1./2. Dezember 2018 – Bericht von Elisabeth Wyden

In der Hauskapelle begrüsst uns Sr. Beatris und lädt uns ein unsere Herzen und Ohren mit Hilfe des Heiligen Geistes zu öffnen. Mit der Lesung Lukas 5, 5 stimmen wir uns ein. Auf dein Wort hin werfe ich die Netze nochmals aus. Petrus wird nach reichen Fang in die Nachfolge gerufen.

Später werden wir mit der Jahresparole der schweizerischen Schönstattfamilie vertraut gemacht. Auf dein Wort hin miteinander wirken und wachsen. Der neue Mensch ist offen für die Not der andern. Gemeinsam mit andern bewirken wir Gutes und bilden so die neue Gemeinschaft.

In der Adventsfeier werden wir auf den Advent eingestimmt und auf das Hauptgeschehen, die Geburt Jesu, vorbereitet. Unser Herz soll bereit sein für die Ankunft des Christkindes. Jedes Jahr neu will das Jesuskind durch uns in die Welt kommen.

Wir meditieren über unsere Möglichkeiten, wie wir den Advent verbringen. Zu jedem Buchstaben des Wortes Advent hören wir unterschiedliche Möglichkeiten aus dem Alltag, wie wir den Advent erleben können:

A wie Atemlos oder wie Aufatmen- Stille und Ruhe finden
D wie Dauerstress oder wie Danken-  Blick schärfen für das Gute
V wie Verbissenheit oder wie Vertrauen Wir dürfen darauf vertrauen, dass wir vom himmlischen Vater geliebt und geführt werden.
E wie Einkaufstress oder wie Einkehr Gott in mir finden
N wie Neid oder wie Nähe schenken – Liebe, die wir verschenken, kommt immer zu uns zurück.
T wie Teuer oder wie Teilen -abgeben von unserm Besitz, unsere Freude und unser Leid teilen.

In den Fürbitten bitten wir für jeden Bereich, den wir betrachtet haben. Mit dir und auf dein Wort hin, lass es mich versuchen.

Am Sonntag bildet die Eucharistiefeier den Höhepunkt. Bereitet dem Herrn den Weg, ebnet die Bahn. Unser Herz für die Ankunft des Christkindes vorzubereiten, soll unser Bestreben sein. Viele Leitsätze von Pater Kentenich sind uns dabei eine Hilfe. Nicht nur für uns allein wollen wir Christus in uns aufnehmen, sondern ihn auch zu den andern Menschen weitertragen.
Pater Horn erinnert uns in seinem Vortrag zur Jahresparole „ Auf dein Wort hin miteinander wirken und wachsen“ daran, dass Gott nicht wie wir Menschen plant und denkt. Er erwählt das Kleine, das Schwache und das Unscheinbare. Dies zeigt die Menschwerdung Gottes, die Erwählung seiner Apostel und das Leben von Pater Kentenich eindrücklich. Vertrauensvoll haben sich Jesus und Pater Kentenich auf die Gottes Führung verlassen. Ihr einziges Bestreben war den Willen Gottes zu tun. Wir müssen uns unsere eigene Schwachheit, Hilflosigkeit und Begrenztheit eingestehen. Was wird geschehen, wenn wir unser Leben ganz der Führung Gottes überlassen? Auf Gottes Wort hin hat Pater Kentenich und der Apostel Petrus als Fischer alles gewagt und gewonnen. Das Vertrauen auf Gottes Führung ist und muss die Grundlage sein für all unser Arbeiten und Wirken!

Am Nachmittag können verschiedene Angebote wie Beichtgelegenheit, Rosenkranzbetrachtung, Adventsweg mit Maria und stille Zeit genutzt werden.

Die Gebetszeit im Heiligtum und der Sendungsgottesdienst in der Hauskapelle werden von Sr. Beatris mit sehr tiefgehenden und ermutigenden Gedanken gestaltet.

Dankbar, ermutigt, berührt und gestärkt verabschieden wir uns. Wieder einmal durfte ich mich als Teil einer Gemeinschaft fühlen, die wohl tut und die im Kleinen viel bewirken kann. Mit dem eucharistischen Segenwollen wir auf sein Wort hin miteinander wirken und wachsen.

Sr. Beatris und dem Vorbereitungsteam aus Abtwil danken wir für ihren unermüdlichen Einsatz und gratulieren zur gelungenen Adventsfeier.
Es war ein sehr wertvolles und nährendes Adventswochenende. Möge es uns gelingen dem Christkind in unserm Herzen eine Heimat zu geben und die Jahresparole in die Tat umzusetzen.

Bericht von Elisabeth Wyden
Abtwil, 8.12.2018