Alljährlich im März treffen sich die Ehepaare des MG-Kreises zu ihrer Tagung in Quarten, wobei uns seit fünf Jahren P. René Klaus begleitet.
Die Tagungen stehen unter einem bestimmten Thema. So widmeten wir uns im letzten Jahr dem Heiligen Vinzenz Pallotti, sein Bild von Gott, sein Werk für die Menschen.

Diesmal hiess das Thema:

Der geistliche Weg von Bruder Klaus – ein Mariengartenweg
im 600 Jahr-Jubiläum unseres Landesheiligen

Der Referent zeigte in einem ersten Teil alle Lebensphasen des Niklaus von Flüe auf, vom Schüler über den Berufsmann, Ehemann / Vater zum Politiker, Ratgeber und Einsiedler im Ranft. Schon früh sei Niklaus friedfertig gewesen, hätte gebetet und gefastet, wenn seine Kameraden draussen spielten. Er hatte Grundsätze und einen festen Charakter.

So lautete auch das Erziehungsziel von P.J. Kentenich in der Frühzeit Schön-statts: „Wir wollen uns erziehen, zu festen freien priesterlichen Charakteren“.

Als wohlhabender Bauer heiratete Niklaus auch eine standesgemässe Frau, Dorothea Wyss. Aus der Ehe gingen 10 Kinder hervor. Er hatte Freude an der Familie und am Besitz im Bauernhof, was besonders aus der Vision vom Lieblingspferd hervor geht. Bruder Klaus war angesehen und bekleidete öffentliche Ämter, war Ratsherr und Richter. Zweifelhafte Machenschaften wollte er nicht unterstützen, was dann auch zum Entschluss führte, alle Ämter aufzugeben. Er vernahm immer deutlicher den Ruf Gottes, auch seine Familie und seinen Hof loszulassen und sich ganz Gott zur Verfügung zu stellen. Nach jahrelangem Ringen konnte auch seine Ehefrau Dorothea Ja sagen, da sie seine Berufung spürte. Nach Umwegen fand er in den Ranft, wo er als Eremit lebte und betete und für viele Menschen zum Ratgeber und Friedensstifter wurde, zum Vater des Vaterlandes. Mit Beten und Fasten lebte er 20 Jahre nur von der Heiligen Kommunion und fand im Meditieren mit dem bekannten Radbild tiefere Verbindung zu Gott.

Daraus entstand wohl das bekannte Bruder Klausen-Gebet:

„Mein Herr und Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir, gib alles mir, was mich führet zu dir und nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir“.

Dieses Gebet kann als Blankovollmacht-Inscriptio-Hingabe bezeichnet werden.

Die diesjährige Tagung beinhaltete wiederum ein intensives Programm mit Vorträgen, Austausch, Gebetszeiten und Beicht-Möglichkeit, sowie die Eucharistiefeier zum Fest „Verkündigung des Herrn“

Dieser Bericht ist ein kleiner Ausschnitt aus den Referaten von P. René Klaus. Interessierte können das pdf der Vorträge per E-Mail bestellen, unter:

h.m.hofstetter@bluewin.ch oder hschoebi@bluewin.ch

Voranzeige:

Auch die Schönstatt-Familienbewegung Schweiz lädt zur oekumenischen
Tagung am Samstag 9. September ins Flüeli-Ranft ein.

Die nächste Mariengarten-Tagung ist am 15./16. März 2018 geplant!

Bericht Hans und Margrit Schöbi