächsten Haus, um für alle zu beten, die der Muttergottes begegnet sind und noch begegnen werden.“

Text und Fotos: Sr. Ursula-Maria Bitterli