Wir sind Frauen, Mütter, Grossmütter, die entdecken möchten, wie wir unseren christlichen Glauben in verschiedenen Lebensphasen, im Alltag, in Ehe und Familie meistern können. Wir gehören zur internationalen Schönstattfamilie, einer geistlichen Bewegung innerhalb der katholischen Kirche.

Uns allen gemeinsam sind:

 Die Dreimal wunderbare Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt
das Heiligtum
und der Gründer Pater Josef Kentenich

 

  • Sie möchten wissen wie andere Frauen im Glauben den Alltag leben und meistern?
  • Sie suchen das Gespräch und anregenden Austausch mit Frauen in verschiedenen Lebensphasen?
  • Sie haben Erziehungsfragen?
  • Sie möchten Anregung, wie das Zusammenleben in der Partnerschaft qualitativ gut bleibt?
  • Sie suchen eine Weiterbildung für ihren Frauenverein oder ihre Frauengruppe?

Dann könnte sich ein Kontakt mit uns für Sie lohnen.

fm Logo Frauen und Mütter
Unser Logo zeigt auf, wonach wir Frauen und Mütter unser Leben ausrichten.
Im Heiligtum begegnen wir Maria und ihrem Sohn –
Sinnbild dafür ist die angedeutete Monstranz im Logo.

 


Die Monstranz sagt uns:
Maria – eine lebendige Monstranz.
Maria – trägt Christus zu den Menschen.
Maria – schenkt Christus den Menschen, auch heute.

 

 

 


Das Heiligtum sagt uns:

Hier bin ich daheim.
Hier ist der Ort, wo ich meine Sorgen und Nöte hintrage und ablade.
Hier ist der Ort, wo ich Mut bekomme, ein Mensch mit Profil zu sein.
Hier ist der Ort, wo ich Kraft bekomme in meinem Alltag zu wirken.

 

Maria gibt uns ein Beispiel:
Wie sie damals, mit Jesus unter dem Herzen zu Elisabeth und Zacharias eilt, um ihnen zu helfen.
Wie sie auch heute den Menschen das Licht der Welt, Jesus, bringt,
Wie sie immer Freude und Leid mit den Menschen teilt.

Mit Maria durch den Alltag gehen:
Wir glauben: Gott wohnt in dir und mir.
Wir hoffen: Gott segnet und wirkt durch uns.

Wir treffen uns:

  • In regelmässigen Gesprächskreisen
  • Bei Tagen der Besinnung und Erholung
  • Zu Seminaren, Tagungen und Exerzitien
  • An Wallfahrten

 

Wir setzen uns ein:

In der eigenen Familie

  • Für das Weitergeben christlicher Werte
  • Als Herz und Seele des Hauses
  • In der Erziehung und Begleitung der Kinder


In unserem Umfeld

  • In der Verwandtschaft, Nachbarschaft, Beruf und Freundeskreis
  • In sozialen und caritativen Bereichen und Projekten

Für die Kirche, vor allem in unserer Pfarrei

  • Leitung von Frauen-, Jugend- oder Kindergruppen, Seniorenarbeit, Krankenkommunion
  • Liturgiegestaltung und voreucharistische Gottesdienste, Lektorendienst, in pfarreilichen Gremien und Arbeitskreisen


Als Christinnen in der Welt von heute wollen wir überzeugen

  • Durch klare Standpunkte
  • Durch unseren Lebensstil und das darin liegende Lebenszeugnis
  • Durch verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung

 

fm krone-1-2017

www.wertschaetzen-wirkt-wunder.ch

Gott, du barmherziger Vater, wie bei der Taufe von
Jesus sprichst du zu uns: Du bist meine vielgeliebte
Tochter, mein vielgeliebter Sohn. Du schenkst uns eine
unverlierbare Würde. Du hast uns berufen, als königliche,
prophetische und priesterliche Menschen zu leben.

Deine Barmherzigkeit lässt uns – gerade,
wenn wir uns klein und hilflos fühlen – neu
aufstehen und aus unserer Würde leben.

Maria, Mutter der Barmherzigkeit, wie du möchten
wir immer mehr wertschätzende Menschen
werden, damit „Wunder“ geschehen.

„Lass uns gleichen deinem Bild, ganz wie du durchs
Leben schreiten: stark und würdig, schlicht und mild,
Liebe, Fried und Freud verbreiten. In uns geh durch
unsere Zeit, mach für Christus sie bereit.“ (P.K.)

Amen

 

Zeitschrift für Frauen und Mütter – Schönstatt Schweiz


Leitartikel

Liebe Leserin!

Haben Sie die Sommertage auch so genossen wie ich? Zugegeben, so richtige Hitzetage können einem schon zu schaffen machen. Wie herrlich, wenn uns dann ein kühles Glas Wasser angeboten wird. Bestimmt kennen Sie das Bild vom halbvollen und halbleeren Glas. Gehören Sie eher zu denen, die sich über das halbvolle Glas freuen oder sich über das halbleere Glas ärgern? Bei mir ist es so, dass ich  gerne zu den Optimisten gehören möchte. Doch Hand aufs Herz, im Alltag gelingt es nicht immer und so gehöre ich auch hin und wieder zu den Pessimisten. An einem Treffen für die Mitverantwortlichen Frauen in Quarten, kam genau dieses Verhalten zur Sprache. Wir stellten fest, dass in unserer Gesellschaft oft auf das geschaut oder  berichtet wird, was schief läuft, fehlerhaft ist und nicht gelingt. Dabei wird das Positive, das Schöne oft vom Negativen zugedeckt und vielfach deshalb übersehen. Die meisten sehen zuerst den schwarzen Fleck auf einem weissen Papier und nicht das weisse Papier mit einem schwarzen Flecken. Schlussendlich fiel der Ausspruch, der allen Frauen gefiel und zum Titel dieser Nummer wurde: Perlentaucher statt Mistkäfer!

