Pfarreigottesdienst mit dem Pilgerheiligtum in Vals

Am 14. März abends trafen sich die 7 Kontaktpersonen vom Pilgerheiligtum zu einem Austausch. Anschliessend war in der Pfarrkirche ein Gottesdienst. Erstaunlich viele Erwachsene nahmen daran teil und auch cirka 17 Kinder. Diese trugen bei den Fürbitten Lichtchen und Fotos nach vorne und bewegten zu einem Lied bunte Tücher. Das Thema lautete: „Hinter jeder Ecke wartet Gott“. Es ging darum, dass uns die pilgernde Mutter stärken will im Glauben, dass Gott mitten drin in unsrem Leben ist. Aus einem Gespräch:

1 Können Sie mir sagen, wo ich Gott hier finde?

2 Wo … Sie Gott hier finden?! Also … Das ist eine etwas schwierige Frage … also … die Kirche ist da vorne rechts!

1 Ich suche nicht die Kirche, ich möchte Gott hier finden.

2 Wissen Sie, wenn ich es mir recht überlege, ist Gott eigentlich überall zu finden, er ist mittendrin: in der Kirche, in jedem Menschen, in den Ereignissen, in den Dingen, in Freude und Leid … Ja, hinter jeder Ecke wartet Gott!

1 Hinter jeder Ecke wartet Gott?!

2 Ja, hinter jeder Ecke wartet Gott! Davon bin ich überzeugt. Es gibt keinen Zufall! – Darf ich Ihnen ein Wort von Pater Kentenich, dem Gründer der Schönstatt-Bewegung, vorlesen, welches er 1945 nach seiner Entlassung aus dem Konzentrationslager Dachau sagte?

1 Ja, gerne! Das war für diesen Mann sicher keine leichte Zeit?!

2 Nein und trotzdem war er überzeugt, dass Gott hinter jeder Ecke wartet:

„Hinter allen Ereignissen unseres Lebens ist Gott verborgen, und zwar Gottes Liebe und Vorsehung. Es mag sich um die eben erlebte Besetzung durch die Amerikaner handeln, um eine Blume, ein Vöglein oder den Sonnenaufgang, um Erlebnisse voll Freude oder Erlebnisse voll Leid …“

1 Und wie sieht das konkret aus?

2 Pater Kentenich rät:Legt jeden Abend die Leiter an. Seht Gottes Liebe an der Spitze von allen Ereignissen und Erlebnissen des Tages. Fangt gleich heute Abend damit an und überlegt: Wo ist Gott mir heute begegnet?“

Auf dem Seitenaltar standen die sechs Pilgerheiligtümer, die bei Familien/Einzelpersonen in Vals wandern und das, welches die Erstkommunikanten besucht. Nach dem Evangelium segnete der Pfarrer die Marienbilder und sandte sie neu aus in seine Pfarrei.

Zum Schluss bekam jeder Gottesdienstbesucher eine Karte mit einem Ballon und folgendem Text:

„Ich war im Stadtpark unterwegs. Es ging mir nicht gut. Ich hatte das Gefühl, dass im Moment alles daneben geht. Alles schien verworren. Und wo bist du, mein Gott? fragte ich. Weisst du um mich? Wozu soll das gut sein? In diesem Moment flatterte ein buntes Etwas von oben her vor meine Füsse. Ich hob es auf. Ein Luftballon – auf dem die Worte standen: I love you! (Ich liebe dich!)

Text und Fotos: Sr. Ursula-Maria Bitterli