Vorstellen vom Projekt „Pilgerheiligtum“ im Pfarreigottesdienst: Kirchdorf AG, Diepoldsau SG, Zizers GR

Auch im Advent 2018 sucht Maria Platz, Herberge für ihr Kind in unserer Welt. So war es passend, dass es möglich wurde, in drei Pfarreien das Angebot der Pilgernden Mutter zu machen. An allen drei Orten ist SIE bereits im Zeichen eines Pilgerheiligtums unterwegs. Nun hoffen wir, dass SIE bald zum zweiten Mal auf den Weg gehen kann.

02. Dezember: Kirchdorf AG
Erst 1 1/2 Tage vorher hatte es sich entschieden, dass ich in meiner Heimatpfarrei von den Erfahrungen mit dem Pilgerheiligtum berichten kann. Seit über 17 Jahren ist dort ein Marienbild unterwegs. „Wieder naht der heilige Stern“ singt der Kinder- und Jugendchor. Ich kann gut überleiten und erklären, dass Maria der Stern ist, der uns zu Jesus führt. Nach dem Gottesdienst haben wir drei Interessierte auf der Liste.

Erfahrung: Der Mann der Kontaktperson, die verstorben war, erklärte sich bereit, die Aufgabe der Kontaktperson zu übernehmen. So konnte die Pilgernde Mutter dieses Haus weiterhin besuchen. Er erzählte, dass er das Pilgerheiligtum auf den Stubentisch stellt, eine Kerze anzündet, sich verbunden fühlt mit seiner Frau und das Abendgebet dann jeweils am Stubentisch betet, anstatt im Bett.

09. Dezember: Diepoldsau SG
Adventliche Klänge, unter anderem gesungen von einer Solistin, stimmen auf den zweiten Advent ein. Die Kinder werden eingeladen, mit brennenden Kerzen das Evangelium zu hören. Gott möchte uns in dieser oft „dunklen“ Zeit Licht sein – und Maria ist eine Lichtträgerin! Dies bezeugt auch eine Frau durch ihre Erfahrungen mit dem Pilgerheiligtum. Am Schluss haben wir zwei Interessierte auf der Liste.

Erfahrung: Wenn Maria mit ihrem Sohn bei uns ist, nehme ich mir gerne zwischendurch Zeit, halt eben genau so, wie wenn ich „richtigen“ Besuch hätte. Ich geniesse meinen Kaffee/Tee mit ihr, rede mit ihr, dankbar über das, was zur Zeit gut läuft in unserem Hause oder bitte sie um Rat, wenn mir etwas Sorgen bereitet. Ab und zu spiele ich ein Lied auf der Flöte oder singe zur Freude einige (Marien-)Lieder. Wenn ich hingegen gar keine Zeit habe, wartet sie geduldig, ohne mir Vorwürfe zu machen. Das tut gut! – Es kam auch schon vor, dass eines der Kinder am Abend die Mutter Gottes zu sich ins Zimmer genommen hat, besonders, wenn es in der Schule eine strenge Zeit mit Prüfungen hatte.

16. Dezember: Zizers GR
Über Nacht ist Schnee gefallen! Aber – Maria geht auch auf Herbergsuche, wenn die Wege schwierig sind: damals und heute! Zum Gottesdienst kommen auch Teilnehmer vom ersten Pilgerheiligtumskreis. Der Pfarrer berichtet, dass er bereits einer Familie das Angebot vom Besuch der Pilgernden Mutter gemacht hat und sie zugesagt hat. Eine Frau trägt eine persönliche Erfahrung vor und zwei lesen die Fürbitten: „Du bist unterwegs zu ….“ – Anschliessend trifft sich der erste Kreis im Restaurant der Tennishalle zum Mittagessen – 9 Personen!

Erfahrung: Der Engel Gabriel überbrachte Maria die Botschaft: Du bist «auserwählt» und sie hat «JA» gesagt. Ich habe mich oft gefragt, ob ihr wohl klar war, wie viel Leid und Schmerz dieses BEDINGUNGSLOSE JA mit sich bringen wird. – Als das Marienbild von Schönstatt das ersten Mal zu mir gekommen ist, ist mir bewusst geworden, dass auch ich, bzw. wir alle, bei der Geburt «JA» gesagt haben zum Leben und gleichzeitig schon «JA» zum Sterben. Und dass ich für das, was dazwischen liegt, das «Leben», eine Aufgabe habe und Verantwortung übernehmen muss. …. Ich möchte ganz fest darauf VERTRAUEN, – so wie Maria – dass alles einen göttlicher Plan hat. Drum finde ich es immer wieder schön, wenn die pilgernde Gottesmutter bei uns im Esszimmer steht.

Text und Fotos: Sr. Ursula-Maria Bitterli