In einem Sprichwort heisst es: Wer Perlen sucht muss in die Tiefe tauchen. Nach Perlen zu tauchen, erfordert sicherlich Ausdauer, Kraft und nicht zuletzt Mut. Apropos Mistkäfer. Da hat mir doch tatsächlich vor einigen Wochen jemand einen Witz erzählt, den ich Ihnen nicht vorenthalten will: Der 4 jährige Klaus zum  Vater: „Haben Brombeeren eigentlich Füsse?“ – Vater: „Nein, warum?“ Der Kleine: „Dann habe ich soeben einen Mistkäfer gegessen.“

Zur Erklärung muss ich festhalten, dass die Mitverantwortlichen Frauen nichts gegen den zoologischen Mistkäfer haben. Dieser ist nämlich sehr nützlich in der Landwirtschaft, da er das Stroh im Mist zersetzt. Wenn wir in diesem Rahmen von Mistkäfer sprechen ist nicht er gemeint, sondern der „geistige Mistkäfer“, der in uns allen mehr oder weniger steckt.

In dieser Nummer machen wir uns Gedanken über die Kunst des geistigen Perlentauchens und wie Mistkäferallüren behandelt werden können. Ich wünsche Ihnen auch im Namen des Redaktionsteams viel Freude mit unserem Treffpunkt Frau und dass Sie Ihren Alltag immer mehr mit dem Blick durch die Kronenbrille wahrnehmen.

Herzlichst Ihre Sr. M. Beatris

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UNS GESAGT

Kleine Zeichen der Wertschätzung wirken Wunder…

Liebe Frauen und Mütter,

was ich an Ihnen sehr schätze ist, dass Sie viel Sinn und Gefühl haben für die kleinen Zeichen der Wertschätzung. Immer wenn ich nach Quarten komme, z.B. zu den Exerzitien oder den Adventstagungen, so entdecke ich immer neue und schöne Willkommensgrüsse. Die Tischdekorationen sind beeindruckend. Und zum Abschied gibt es auch meistens etwas auf den Weg… Das schafft Atmosphäre, das schenkt Wärme; man fühlt sich sofort aufgenommen und zuhause. Wie wunderbar!

So ein Gruss von den Frauen hat mich gerade vor zwei Tagen auf überraschende Weise erreicht: Am Mittwoch, den 26. Juli fuhr ich die ganze Strecke von Medjugorje nach Hause auf den Schweizer Berg Sion zum Provinzhaus. Eine ganze lange und ermüdende Strecke: 1250 km… Ich kam nachts an – es war eine halbe Stunde nach Mitternacht. Als ich zu meinem Zimmer kam, da war an der Türe ein Ballönchen mit einem freundlich lachenden Gesicht. Darunter etwas verblichen, aber doch deutlich lesbar: „I love you!“ Nett! Dazu noch eine bunte Karte, an die Türe geklebt mit einem Text auf der Innenseite: „Ich war im Stadtpark unterwegs. Es ging mir nicht gut. Ich hatte das Gefühl, dass im Moment alles danebengeht. Alles schien so verworren. „Und wo bist Du, mein Gott?“, fragte ich. „Siehst Du mich überhaupt? Weisst Du um mich? Wozu soll das gut sein?“

In diesem Moment flatterte ein buntes Etwas von oben her vor meine Füsse. Ich hob es auf. Ein Luftballon, auf dem die Worte standen: „I love you!“
Hat mir dieses Zeichen an meiner Türe gut getan! Es war ja niemand da, um mich in Empfang zu nehmen. Aber dieser Willkommensgruss tat die gleiche Wirkung! Schön!

Dunkel erinnerte ich mich, das Gleiche schon mal gesehen zu haben. Nämlich in Quarten, von einer Tagung der Frauen und Mütter. Ich hatte dieses Zeichen mitgenommen und einem Mitbruder zu einem grossen Priesterweihetag geschenkt. Und nun, wie ein Boomerang, landete es wieder bei mir, genau im richtigen Moment…. Irgendwie beeindruckend!

