Samstagsbrief für den 1. September 2018

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich versuche mich zu erinnern; blättere in Hohls „Notizen“; finde die Kapitel und die Nummern unserer Auswahl wieder; lese und wundere mich, was mir da zusammenfassend entgegenkommt in je einem Verb: leben. arbeiten. lesen. reden. lernen. schreiben.

leben
Der Tagesklang (S. 438). Aus dem ersten Jahr: „Gott, weil er gross ist, gibt am liebsten grosse Gaben.“
Frage: Gibt es für mich so etwas wie Tagesklang? Gibt es auch Tagesrhythmus? (S. 444)

arbeiten
Es gibt keine grossen Taten. Nur kleine. Es kommt auf die Reihenfolge an: grosse Idee/ kleine Ideen/ kleine Taten. (S. 23)
Frage: Gibt es eine solche Reihenfolge in meiner Praxis?

lesen
ob ich gelernt habe, die Welt zu lesen? Mich selber? Geschriebenes lese ich jedenfalls. Ob ich bei Stoff und Story stehen bleibe? „Den Stoff sieht jedermann vor sich, den Gehalt findet nur der, der etwas dazu zu tun hat, und die Form ist ein Geheimnis den meisten.“ Goethe (S. 227)

reden
Reden, Schwatzen, Schweigen. (S. 210) Willst du reden?

lernen
„dass der Schüler zu lernen verlernt“ (S. 139/171) Das Unglück allein ist noch nicht das ganze Unglück… Das Glück allein ist noch nicht das ganze Glück. (S. 205)

schreiben
Nichts zu sagen haben? (Eindrück ernst nehmen!)
Nicht schreiben können? (Eindrücke explizieren!) (S. 300)

Das umfangreichste Kapitel der „Notizen“, mit seinen 333 Texten, seinem Titel, der zum Nachdenken fordert; ist durchpulst vom Forschen nach dem, was für Hohl alles entscheidet: LERNEN.
Im Lernen gehen wir weiter. Vier neue Verben.

P. Werner Hegglin