Mit der Pilgernden Mutter von Schönstatt bei den Erstkommunikanten von Eschen FL.

Im Februar mache ich an zwei Tagen Besuche bei den Erstkommuniongruppen von Eschen. Die Kinder sind eingeladen, zu überlegen: Was macht ihr, wenn Besuch kommt? Was ist das Besondere beim Besuch? – „Jemand kommt zu uns nach Hause.“, „Ich freue mich.“, „Es ist lustig und schön, weil man nicht allein ist.“, „Manchmal bringt der Besuch ein Geschenk mit.“, „Ich zeige dem Besuch, was ich mache.“, „Wir spielen miteinander.“, „Die Mutter kocht etwas Gutes.“, „Bevor der Besuch kommt, bereiten wir alles schön vor.“, „Ja, wir räumen auf und schieben einiges unter die Couch!“ usw.

Einen Platz bereiten für den Besuch
Ich erzähle den Kindern, dass ich einen Besuch für sie mitgebracht habe. Wir bereiten ihm einen schönen Platz. Ein Kind breitet ein Tischset aus, ein anderes legt Blumen darauf und ein drittes darf ein Lichtchen entzünden. Dann kommt der spannende Moment: Aus dem kleinen Rucksack wird das Kinderpilgerheiligtum geholt und auf den vorbereiteten Platz gestellt. Der Besuch ist: Maria und ihr Sohn Jesus! Nicht selten reagieren die Kinder mit einem: Wow … ist das schön!

Weil uns Maria nun richtig besucht, stehen alle auf. Wir heissen sie herzlich willkommen und singen ihr ein Lied. Während dieser Zeit darf jedes Kind das Marienbild in die Hand nehmen. Sie schauen Maria an. Sie lächeln. Sie freuen sich. Sie halten inne und einige verbeugen sich vor ihr.

Die Finger gehen in die Höhe
Ich erkläre den Erstkommunikanten, dass Maria ihnen ein besonders Geschenk mitbringt: Ihren eigenen Sohn, Jesus Christus! „Heute kommt sie auf Besuch – in dieses Schulzimmer, zu euch in den Religionsunterricht, und, wenn ihr wollt, kommt sie auch eine ganze Woche zu euch nach Hause, in eure Familie, in die Stube, in euer Zimmer usw.! Und dann gehen sehr oft schon viele Finger spontan in die Höhe: „Ich möchte sie mitnehmen.“, „Ich möchte sie haben.“, „Sie kann zu mir nach Hause kommen!“

Text und Fotos: Sr. Ursula-Maria Bitterli