Wertschätzung wirkt nicht nur bei anderen Wunder, sie kommt irgendwann zurück. So wie in diesem Fall…

Auch das andere gilt: Wenn jemand nur Kritik austeilt, nur das Ungenügende an den andern sieht, rächt sich das irgendwann. In einem anderen Land, wo ich auch arbeite, hatte ich einen Mann an einer wichtigen Stelle, der jahrelang Mitarbeiter/innen führen sollte. Er konnte ihnen leider kein Lob sagen, keinen Dank. Ihre Fehler aber hat er sehr wohl registriert und er hat viele mit seinen Worten verletzt. Immer mehr haben sich deshalb die Mitarbeiter/innen gegen ihn aufgelehnt. Diesen Frühling musste er die Leitung abgeben. Er hat es nicht verstanden und war verbittert. Immer waren ja die anderen schuld…

Seine Lebensgeschichte bietet den Hintergrund dazu: Seinen Vater hat er kaum kennen gelernt, da er im Ausland gearbeitet hat. Seine Mutter konnte ihm nur wenig Wärme geben. Sie war praktisch allein erziehend und zu beschäftigt (5 Kinder). Sie hat ihn nicht zur Liebe gegenüber den Mitmenschen erzogen. Die Mitmenschen waren für ihn Konkurrenten, manchmal sogar Feinde… Er hat kein Vertrauen in sie entwickelt. So schliesst sich auch hier der Kreis. Das Mangelerlebnis von Liebe und Wertschätzung übertrug sich auf andere, die ihrerseits von ihm verletzt wurden…

Ich bete oft für diesen Mann, für seinen inneren Frieden, auch um Heilung seiner Wunden.

Möge uns die Gottesmutter dazu erziehen, immer mehr „Perlentaucher“ als „Mistkäfer“ zu sein. Sogar dann, wenn wir selbst verletzt sind und Liebe und Wertschätzung nötig haben. Auf diesem Weg ist uns unser Gründer und geistlicher Vater Pater Josef Kentenich ein grosses Vorbild. Viel seelische Wärme hat ihm gefehlt, und trotzdem hat er zuerst den jungen Menschen, aber dann auch vielen Erwachsenen echte Liebe und Wertschätzung entgegengebracht.

Liebe Frauen und Mütter, ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie selber viele Erfahrungen und Zeichen von Wertschätzung und Zuneigung empfangen dürfen, um dann vielen anderen Mitmenschen innerhalb und ausserhalb Ihrer Familie solche Zeichen weiterschenken zu können. Dafür bete ich für Sie!

Mit frohem Sommer- und Herbstgruss
Ihr Pater Christoph Horn                             

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Die richtige Brille!

Liebe Frauen und Mütter!

Vor einigen Tagen sprang mir folgende Werbung in die Augen:
Grosse Materialauswahl in angesagten Farben und Formen XY bietet Brillen aus Kunststoff, Metall, Holz und flexibler Titanlegierung an. Die Glasformen richten sich immer nach den aktuellen Brillentrends. … Somit finden Sie bei dieser riesigen Auswahl an Brillen sicherlich auch das für Sie passende Modell!

Nach diesen Ausführungen weiss ich, dass es wichtig ist, das passende Brillenmodell zu tragen. Ansatzweise gebe ich dieser Werbung sogar recht, denn auch ich habe mir vor zwei Jahren genügend Zeit genommen, um beim Optiker das passende Brillengestell auszuwählen. Wichtiger als das modische Design scheint mir jedoch, dass die Gläser meinen Augen angepasst und sich dadurch die gewünschte Sehschärfe einstellt. Vielleicht interessiert Sie das alles nicht, weil Sie keine Brillenträgerin sind oder das passende Modell bereits tragen. Lesen Sie trotzdem weiter. Es geht hier  nämlich nicht um das passende Brillenmodell, sondern um die richtige Brille. Sicherlich kennen Sie die verschiedenen Brillen, die wir je nach Stimmung tragen.

Da gibt es die „Grau-in-grau-Brille“. Sie wird oft im Alltagseinerlei getragen. Der Blick durch diese Brille lässt alles „grau in grau“ erscheinen. Die Welt wirkt langweilig, öde und monoton.

Unzufriedene, unglücklichen Menschen, tragen oft die „schwarze Brille“. Wer sie auf hat, sieht alles schwarz. Negative Gedanken machen das Leben schwer. Übrigens, sind Sie schon einmal einer Ansammlung von Schwarzbrillenträger/innen begegnet? Dann wissen Sie, wie sich Jammertiraden anhören. Wahrscheinlich haben Sie dann auch bemerkt, wie sich bald Weltuntergangsstimmung einschleicht. Niedergeschlagenheit und schlechte Laune ist die Folge. Dabei gilt hier: Man kann sich den ganzen Tag ärgern, aber man ist nicht dazu verpflichtet!

Weniger verbreitet ist die „rosarote Brille“. Den Verliebten sagt man nach, sie würden mit Vorliebe diese Brille tragen. Der Duden beschreibt die rosaroten Brillenträger folgendermassen: Es sind Menschen die etwas in einem zu positiven Licht sehen und ein unrealistisches Weltbild haben. Für die Ferien oder eine kurze Zeit mag das angehen, aber so durch das Leben gehen?

Ein Brillenmodell habe ich Ihnen noch nicht vorgestellt. Es ist die  „Mistkäferbrille“. Zugegeben, das ist eine eigene Wortschöpfung. Gemeint ist etwas, was Sie und wir alle aus eigener Erfahrung kennen. Es ist unsere Voreingestelltheit Menschen oder Dingen gegenüber. Wer kennt es nicht: Wenn Frau xy, die ich mag, etwas tut, stört es mich nicht. Tut Frau yz, die mir nicht sympathisch ist, das Gleiche, stört es mich massiv. Mit dieser Brille wird die Wirklichkeit verzerrt. Lieblosigkeiten und Ungerechtigkeiten sind nicht selten die Folge.

