Montag, 9. Juli

„Herzlich Willkommen im Zirkus!“ So wurden wir vom Zirkusdirektor zur Lagerwoche begrüsst. Der Zirkusdirektor erzählte, er brauche dringend unsere Hilfe für die grosse Zirkusshow. Zuerst lernten wir uns mit einigen Kreisspielen kennen. Der Kreis war dabei sehr gross. Wir sind nämlich fast 50 Mädchen und junge Frauen in diesem Sommerlager. Danach konnten wir uns bei einem Postenlauf als Artisten im Zirkus bereits das erste Mal üben. Wir gingen vom Zirkusdirektor zum Seiltänzer, zum Musiker, zum Jongleur, zum Dompteur und zum Clown. Da entdeckten wir viele Zirkustalente in uns. Um 18 Uhr stärkten wir uns bei einem ersten gemeinsamen Abendessen. Dann war der Zirkusdirektor ernsthaft auf uns angewiesen: Die Zirkuszelte fehlten! Und sein Elefant Jumbo hatte die Zeltbaupläne total durcheinander gebracht. In Gruppen mussten wir zuerst die Bauplanteile finden, dann die passenden Zelt kaufen und schliesslich genügend Zelte für alle Zirkusteilnehmerinnen aufbauen. Es war eine richtige Herausforderung! Aber wir meisterten sie bravurös! Diese erste Nacht durften wir schliesslich in den selbst aufgebauten Zelten schlafen. Es war ein richtiges Abenteuer…

Dienstag, 10. Juli

Heute morgen waren wir eine ganze Weile damit beschäftigt, die Zelte zusammen zu bauen, sodass sie für den nächsten Zirkusauftritt bereit waren. Unter uns war heute eine Seiltänzerin. Sie war sehr schön gekleidet. Am Nachmittag trafen wir uns zur ersten Gruppenstunde. Das Thema war: „Fallen und aufgehoben sein“. Dazu hörten wir Geschichten, konnten darüber diskutieren und die jüngeren Mädchen durften ein „Mutkärtchen“ basteln. Das Zvieri war ein Highlight: Die Köchinnen machten Bananenfrappé! Nachher durften wir verschiedene Ateliers zum Thema Zirkus wählen. Das Tanzen und die Slackline waren sehr beliebt. Nach dem Abendessen gingen wir zur Anbetung ins Heiligtum. Wir sangen viel, einige Leiterinnen spielten mit Instrumenten, Schwester Alessandra erzählte eine Erfolgsgeschichte und wir genossen die glückliche Stimmung im Heiligtum.

 

Mittwoch, 11. Juli

Heute besuchte uns der Musiker aus dem Zirkus. Nach dem Morgenessen durfte eine Gruppe von Mädchen mit ihm eine Musikshow für den Zirkus einstudieren. Um 10 Uhr versammelten wir uns für einen Abstecher ins Casino. Mit den gewonnenen Chips konnte man sich am Ende ein leckeres, farbig leuchtendes Getränk kaufen. Es war ein gemütlicher Morgen. Am Nachmittag wurde es aber ein bisschen anstrengender. Zuerst fuhren wir mit dem Schiff über den See, von Unterterzen bis nach Quinten. Dort füllten wir in der Gruppe einen Lückentext aus. Dabei erfuhren wir viel Interessantes über Quinten: Das Dorf kann man nur zu Fuss oder mit dem Schiff erreichen, es herrscht dort ein tropisches Klima und es wachsen Kiwis. Dann ging es los: Wir wanderten dem Seeufer entlang bis zu einem Rastplatz, wo wir uns alle nochmals versammelten, bevor es dann mehr als eine Stunde steil den Berg hinaufging. Als wir oben ankamen, waren wir erschöpft, aber auch sehr stolz, dass wir es geschafft hatten. Die Aussicht auf den Walensee war wunderschön. Danach gingen wir bergab, bis wir an der Feuerstelle in Walenstadt ankamen. Die Köchinnen hatten bereits für uns grilliert. Wir blieben den ganzen Abend dort und assen, spielten, redeten oder tobten uns aus. Als wir wieder im Lagerhaus in Quarten ankamen, war es schon fast dunkel. Müde aber sehr zufrieden gingen wir ins Bett.

Donnerstag, 12. Juli

Der Jongleur war heute zu Gast. Deshalb bastelten wir Jonglierbälle. Und wir übten fleissig mit zwei oder sogar mit drei Bällen zu jonglieren. Einige nutzten währenddessen die Gelegenheit, um beichten zu gehen. Am Nachmittag stand ein Geländespiel auf dem Programm. Das Ziel war, beim grossen Leiterlispiel zu gewinnen. Pünktlich zum Zvieri wurde die erste Gruppe fertig. Es war warm und wir waren müde vom herumrennen. Da kam die Wasserschlacht gerade recht. Das war für die meisten wahrscheinlich das Highlight von heute… Zum Abendessen kamen einige Schwestern zu uns, wir lernten von ihnen sogar einen echten spanischen Tanz. Dann trafen sich die jüngeren Teilnehmerinnen zu einem Lottospiel und die Älteren zu einer Diskussionsrunde zum Thema «Freundschaft, Liebe, Beziehung».

Freitag, 13. Juli

Am Vormittag bastelten wir aus PET-Flaschen kleine Schachteln. Wir verzierten sie auf ganz unterschiedliche Arten. Dann füllten wir Guetzli hinein, die wir ebenfalls verzieren durften. Dies war das Dankesgeschenk für den «Wichtel». Nach dem Mittagessen beschäftigten wir uns in der Gruppenstunde mit dem Gründer von Schönstatt, Pater Josef Kentenich. Im Anschluss besuchte uns Pfarrer Baumann und erzählte uns von seinen persönlichen Begegnungen mit Pater Kentenich. Nach einer kurzen Zvieripause versammelten wir uns alle im Heiligtum zur Freundschaftsbündnisfeier. Viele Mädchen schlossen das Bündnis mit Maria oder erneuerten es. Es herrschte eine feierliche und sehr schöne Atmosphäre. Am Apéro danach und am speziell feinen Znacht freuten sich natürlich auch alle. Als Abendprogramm spielten wir in Gruppen ein Leiterlispiel mit speziellen Zusatzaufgaben.  


Samstag, 14. Juli

Heute war unser letzter ganzer Lagertag. Der Clown, der uns heute aus dem Zirkus besuchte, sorgte schon am Morgen für gute Stimmung. Nach dem Morgenessen fand endlich die Zirkusshow statt, für die wir die ganze Woche geübt hatten. Seiltänzer, Musiker, Jongleur, Dompteur und Clown zeigten mit ihren Gruppen coole Shows. Der Zirkusdirektor war sehr zufrieden. Weil er sich so sehr freute, lud er die ganze Lagergemeinschaft in den «echten» Zirkus ein. Was für eine Überraschung! So fuhren wir am Nachmittag mit dem Zug nach Betschwanden GL und schauten uns die Vorstellung des Kinderzirkus Mugg an. Wir waren alle sehr beeindruckt von der Aufführung. Nach dem Abendessen versammelten wir uns ein letztes Mal zum Abendgebet im Heiligtum. Wir waren dankbar, für die schönen Erlebnisse an diesem Tag.