Treffen der Pilgerheiligtumskreise von Mauren und Schaanwald FL

Gut 20 Personen versammeln sich an einem Sonntagnachmittag in Mauren. Sie bekommen seit zwei bis fünf Jahren Besuch von der Pilgernden Mutter. Eine der Frauen begleitet die besinnliche Zeit mit E-Pianoklängen.

Was bringt es? Wir schauen auf Stolpersteine in unserem Alltag.

Keine Zeit

Durch das monatliche Kommen und Gehen des Pilgerheiligtums entsteht ein Rhythmus, der es leichter macht, dem oft hektischen Alltag „Seele“ zu geben. Der Besuch von Jesus und Maria im Zeichen des Pilgerheiligtums ist die Einladung zu einem Augenblick Zeit – für Gott, für uns und für die Menschen, die zu uns gehören.

Das Marienbild steht bei uns auf dem Küchentisch. Es zieht regelrecht den Blick auf sich. Die Gespräche mit Maria so nebenbei im Vorübergehen geben mir viel.“ M.R.

Eigentlich geschah gar nicht viel. Ich zündete eine Kerze an und setzte mich in der Küche ein wenig vor das Pilgerheiligtum. Nach und nach kamen die zwei Kleineren, später auch mein Mann und dann auch unsere Grosse. Wir haben nur miteinander geredet, mehr war nicht. Aber die Atmosphäre war so, dass ich dachte: Da war wirklich Gott dabei.“ S.N.

ECHOS / ERFAHRUNGEN / ECHOS / ERFAHRUNGEN / ECHOS / ERFAHRUNGEN

Der Zusammenhalt im Kreis ist gewachsen. Wir denken aneinander. Als mein Onkel gestorben ist, war das für mich sehr schwer. Da meinte die Frau, die das Bild nach uns bekommt: „Du darfst Maria noch behalten. Du brauchst sie jetzt dringender als wir.“ Das tat gut und war ein Trost für mich.

Manchmal erwarte ich Maria sehnsüchtig und denke: Am 20. kommt sie dann wieder zu mir! Aber, es ist natürlich nicht immer gleich. Wenn ich Maria weiter bringe, halten wir immer einen kleinen Schwatz.

♥ Anfangs habe ich Maria an einen anderen Ort gestellt. Doch dann hatte ich das Gefühl, sie ist mir zu weit weg und ich sehe sie gar nicht recht.

♥ Als mein Grosskind zu mir kam, hatte ich Besuch von der Pilgernden Mutter. Da meinte es zu mir: Omi, kommst Du jetzt in den Himmel?!

♥ Vor allem wenn ich Sorgen habe, warte ich auf die Wander-Muttergottes. Das Bild regt mich an, mit IHR zu sprechen und das gibt mir Hoffnung. Schon bevor sie kommt, denke ich: Ah, das kann ich ihr ja dann sagen.

Text und Fotos: Sr. Ursula-Maria Bitterli