Samstagsbrief für den 3. Februar 2018

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

unsere Gespräche gehen von Samstag zu Samstag. Das Thema der ersten Woche ist die Zeit; die Zeit in der wir leben; das Thema der zweiten, das Menschsein, Person und Persönlichkeit. Der dritte Samstag soll – wandernd – zu einer Art Kurzexerzitien werden und am vierten lesen wir Texte von P. Joseph Kentenich, dem Gründer der Schönstatt-Bewegung. So ist es jeden Monat, zehnmal im Jahr.

 

Montag, am 29. Januar 2018

Beim Haus „Mättihalde“ zweigt eine Strasse ab zum Berg Sion. Bei dieser Abzweigung steht der unscheinbare Schaukasten mit den Programmen der Samstagsgespräche; dort bringt Frau Gut jeden Montag den neuen Samstagsbrief an. Es ist der Brief, der dann für alle im Internet zu lesen ist.

In der Woche vor diesem Montag, allerspätestens in der Sonntagnacht, muss der Brief geschrieben sein. Das heisst: ich muss bereit sein, mir etwas einfallen zu lassen; es soll vom Geiste des kommenden Samstagsgesprächs einiges in sich haben; soll klar formuliert und als Brief kurz und knapp genug sein.

 

Samstag, am 3. Februar 2018

Am Morgen um neun, nach dem Klavierüben, bleibe ich im Tagungsraum sitzen, gemeinsam mit Tischen, leeren Stühlen und einer Kerze. Was angeschrieben sein soll, habe ich am Vorabend angeschrieben, damit ist der Rahmen des Nachmittags gegeben.

Die drei Morgenstunden sind eine Vorbereitung in zwei Teilen.

Teil eins: ich versuche, mich zu erinnern an den 6.1.18.

Aus den Sprüchen lasen wir:

„Dass man kennenlerne die Weisheit, sofia;

verständig zu reden verstehe,

Belehrung annehmen;

dadurch klug werde, lebensklug, einsichtig und besonnen

und richtig zu leben lerne.“ Buch der Sprüche, Kp1

Philosophie ist, wörtlich, Liebe zur Weisheit.

Da waren wir beim Thema.

Teil zwei: Ich versuche, mir das Gespräch des heutigen Nachmittags vorzustellen, immer noch vor leeren Stühlen.

Ich träume vor mich hin; denke nach, stelle mir vor; träume weiter.

Sehe in der Phantasie das Hin und Her der Gespräche.

Ludwig Hohl gibt uns die Richtung.

Er schreibt: „Vom Arbeiten“.

Fünfzig Notizen.

 

P. Werner Hegglin