Hat Sie, liebe Frauen und Mütter, eine dieser Brillen überzeugt? Mich nicht, obwohl ich mich hin und wieder dabei ertappe, dass ich mir mal dieses oder das andere Modell aufsetze. Keines scheint mir jedoch, die richtige Brille zu sein. Da bleibt jedoch noch ein Modell, dass ich Ihnen bis jetzt unterschlagen habe. Die „Kronenbrille“.
Mit dem Blick durch die „Kronenbrille“ sieht die Welt weder grau in grau, noch schwarz oder rosarot aus. Es ist die Brille, die mir ermöglicht, alles mit den Augen Gottes zu sehen. Es ist der königliche Blick, der das Gute in der Welt und im Nächsten sucht und entdeckt. Es ist der königliche Blick, der tiefer schaut und erkennt, wo handlungsbedarf ist. Es ist der königliche Blick der mit dem Herzen schaut. „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“, sagt Exupéry. Der Blick durch die Kronenbrille heisst, die Jahresparole im Alltag konkret werden zu lassen: www.wertschätzen-wirkt-wunder.ch.

Liebe Frauen und Mütter!

Robin macht es uns vor. Er trägt die Kronenbrille und möchte Sie anregen, es ihm gleich zu tun. Ich bin überzeugt, dass auf diesem Weg kleinere und grössere Wunder in Ihrer Umgebung geschehen können. Pater Kentenich fordert jede von uns auf: „Sorgen Sie dafür, dass die Welt um Sie herum ein Stück Himmel wird“ J.K.

Die Gottesmutter, die stets mit dem Blick durch die Kronenbrille sieht, wird Ihnen dabei behilflich sein. Am besten fangen Sie sofort damit an. Und wenn Sie schon damit angefangen haben, hören Sie nicht damit auf. Denn: wenn viele kleine Menschen, an vielen kleinen Orten, viele kleine Zeichen der Liebe tun, wird die Welt verändert. Sind Sie mit von der Partie? Es würde mich sehr freuen. Für dieses Unternehmen wünsche ich Ihnen die Gnadenfülle des Heiligen Geistes und viel Kraft und Segen vom Heiligtum.

In herzlicher Verbundenheit grüsst Sie
Ihre Sr. M. Beatris Lingg

DIE WELT BRAUCHT UNSER HERZ

Die Welt braucht unser Herz. Dazu müssen alle ihren Beitrag leisten.
Es geht da um schlichte Dinge, die jeder braucht und jeder geben kann. 
Hier einige Beispiele:

Grüssen: Wem tut das nicht gut, zumal wenn er noch mit Namen angesprochen wird! Man weiss sich von den anderen angenommen.
Der Gruss ist ein Geschenk – und kostet nichts!

Zuhören: Lassen wir unser Gegenüber ausreden – auch und gerade die Unbeholfenen und Unsympathischen, die Zaghaften und Ängstlichen!
Dann wissen sie, was Güte ist. Ausserdem kommen sie besser über ihr seelisches Unbehagen hinweg!

Raten: Schweigen ist nicht immer Gold. Oft müssten wir reden und raten, wenn wir nicht vor Gott und unserem Gewissen schuldig werden wollen. Ein guter Rat, ein einziges Wort kann vor Katastrophen bewahren!

Loben und ermuntern: Es braucht keine ganze Lobrede zu sein, es genügt ein Wort – „sauber“, „fein“, „prima“ – , und wenn es kein Wort ist,
dann eine freundliche Miene oder eine Geste mit der Hand. Lob und Anerkennung machen Mut!

Das Gute weitersagen: Meist wird bloss das Böse weitergemeldet. Das ist ein Fehler. Auch das Gute steckt an und schafft Vertrauen.
Reinhard Abeln

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GEDANKEN ZUM THEMA

Perlentaucher statt Mistkäfer                                              

Liebe Leserin!
Hat der Gedanke, „Perlentaucher sein“ auf Sie auch etwas Ansprechendes, etwas Geheimnisvolles? Ich stelle mir vor, wie eine Perlentaucherin sich aufmacht, in die Tiefe taucht, dort wertvolle Perlen findet und sie hebt. Kein leichtes, eher ein anspruchsvolles, hartes Unterfangen. Auf alle Fälle sind Ausdauer, Mut, Training und Fitness gefordert.

Mit dem „Mistkäfersein“ sieht es anders aus. Ein Mistkäfer erinnert eher an das Wühlen in einem stinkigen Misthaufen. Auf jeden Fall hinterlässt der Mistkäfer Zersetzung. Da stellt sich schon die Frage: Wer will den schon ein Mistkäferdasein führen? Wohl kaum jemand. Deshalb unser Thema: Perlentaucher statt Mistkäfer!

Hand aufs Herz: Ertappen Sie sich auch manchmal dabei, dass Sie sich wie ein Mistkäfer aufführen? Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass mir das bisweilen passiert. Wahrscheinlich geht es vielen Menschen so: Es gibt Tage, da kann man sich selber so gar nicht leiden. Dann ist es aus mit der guten Laune… man wird launisch, nörgelig und kann nichts und niemandem mehr etwas Gutes abgewinnen. Dann gibt es auch noch die Mistkäferallüren. Es sind das Neid, Eifersucht, Missgunst, negative Voreingestelltheit und der Egoismus, die uns rücksichtslos überfallen und ihr böses Spiel mit uns treiben. Sie machen uns selber und unseren Mitmenschen das Leben schwer. Deshalb weg mit den verflixten Mistkäferallüren. Sie verdunkeln unseren Blick, hemmen unsere Kräfte und verhindern, dass wir nach den Perlen tauchen. Ein nettes Gebet ist mir dazu in die Hände gefallen. Vielleicht macht es auch Ihnen Freude.

