Zusammenfassung Exerzitien (von hh)

Wiederum konnten Sr. M. Beatris und Pater Ch. Horn eine motivierte Gruppe von knapp 30 Frauen zu den Exerzitien 2018 in Quarten begrüssen. Den Einstieg in die Tage der Stille gestalteten Sr. M. Beatris und das Vorbereitungsteam auf lustige Art mit einem Sketch „Gottes Brief an uns“ und erklärten anhand vom Leben von Pater J. Kentenich, wie wir persönlich zu einem wertvollen Brief von Gott für unsere Mitmenschen werden können. Zum Abschluss hörten wir das wunderbare Lied von Anja Schraal: „Herr, lass mich ein Brief sein von dir, Herr Jesus Christ!“ Das Lied war für mich ein Hinweis, unter welches Motto ich die Exerzitien 2018 stellen würde, nebst unserem Jahreslogo „Auf dich kommt es an – Wir gehen mit“!

Bei der Eucharistiefeier, mit dem Auftrag Jesu zum richtigen Beten, konnte unsere Seele endgültig in Quarten ankommen. Natürlich war auch für unser leibliches Wohl durch die Belegschaft des Zentrums bestens gesorgt und an dieser Stelle sei ein herzliches „Vergelts Gott“ geschickt!

Im Einführungsvortrag zeigte uns Pater Ch. Horn abends auf, dass unser persönliches Leben der Stoff der Exerzitien sein soll. Wobei das Leben und die Persönlichkeit von Pater Josef Kentenich uns ansprechen und wir durch dieses Wissen eine innere Beziehung zu ihm als geistlichen Vater entwickeln können. Die Gestaltung und Vertiefung dieser persönlichen Beziehung war dann auch die Basis aller Vorträge von Pater Horn. Um uns mehr und mehr ins Thema vertiefen zu können, waren wir aufgerufen, die Stille zu pflegen und in uns hinein zu horchen, was uns die Gottesmutter, Gott und Schönstatt durch all die gehörten Worte sagen will. Dieser Aufforderung sind alle Frauen gerne gefolgt und so wurden es für uns gnadenreiche Tage der Besinnung.

Am Mittwoch und Donnerstag starteten wir den Tag mit der heiligen Messe und der Eucharistiefeier. So waren wir alle mit Jesu Leib gestärkt und verbunden. Anschliessend folgten die Ausführungen von Pater Horn zum Thema Vaterjahr, Gabe und Aufgabe Schönstatts, dem Liebesbündnis mit der Gottesmutter, der Dreifaltigkeit und untereinander und der persönlichen Beziehung zu unserem Gründer Pater Kentenich. Dank dem roten Faden auf grünem Blatt, seiner lebendigen Vortragsweise und den obligaten Witzen zu Beginn, können wir seine Vorträge hoffentlich in unseren Herzen bewahren. Mögen seine Worte reiche Früchte tragen. Auf diesem Wege danken wir Pater Horn von ganzem Herzen für die geschenkte Zeit und seine Begleitung.

An den Nachmittagen hatten wir die Wahl zwischen Ruhe, Beichtgespräch, Gelegenheit zur stillen Anbetung im Heiligtum oder Rosenkranzgebet. Danach versammelten wir uns wiederum gemeinsam im Vortragssaal, wo uns Sr. M. Beatris am Mittwoch mit einer eindrücklichen Power-Point-Präsentation die 4 Meilensteine unter dem Titel: „Ein Brief Gottes an uns: Josef Kentenich“ näher brachte. Ja, unsere Schwester Beatris konnte uns so richtig begeistern und erneut zu einer persönlichen Beziehung zu unserem Vater und Gründer animieren. Möge der Heilige Geist diese 4 Meilensteine in uns wach erhalten und Pater Kentenichs Leben und Vorbild in unserem persönlichen Alltag orientierend wirken!

Am Donnerstagnachmittag beteten wir in der Hauskapelle, traditionsgemäss zur Fastenzeit, diesmal den Kreuzweg, den Pater Kentenich in Dachau schrieb. Er hatte uns diesen im „Himmelwärts“ in Versform hinterlassen. Sr. M. Beatris hat einige Verse in „Alltagssprache“ übersetzt und uns das Leiden und Sterben Jesu ganz tief nachempfinden lassen. Ganz herzlichen Dank der Übersetzerin und dem Heiligen Geist!

Dreimal durften wir in Abend- und Morgenlobs den Ausführungen von Theres Landolt lauschen, die uns durch ihre Texte und Gebete im Inneren berührte und den Tagen der Einkehr noch das I-Pünktchen aufdruckte. Ihr und dem Vorbereitungsteam  gebührt ein grosses Dankeschön!

Wie im Flug vergingen die Tage der Einkehr. Schon durften wir nach der heiligen Messe und Bündniserneuerung im Heiligtum miteinander wieder reden. Vorbei war die In-sich-Schau! Schade! Ich hätte noch einige Tage anhängen können… Umso lustiger war das frohe Beisammensein nach dem Mittagessen.  Die Beiträge von Sr. M. Beatris strapazierten unsere Lachmuskeln in höchstem Masse. Die waren nach der langen Schweigezeit also nicht geschrumpft… Die Befürchtungen von Pater Horn, dass wir unsere Stimmbänder wieder reaktivieren müssten, haben sich nicht bewahrheitet. Nun, gelernt ist gelernt!

Bald wurden wir in der Schlussandacht neu motiviert und mit vielen Gnaden erneut in unseren Alltag gesandt. Doch wir mussten nicht alleine gehen. Mit dem Segen des Dreifaltigen Gottes und an der Hand der Gottesmutter durften wir uns getrost auf den Heimweg machen. Es bleibt mir nur noch allen, vor allem aber Sr. M. Beatris, zu danken, für das tolle Gelingen der Exerzitien 2018. Tausend Dank!