Wallfahrtstag für Kroaten vom Pilgerheiligtum nach Quarten

Fast 70 Personen machen sich auf den Weg nach Quarten. Sie kommen vor allem aus den Kantonen Aargau, Basel, Luzern, Solothurn und St. Gallen. Was sie alle eint: Sie sprechen kroatisch und haben Besuch von der Pilgernden Mutter.

Ein 2. Schönstatt-Heiligtum
Pater Horn gibt ihnen viele Informationen in kroatisch zum Angebot des Pilgerheiligtums. Zudem erzählt er begeistert von der Einweihung des 2. Schönstatt-Heiligtums in Kroatien. Sr. Mariana von Schönstatt hat eindrückliche Bilder von dieser Feier mitgebracht. Pater Horn animierte alle Anwesenden im nächsten Juni an den Gründungsort von Schönstatt in Deutschland mit zu pilgern.

Im Zeichen der Krone
Mehrere Personen berichten von ihren Erfahrungen mit dem Pilgerheiligtum. Nach der hl. Messe ziehen alle in Prozession zum Heiligtum. Dort erneuern sie die Krönung der Gottesmutter. Vor fünf Jahren haben sie ihr im Zeichen von 15 Pilgerheiligtümern eine Krone geschenkt.

Maria, sei du die Königin unserer Herzen!
Sei du die Königin unserer Häuser, unserer Familien!
Sei du die Königin der Neu-Evangelisierung Europas!
Maria, Mutter und Königin, nimm die Krone an!

Erfahrung: Die Pilgernde Mutter im Friseursalon
Als die Gottesmutter im Pilgerbild zu mir kam, wollte ich gerade zum Friseur gehen. Soll die Gottesmutter in der Wohnung allein auf meine Rückkehr warten? Nein, sie ist ja Gast, eine lebende Person. So steckte ich also das Heiligtum in die blaue Tasche und sagte meiner Friseurin: „Heute bin ich nicht allein gekommen. Ich habe dir einen Gast mitgebracht.“ Ich übergab ihr das Bild unserer lieben Mutter. Vor Aufregung und Glück konnte sie einige Augenblicke nichts sagen. Sie drückte das Bild an sich und wiederholte: „Meine Gospa (Gottesmutter) ist in meinen Salon gekommen, meine Gospa ist in meinen Salon gekommen. Ich gebe sie dir jetzt nicht zurück, lass sie mir hier bis zum Ende meiner Arbeitszeit.“

So blieb also Maria im Friseursalon auf einem schnell für sie schön geschmückten Platz. Spät abends kam Đurđica und brachte das Bild zurück. Sie sagte: „Das werde ich dir nie vergessen. In meinem Salon war heute ein Freudentag. Allen, die gekommen sind, erklärte ich, dass wir heute einen besonderen Gast haben, unsere liebe Gospa. Die Frauen waren begeistert. Es waren welche, die in die Kirche gehen, aber auch andere, die nicht gehen und keine Gläubigen sind. Allen sagte ich: „Ich weiss, dass wir alle Sorgen haben, die Gospa ist heute hier für uns. Setzen Sie sich etwas und erzählen Sie ihr, was Sie bedrückt, beten Sie. Sie hat uns Jesus gebracht. Das ist wirklich ein besonderer Tag.“

Die Frauen haben sich manchmal selbst abgesprochen, wer jetzt die Gottesmutter bekommt, und waren ein paar Minuten mit ihr allein. Es waren Freudentränen in manchen Gesichtern und ein besonderer Ausdruck der Erleichterung. Sie haben in der Stille Gebete und Texte gelesen, die du im Begleitbuch gebracht hast. Jetzt sind alle heimgegangen, aber ich blieb noch ein bisschen allein mit unserer Mutter, um ihr für ihren Besuch zu danken. Diesen Besuch werde ich nie vergessen.“

Text und Fotos: Sr. Ursula-Maria Bitterli