Lieber Gott!
 Bis jetzt geht’s mir gut heute. Ich habe noch nicht getratscht, die Beherrschung verloren, war noch nicht muffelig, gehässig, egoistisch oder zügellos. Ich habe noch nicht gejammert, geklagt, geflucht oder Schokolade gegessen. Geld habe ich auch noch keins gebraucht. ABER in etwa einer Minute werde ich aus dem Bett klettern, und dann brauche ich wirklich DEINE Hilfe! Amen.

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Weg mit den Mistkäferallüren … der Blick für das Besondere

Mistkäferallüren können nur besiegt werden durch den Blick für das Besondere. Es gilt also die Perlen im Alltag zu entdecken. Öffnen Sie Ihren Blick neu für die Schönheiten der Natur. Erkunden Sie die Landschaft in der Sie leben. Staunen Sie über die Vielfalt der Tierwelt. Erfreuen Sie sich an der Originalität der Menschen um Sie herum. Wechseln Sie einfach einmal die Perspektive. Ellen Sonntag hat für diesen Vorgang treffende Worte gefunden:

 Aus einer anderen Perspektive!  
Es ist nicht immer alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Ich wünsche dir, dass du offen dafür bleibst, die Dinge auch einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
 „Lohnt sich das?“, fragt der Kopf. „Nein“, sagt das Herz, „aber es tut gut.“ Ich wünsche dir, dass du nicht allein nach dem Nutzen fragst, sondern auch an die Dinge denkst, die sich das Herz wünscht – deines und das deiner Mitmenschen.
 Manches Herz, das aus Stein zu sein scheint, ist in Wirklichkeit weich und verletzlich. Dass du dich nicht nur auf den ersten Eindruck verlässt und dass es dir gelingt, den wahren Menschen zu erkennen, das wünsche ich dir.
                                 Aus: Ellen Sonntag, was ich dir von Herzen wünsche, Groh Verlag

Einfach den Blick schärfen für das Besondere am und im Mitmenschen. Pater Kentenich war darin ein Meister.
Einige Kostproben sollen hier folgen:

Pater Kentenich sah in jedem das Ebenbild, das Kind Gottes. Im Umgang mit den Menschen war er „ganz Ohr“ für alles, was ihm entgegengebracht wurde. Auch das Kleinste war ihm nicht zu gering, um ihm in ungeteilter Aufmerksamkeit „das Ohr zu leihen“. Immer wenn ich bei ihm Rat suchte, fiel mir auf, mit welcher Ruhe und Aufmerksamkeit er zuhörte. Er fragte, ohne indiskret zu sein, er munterte auf, er gab Richtung und Weisung. Das alles geschah mit väterlicher Güte und grossem Wohlwollen. Für ihn war der Mensch, der vor ihm sass – mochte er sein, wer er wollte -, in diesem Augenblick der wichtigste unter allen Menschen. Dies durfte jeder erleben, der zu ihm kam oder ihm begegnete: Niemals gab er jemandem das Gefühl, „lästig“ zu sein oder ihn bei einer „wichtigeren“ Arbeit zu stören.

 Josef Fischer war als Junge ein rechter Rowdy, der ordentlich über die Stränge schlug und bei den Lehrern alles andere als beliebt war. Pater Kentenich hatte sicher von seinen Taten gehört, vielleicht auch ein wenig von seinen guten Seiten vernommen. Bei der ersten Begegnung mit Herrn Pater nennt Josef Fischer seinen Namen. Herr Pater schaut ihn nachdenklich an und sagt: „Von Ihnen habe ich schon manches Gute gehört.“

An das Gute in diesem jungen Menschen knüpft Pater Kentenich an. Wie Gott unser Vater sieht er das Gute und nimmt den Menschen wie er ist. Liebe aber weckt Gegenliebe, Vertrauen antwortet mit Vertrauen. So auch bei Josef Fischer. Er wurde ein gutes Mitglied der jungen Kongregation und ihr erster tüchtiger Präfekt.

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Wer Perlen sucht, muss in die Tiefe tauchen…

Das Sprichwort sagt es deutlich: Wer Perlen sucht, muss in die Tiefe tauchen. Der Preis, eine echte Perle zu gewinnen, erfordert Einsatz, Mut und Ausdauer. Um so grösser die Freude, eine Perle gefunden zu haben. So ist es bei den Perlen im Meer und genau so geht es in den Beziehungen zwischen Mensch und Mensch. Wirklich tiefe und schöne Beziehungen müssen mit viel Ausdauer, Engagement und oft auch leidvollen Stunden erkämpft und erobert werden. Eine Mitarbeiterin am Treffpunkt Frau hat mir einen wunderbaren Text von Dietrich Bonhoeffer zugespielt. Er verfasste den bemerkenswerten Text kurz vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges.

