Samstagsbrief für den 8. April 2017

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich erinnere: am 8. April fällt das Samstagsgespräch aus. Ich bin Freitag, Samstag, Sonntag an einer Konferenz, die ich leider nicht umgehen kann.

In diesem Brief erinnere ich kurz, wo wir stehen. Über Gott reden, das tun viele, immer noch; mit Gott täglich leben, eher wenige. Tatsächlich gibt es zwei Sorten Menschen: die mit Gott, die ohne Gott; die einen sagen: Menschsein geht nur mit; die andern: es geht besser ohne.
Jedenfalls: Niemand hat Gott je gesehen. Wer ihn antreffen will, muss zu Menschen gehen, dort ist er zu finden, oder eben nicht.

Der „neue“ Mensch
In unserem Begleitbüchlein von Holm Tetens, Reclam 19295, steht auf dem Umschlag: „Wir Menschen sind nichts anderes als ein Stück hochkompliziert organisierter Materie in einer rein materiellen Welt.“
Wer das liest, schüttelt den Kopf. Nein, so nicht. In unserer Praxis dagegen – möchte ich behaupten – leben wir die Konsequenzen dieses Satzes bereits voll und ganz. Das ist nachzuprüfen.

Die „neue“ Welt
Ein häufiger Spruch: ohne Menschen ginge es der Erde besser. Oder: Wie konnte Gott ein freiheitsfähiges Wesen schaffen, das ihm alles auf der Welt durcheinander bringt?
Darum: Lasst uns Automaten schaffen! Sie sind zuverlässiger als Menschen; zudem arbeiten sie Tag und Nacht, fleissig und sicher; sie brauchen keine Ferien, sind mit Ersatzteilen leicht reparierbar und können ohne Umstände ersetzt werden in verbesserter Ausgabe. Fortschritt ist gesichert.
Wer das liest, schüttelt den Kopf. Ein Pflegefachroboter, nein!
Prüfen wir doch nach; wir sind mittendrin.
Wir werden am zweiten Samstag im Mai (13.5.) hier anknüpfen (S.55) und weiter im Gespräch sein.

P. Werner Hegglin
Am 8. April fällt das Samstagsgespräch aus