Besinnungstage
8. März 2018 in Horw
6. März 201 in Quarten

Bei wunderschönem Frühlingswetter durfte Sr. M. Beatris aus Quarten zusammen mit der Regionalleiterin, Hedi Niederberger von Silenen 35 interessierte und motivierte Innerschweizer – Frauen zum Besinnungstag in der Fastenzeit auf Berg Sion in Horw begrüssen. Einen speziellen Wilkommgruss richtet sie auch an Pater Horn, der sich für den Vortrag und als geistlicher Begleiter für diesen Tag zur Verfügung gestellt hat. Auch lobende Worte gingen an das engagierte Vorbereitungsteam aus dem Urnerland.

Zur Eröffnung des Besinnungstages wurde das Lied „Wir sehen viele Wege, doch welchen sollen wir gehn?“ angestimmt und gesungen, um das eigentliche Thema des Vorbereitungsteams aufzugreifen. Mit Tüchern wurde ein Weg gelegt und mit mehreren Schildchen angezeigt, wie verschieden Wege in einem Menschenleben verlaufen können. Nebel kann die Sicht verdecken, im Sumpf oder Moor kann man stecken bleiben, die Sonne kann zu sehr blenden, dass man die Orientierung verliert und einen Umweg machen muss. Das alles ist vergleichbar mit den Schwierigkeiten auf unseren Wegen, mit Ängsten, Depressionen, Überforderungen, nicht-mehr-weiterwissen etc. Das zeigt uns auf, dass wir Hilfe brauchen, einen sogenannten Kompass, um unser Ziel nicht zu verfehlen. Ein solcher Kompass in unserem Leben kann die heilige Schrift sein, Begegnungen mit besonderen Menschen, die Gottesmutter oder auch Heilige. Pater Kentenich, der in seinem Leben mit so vielen Schwierigkeiten konfrontiert wurde, auch er könne für uns so ein Kompass sein.

Nach einem kurzen Pause durften wir uns auf die Ausführungen und den Vortrag von Pater Horn freuen. Zu Beginn richtete er aufrichtige Dankesworte an alle Frauen, die seine anspruchsvolle Aufgabe in Kroatien stets materiell und im Gebet grosszügig unterstützen. Er konnte berichten, dass es vorangehe mit dem Neubau des Kapellchens in Ost-Kroatien, andererseits aber habe er eine traurige Nachricht aus nächster Nähe, der Schädrütihalde. Wegen Nachwuchsmangel und zunehmendem Alter der noch verbleibenden Frauen von Schönstatt werde nach reiflicher Überlegung keine andere Wahl bleiben, als das Haus demnächst auszuschreiben und das Kapellchen rückzubauen, nachdem sich bis jetzt niemand für die Betreuung und die Pflege finden liess. Diese Nachricht berührte alle sehr. Die gleichen Probleme könnten auch auf das Haus auf Berg Sion zukommen, nachdem nur 2 Patres unter 50 Jahre alt seien. Man habe deshalb einen sogenannten Freundeskreis für engagierte Laien ins Leben gerufen, die Unterstützung in diversen Bereichen zu leisten gewillt sind.

Nach diesen, doch eher deprimierenden Aussichten, kam Pater Horn auf das eigentliche Thema unserer Zusammenkunft zu sprechen, das Kentenich-Jahr, in welchem wir am am 15. September 2018 seinen 50igsten Todestag begehen. Dann berichtete er in kurzen Zügen vom schwierigen Lebensstart des kleinen Josef, der vaterlos und und auch heimatlos ab dem 9. Lebensjahr in einem Waisenhaus aufwuchs. Später aber sei er selber Vater-Figur geworden, ein Vorbild mit grosser Ausstrahlung auf viele Menschen. Maria wurde seine Mutter, der er tief vertraute und Gott-Vater sein liebender Vater. Von ihm sei er erwählt worden, als Therapeut, als Leiter und Begleiter einer grossen Sendung. Dazu aber brauche er auch heute Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, denen er sagt: „Auf dich kommt es an“. Mit unserer Antwort „Wir gehen mit“ können auch wir heilend wirken und vielen Menschen Heimat schenken. Dazu bietet uns Pater Kentenich seinen Reichtum an, aus dem er schöpft, den praktischen Vorsehungsglauben, das Weltgrundgesetz der Liebe und im Kind-sein vor Gott mit einem grenzenlosen Vertrauen. Maria, die Gottesmutter, werde uns helfen, diesen Weg zum himmlischen Vater zu finden und zu gehen.

Zum Abschluss seines Vortrages stellte uns Pater Horn für weiterführende Anleitungen sein neues Buch „Abba – mein lieber Vater“ vor, das viele bewegende Erlebnisse, Berichte und Hinweise enthält auf ein neues Vaterbild, welches Mut mache und Freude wecke.

Vor der Mittagspause trafen wir uns noch zu einer eindrücklichen Gebetszeit im Heiligtum und danach freuten wich alle auf’s Beisammensein beim Fasten-Zmittag.

Der Nachmittag beinhaltete verschiedene Angebote, wie Kreuzwegandacht, Rosenkranz beten, Beichtgespräch, Basteln oder einen Spaziergang machen. Um 15.15 Uhr fand zum Abschluss des Besinnungstages eine heilige Messe in der Hauskapelle statt, in der alles eingebracht werden konnte, was jedes Einzelne im Herzen trug. Froh und dankbar für den wunderschönen und bereichernden Tag, machten wir uns mit einem Kompasswort von Pater Kentenich in die verschiedensten Richtungen auf den Heimweg. L.I.

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In Quarten fand am 6. März der Besinnungstag statt mit dem gleichen Thema wie in Horw. Hier fanden sich 27 Frauen ein und erlebten einen besinnlich frohen Tag. Schön, dass sich viele Frauen aufmachten, um die Fastenzeit durch einen besinnlichen Tag zu gestalten. Mögen diese Tage noch lange in den Teilnehmerinnen nachklingen und ihnen Kraft für den Alltag geben. s.g.