„Das Geheimnis bleibt Geheimnis. Geheimnis heisst aber nicht einfach, etwas nicht wissen. Nicht der fernste Stern ist das grösste Geheimnis, sondern im Gegenteil, je näher uns etwas kommt, desto geheimnisvoller wird es uns. Nicht der fernste Mensch ist uns das grösste Geheimnis, sondern gerade der Nächste. Und sein Geheimnis wird uns dadurch nicht geringer, dass wir immer mehr von ihm wissen; sondern in seiner Nähe wird er uns immer geheimnisvoller. Es ist die letzte Tiefe alles Geheimnisvollen, wenn zwei Menschen einander so nahe kommen, dass sie einander lieben. Nirgends in der Welt spürt der Mensch die Macht des Geheimnisses so stark wie hier. Wo zwei Menschen alles voneinander wissen, wird das Geheimnis ihrer Liebe zwischen ihnen unendlich gross. Und erst in dieser Liebe verstehen sie einander, wissen sie ganz voneinander, erkennen sie einander ganz, und doch, je mehr sie einander lieben und in der Liebe voneinander wissen, je tiefer erkennen sie das Geheimnis ihrer Liebe. Also das Wissen hebt das Geheimnis nicht auf, sondern vertieft es. Dass der andere mir so nahe ist, das ist das grösste Geheimnis. Die Geheimnislosigkeit unseres modernen Lebens ist unser Verfall und unsere Armut. Ein menschliches Leben ist so viel wert, als es Respekt behält vor dem Geheimnis. Geheimnislos leben heisst, von dem Geheimnis in unserem eigenen Leben, von dem Geheimnis des anderen Menschen, von dem Geheimnis der Welt nichts wissen, heisst, an der Oberfläche bleiben, heisst, hinter die Welt des Rechnens und des Nutzens nicht zurückgehen. Geheimnislos leben heisst, die entscheidenden Vorgänge des Lebens gar nicht sehen oder sogar ableugnen.“ Dietrich Bonhoeffer

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Nach Perlen tauchen – Gott entdecken

Hinter jeder Ecke wartet Gott, sagte Sr. M. Nurit in einem Vortrag über den Vorsehungsglauben. Es gilt also nur noch den Blick dafür zu schärfen und die Perlen zu entdecken, die er uns im Alltag schenkt. Pater Kentenich war ein Meister in der Perlensuche. Er sagte: „Ob da und dort etwas geschieht – ich muss immer das Bewusstsein haben: Es ist ein Gruss Gottes für mich.“ J.K.

Schärfen Sie Ihren Blick und entdecken Sie die Perlen Gottes im Alltag.

Sagen Sie sich am Morgen beim Aufstehen:
„Lieber Gott, lass mich heute in der Natur, in den Ereignissen und in den Mitmenschen die Perlen deiner Liebe erkennen.“

Fragen Sie sich am Abend:
Wo und in welchen Situationen hat mich heute der liebe Gott mit kostbaren Perlen beschenkt?

Ich bin überzeugt, dass Sie bald eine herrliche Perlensammlung in Ihrem Herzensschatzkistchen haben. Das hilft garantiert gegen Mistkäferallüren. Ein Versuch ist es wohl wert. Oder?!

Liebe Leserin!
Perlentaucher statt Mistkäfer, so ist die Rubrik „Gedanken zum Thema“ überschrieben. Sie haben sich auseinandergesetzt mit den Mistkäferallüren und der Tätigkeit des Perlentauchens. Gerne  hoffe ich, dass Sie durch diesen Artikel einige Anregungen erhalten haben, den Blick für das Besondere zu schärfen. Vielleicht haben Sie eigene Erfahrungen oder Gedanken zu diesem Thema, die Sie mit den Leserinnen teilen möchten. Gerne nehme ich Ihre Beiträge entgegen.
Von Herzen wünsche ich Ihnen viel Freude, Mut, Ausdauer und die nötige Fitness beim Perlentauchen.
Sr. M. Beatris Lingg

Beiträge senden an frauundmutter@schoenstatt.ch oder Sr. M. Beatris Lingg, Pater-Kentenich-Weg 1, 8883 Quarten

 

 Weitere Artikel im Treff PUNKT Frau, 4/2017:
  • EINE GESCHICHTE: DIE KÖNIGSKINDER
  • WUNDER IM ALLTAG
    Ein Schlüsselerlebnis
    Überraschungen
    Noch immer berührt mich ein Erlebnis
    Gottes liebende Fürsorge erfahren
  • IM GESPRÄCH MIT PATER KENTENICH
    Interview mit Pater Kentenich
    Maria Königin des Weltalls
    Krönungsvortrag 20. Oktober 1946 in Weesen
  • PUNKT CH
    600 Jahre Bruder Klaus
    Seine Frau Dorothe
    Das vierfache Ja der Dorothe,der Frau des heiligen Bruder Klaus
  • FÜR SIE ENTDECKT … PSALMEN
  • MITEINANDER FÜR EUROPA
  • NACHGEDACHT
    Gebet des Märzenglöckleins
  • RÜCKBLICK
    25 Jahre Melser Wallfahrt
    Maiandacht beim Bildstöckli in Weesen am 17.5.2017
  • HEITERES UND FROHES
  • KINDERSEITE
  • DIE LIEBEN HEIMGEGANGENEN
  • INFO – TERMINE

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Impressum Treffpunkt Frau
Zeitschrift für Frauen und Mütter, Schönstatt Schweiz
Erscheint viermal im Jahr / Jahresabonnement Fr. 20.- / PC 70-2352-0
Redaktionsteam:
Schönstatt Frauen und Mütter
Aggeler Trudi, Allenspach Monika, Buck Claudia, Elkuch Hanni, Gmür Frieda, Kipfer Marlis
Sr. M. Beatris Lingg, Neu-Schönstatt, Josef-Kentenich-Weg 1, 8883 Quarten
Tel. 081 511 61 52, Email: frauundmutter@schoenstatt.ch
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Unser Einsatz für Burundi

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Markt am 21./22. Oktober in Murg.
Sr. M. Beatris, Hanni Elkuch und Marlis Kipfer bieten gebrauchte, schöne und funktionstüchtige Spielsachen zum Verkauf an. Erlös für Burundi.

