Seit vier Jahren öffnen 10 Familien in Cham ZG die Türen ihrer Häuser für die Pilgernde Mutter von Schönstatt. In einem Pfarreigottesdienst kann das Projekt „unterwegs zu dir“ / Pilgerheiligtum weiteren Personen angeboten werden. Ein kleiner Junge fragt anschliessend einen Bekannten: „Hast Du auch Besuch von Maria?“ Dieser verneint. Da meint der Junge: „Du musst Dich anmelden, dann kommt sie auch zu dir!!“

Eindrücklich sind die Erfahrungen, welche die Familien mit dem Besuch der Muttergottes gemacht haben:

Der Tag, am welchen Maria zu uns kommt ist im Kalender gut markiert. Wir freuen uns immer sehr. Ab und zu sind wir an diesen Tag schon ziemlich müde oder wir vergessen sogar, dass Maria kommt. Dann klingelt es und da steht der Freund und übergibt uns Maria. Die Kinder rennen zur Tür, nehmen schnell Maria mit und stellen sie auf den Tisch. Sie wollen sofort die Kerze anzünden. Nach dem die Kerze brennt, beten wir zusammen und geniessen den Augenblick der Stille und des Friedens.“

Als ich für den Pilgerkreis gefragt wurde, sagte ich sofort ja. Für mich ist es eine Ehre, wenn die Pilgermuttergottes kommt.“

Wenn die Muttergottes zu uns kommt, denken wir oft zuerst: „Oh, ist schon wieder ein Monat vorbei!?“ Dann kriegt sie immer ihren Ehrenplatz im Wohnzimmer und häufig wenn wir Erwachsene vorbeilaufen, erinnert sie uns ganz ohne Worte daran, sich selbst zu fragen WOHIN und WARUM wir eigentlich eilen … Dann bringt sie die Momente des stillen Gebets in der Nacht, wenn die ganze Wohnung bereits ruhig und dunkel ist. – Und die Kinder blättern immer gerne in den orangen Seiten mit den Kindergebeten, um die passenden Worte für die verschiedenen Tagesmomente zu finden. So ist die Muttergottes da, wartet, schweigt, sagt aber trotzdem jedem etwas.“

Wir sind in unserer Familie keine grossen Marienverehrer. Der Marienbesuch ändert meistens nicht vieles. … Uns gefällt, dass man ins Büchlein ein Gebetsanliegen eintragen kann, so können wir füreinander beten.“

Text und Fotos: Sr. Ursula-Maria Bitterli