Beim Schulungsnachmittag für deutsch Sprechende vom Pilgerheiligtum ist das Thema: „Das Schönstatt-Kapellchen – ein Kraftort für unsere Zeit, der WANDLUNG schenkt.“

Neben einer Gebetszeit im Schönstatt-Heiligtum und im Pater Kentenich-Begegnungsraum gibt es am Schulungsnachmittag einen Rückblick in Wort und Bild auf das, was sich beim Projekt Pilgerheiligtum alles tut. Ein Ausblick regt an und zeigt, dass es weitergeht!

In Gruppen wir rege ausgetauscht:
Wo stellen wir das Pilgerheiligtum zuhause auf und warum?
Wann erleben wir, dass durch das Pilgerheiligtum Wandlung geschieht?
Welche Erfahrungen haben wir mit dem Besuch der Pilgernden Mutter gemacht?

Sie sind noch optimierungsfähig!
In über hundert Ländern erfahren Menschen durch das Schönstatt-Heiligtum und durch den Besuch der Pilgernden Mutter die Gnade, das Geschenk der Wandlung, des Neu-Anfangs. Der Blick der Gnadenmutter von Schönstatt ermutigt: Du schaffst das! In dir steckt viel Gutes. Ich helfe dir. Wir bekommen die Chance, neu zu beginnen. – Die Teilnehmer des Schulungsnachmittags gehen nach Hause im frohen Bewusstsein: Ich bin noch optimierungsfähig. Die Pilgernde Mutter hilft mir. Ich fange neu an – mit ihr.

Erfahrungen: Das Heiligtum schenkt seelische Wandlung

  • Wenn ich auf das Marienbild im Heiligtum schaute, dachte ich oft: Könnte ich doch neu beginnen. Hätte mein Leben mehr Ausstrahlung. Könnte ich mich verändern. Aber – allein schaffe ich es nicht. Mit der Zeit merkte ich, dass Veränderung, Wandlung möglich ist – in kleinen Schritten. Ich fange neu an – mit IHR!
  •  Als mein Vater an Krebs starb, fragte ich oft, wofür ich eigentlich noch lebe. Ich habe mich von Gott und von der Kirche abgewandt. Irgendwann kam ich in ein Schönstatt-Heiligtum. Als ich dort eintrat und vor dem Marienbild stand, konnte ich nichts mehr denken. Es wurde ganz still in mir. Langsam begann ein Gefühl zu wachsen, das ich nicht beschreiben kann. Plötzlich wusste ich: Ich wollte neu anfangen zu leben. Heute weiss ich wieder, wofür ich lebe und mein Herz ist voll Freude. Ich habe Heimweh und freue mich auf die nächste Begegnung mit dem Heiligtum.
  • Nachdem ich etwas falsch gemacht hatte, kam ich ins Heiligtum. Ich schämte mich und konnte Maria nicht anschauen. Ich hatte das Gefühl, dass sie mich so nicht sehen möchte. Ich fühlte mich schlecht und mir kamen die Tränen. Doch dann hatte ich das Gefühl, Maria freut sich, dass ich gekommen bin. Sie umgibt mich mit ihrem Mantel und deckt das Schlechte zu. Ich schaute sie an und spürte mit Freude, dass SIE mich anschaut. Sie hält es aus und nimmt mich neu an. Sie mag mich trotzdem, vielleicht noch mehr, als wenn ich perfekt wäre. Ich war getröstet und mit neuer Würde umgeben und gewandelt unter den Augen Mariens.

Erfahrungen: Das Pilgerheiligtum schenkt Wandlung

  • Ein Mann gab das Trinken auf, weil er sich jedes Mal genierte, wenn die Pilgernde Muttergottes kam und sie ihn in diesem Zustand sah.
  •  In einem Kreis ist ein Ehepaar, das nicht zusammen betete. Auch sonst sprechen sie nicht viel miteinander. Als die Pilgernde Mutter auf Besuch kommt, macht der Mann den Vorschlag, miteinander etwas zu beten. Die Frau ist total überrascht. Das hat sie nicht erwartet.
  • Einer Familie wurde von einer Firma versehentlich zu viel Ware geliefert. Die Frau überlegte, dies einfach zu behalten. Da fiel ihr Blick auf das Pilgerheiligtum und sie spürte, dass dies nicht richtig ist. Sie telefonierte der Firma. Diese bedankte sich für die Ehrlichkeit. Die Familie durfte die Ware behalten.
  • Eine Frau empfand stark, als das Pilgerheiligtum kam, dass jetzt wirklich ein Besuch bei ihr ist und sie kleidete sich anders.
  • Wenn Maria mit dem Jesuskind bei uns zu Gast ist, kommt es mir vor, dass die ganze Familie ruhiger und gelassener ist, besonders die Kinder weniger „streitlustig“ sind. Wir spüren in diesen Tagen den besonderen Schutz der Mutter Gottes, egal was uns Sorgen bereitet.
  • Wir sind dankbarer geworden, seitdem uns die Muttergottes im Pilgerheiligtum besucht. Die Anregung, in den drei Tages ihres Daseins in der Familie aufmerksamer zu sein für die schönen Dinge und Erlebnisse, haben uns auf die Idee gebracht, eine monatliche Dankesliste zu erstellen.

 

Text und Fotos: Sr. Ursula-Maria Bitterli