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Liebe Frauen und Mütter

Im Treffunkt 2 / 17 haben wir Ihnen mitgeteilt, dass wir Fr. 7‘500.– nach Burundi überweisen werden. In der Zwischenzeit ist das Geld in Burundi angekommen und Sr. Emmanuela hat uns nachstehenden Dankesbrief zugestellt:

Mutumba, im März 2017

Liebe Schönstattmütter,
ein ganz herzliches Vergelts Gott für Ihren grossartigen Einsatz für unsere Kranken in Burundi. Wie froh sind wir, dass wir immer wieder von Ihrem Konto schöpfen dürfen, um unseren Kranken zu helfen.
In letzter Zeit operierten in der Stadt erneut ausländische Ärzteequipen notdürftige Patienten zu einem niederen Preis. So konnten wir einige aus unserer Region operieren lassen. Die ausländischen Ärzte operieren wohl gratis, doch die Patientinnen und Patienten müssen für das Material aufkommen. Da die meisten  diesen Betrag nicht aufbringen können, übernehmen wir die anfallenden Kosten und die Patienten werden nach der Operation in unserem Hospital gepflegt.

Die Betreffenden sind jeweils überglücklich von ihrem Leid erlöst zu werden, wie zum Beispiel Patienten mit Leistenbrüchen etc.
Kürzlich kam eine Mutter mit ihrem 7-jährigen Mädchen in unsere Dispensaire (ambulante Verpflegung), das eine Augenverletzung hatte und notfallmässig in die Stadt zu einem Augenarzt überwiesen werden musste. Wir gaben der Mutter das Geld, um die Kosten beim Arzt zu bezahlen und die Medikamente zu kaufen.

Immer wieder gibt es Patienten – Kinder und Erwachsene -, die mit Arm- oder Beinbrüchen sowie anderen Beschwerden kommen und nicht das Geld aufbringen können, sich in der Stadt pflegen zu lassen, wir unterstützen sie finanziell.

Viele Mütter sind sehr dankbar, dass sie ihre Kinder in unserer ambulanten Verpflegung oder im Hospital pflegen lassen können. Häufig haben wir Kinder mit schweren Verbrennungen, Malaria, Tropenwunden, Hautkrankheiten und Lungenentzündung, die wir durch Ihre Hilfe kostenlos versorgen können. Kinder mit schweren Verbrennungen kommen oft von anderen Regionen, selbst von der Stadt her, um bei uns gepflegt zu werden. Viele müssen bis zu einem Monat in unserem Hospital gepflegt werden.

Noch etwas zum Schmunzeln: Kürzlich hat die Schwester vom Hospital entschieden, einen 8-jährigen Jungen mit einer schlimmen Tropenwunde im Spital zu behalten und die Familie zu benachrichtigen, dass die Wunde durch ambulante Pflege nicht heilen könnte. Der kleine Junge war gar nicht zufrieden, dass man ihn zurückhielt und weinend drohte er der Schwester: „Ich werde es meinem Vater sagen, der wird dich schlagen, weil du mich hier behältst.“ In der Zwischenzeit ist er aber ein strahlender Junge geworden, der stolz im Hospital herumspaziert und froh ist, dass es ihm nun besser geht.

Wie oft erleben wir, dass unsere Kranken uns voll Dankbarkeit mit ihren Segenswünschen überschütten, dass der liebe Gott es uns lohnen möge. Dann sage ich ihnen, dass sie für die Wohltäter/innen beten sollen, die ihnen diese Hilfe geschenkt haben. Dies versprechen sie dann gerne.

So danken wir Ihnen allen nochmals herzlich für Ihren Einsatz und die grosse Spende. Gerne schliessen wir Sie und Ihre Anliegen in unsere Gebete und ins tägliche Messopfer ein.
Mit dankbaren Grüssen
Sr. M. Emmanuela Ghioldi

…………

 

Liebe Frauen und Mütter
Auch dieses Jahr dürfen wir wieder auf einen erfolgreichen Adventsbasar zurückblicken. Dank Eurer grossen Mithilfe mit backen, basteln, Konfitüre und Sirup kochen, feinen Eierkirsch herstellen und vieles mehr, durften wir einen Betrag von Fr. 5‘826.95 verbuchen. Ein ganz grosses Vergelt’s Gott Euch allen. Zusammen mit verschiedenen Geldspenden konnten wir nun Fr. 7‘500.- an die Marienschwestern nach Burundi, für die medizinische Versorgung überweisen.
Sr. Emmanuela von Burundi hat uns einige Beispiele zukommen lassen, wie diese Spenden eingesetzt werden. Gerne geben wir Euch diese Beispiele weiter.

Röntgenbild und Tuberkulosetherapie
Ein sechzehnjähriges Mädchen kam mit seiner Mutter in unsere Dispensaire (Ambulant-Verpflegung) Das Mädchen litt unter Blutarmut, hatte sehr abgenommen und die Wirbelsäule wies eine Verkrümmung auf. Dies alles lässt Knochentuberkulose vermuten. Die Tuberkulosestelle in der Stadt arbeitet gratis, aber das Mädchen brauchte ein Röntgenbild. Die Mutter hatte schon soviel für das Mädchen ausgegeben, dass sie dafür kein Geld mehr hatte. Wir gaben ihr Geld im Wert von 10.- Schweizerfranken. Die Mutter war voll des Glückes und dankte uns herzlich. Am folgenden Tag kamen sie zurück. Das Mädchen wurde sofort unter Tuberkulosetherapie gesetzt und wird nun während zwölf Monaten gratis ihre Behandlung bei uns erhalten.

Verbrennungen
Eine Mutter von Rwanda mit ihrem 1 1/2 Jahre alten Kind, machte einen Besuch bei Bekannten in Burundi. Da die Familien bei offenem Feuer draussen kochen, gibt es oft Unfälle. Meist trifft es die Kleinkinder, die schwere Verbrennungen davontragen. So geschah es bei diesem Besuch, dass sich das Kind arg verbrannte. Sie kamen zu uns ins Spital, wo wir das Kind über einen Monat pflegten. Da die Mutter zu Besuch war, hatte sie nur das Notwendigste dabei. Sie hatte weder Geld für die Hospitalisierung, noch um das Essen zu kaufen. (In Afrika muss jeder selbst für das Essen besorgt sein, wenn er hospitalisiert wird.) Wir übernahmen in diesem Fall die Kosten für Nahrung und Pflege für Mutter und Kind. Die Mutter war uns überaus dankbar. Das Kind konnte schliesslich gesund entlassen werden.

Geld für Operation
Eine junge Frau litt unter einer Verengung der Nasengänge und hatte deswegen immer wieder schlimme Entzündungen, die zu Kopfweh und geschwollenem Gesicht führten. Die Familie hatte schon fast ihr ganzes Vermögen eingesetzt, um alle vorgeschriebenen Medikamente zu kaufen und einen Doktor nach dem anderen zu konsultieren. Schlussendlich kamen sie zu uns. Wir leiteten eine Konsultation bei einem Spezialisten in die Wege. Dieser sah, dass eine Operation notwendig war. Die Familie hatte aber kein Geld dafür. Wir schalteten eine Hilfsorganisation ein, die für die Operationskosten aufkommt. Das Honorar des Arztes ca. 300.- Schweizerfranken, müssen sie aber selber übernehmen. Dank der „Kasse der Schönstattmütter“ können wir nun der jungen Frau helfen, dass sie operiert wird.

Zuckerkrankheit
Eine besonders schwierige Erkrankung hierzulande ist die Zuckerkrankheit, besonders bei Jugendlichen. Die meisten können das Insulin nicht selber bezahlen, zudem müssen sie die Diät einhalten, die teurer ist als die üblichen Nahrungsmittel des Landes.
Letzten Monat kam Artheman völlig erschöpft zu uns. Er ist ein Jugenddiabetiker, den wir schon seit über drei Jahren unterstützen. Er ist nun 23 Jahre alt. Er war hospitalisiert im Distriktsspital. Oft leidet er unter schwerer Malaria, die seine Zuckerkrankheit total „entgleisen lässt“. Trotz seiner erneuten Malaria mit Fieber und Schwindel, legte er zu Fuss den 10 km weiten Weg zurück, um bei uns sein Insulin zu holen, denn im Distriktsspital haben sie keines. Vor drei Jahren musste er notfallmässig wegen einem Darmleiden operiert werden. Die Familie hatte viel Boden für ihn verkauft, um die Operation zu bezahlen. In der Zwischenzeit haben sie Abstand von ihm genommen, da er ihnen zu teuer zu stehen kommt. Niemand hat ihn ins Spital begleitet. Hier muss jeder Kranke seinen „Krankenwärter“ selber mitnehmen, der normalerweise ein Familienmitglied ist, für den Kranken kocht und wäscht. Artheman hatte den ganzen Tag über noch nichts gegessen, als er am Nachmittag bei uns ankam. Auf einmal fing er an bitterlich zu weinen und brach zusammen, sodass wir sofort die notfallmässigen Massnahmen ergriffen und die Ambulanz vom Distriktsspital riefen. Dem Krankenpfleger, der die Ambulanz begleitete, gaben wir etwas Geld, damit er Artheman etwas zu Essen kaufen konnte. In der Zwischenzeit ist er gesund vom Distriktsspital entlassen und kommt weiterhin sein Insulin bei uns holen. Neben Artheman sorgen wir für weitere 12 Jugenddiabetiker und 5 Erwachsene, die ihr Insulin bei uns kostenlos beziehen.

Diverse Leiden
Immer wieder sind wir froh, wenn wir Notdürftige mit Knochenbrüche, Blinddarm, Augenleiden etc., die wir überweisen müssen, finanziell helfen können. Auch etliche Patienten, die wir in der Dispensaire ambulant oder in unserem Spital verpflegen, können nicht für ihre Spitalrechnung aufkommen, sie alle sind sehr dankbar für Ihre Hilfe. Für Ihre Güte ein herzliches Vergelts Gott !!!
Sr. M. Emmanuela Ghioldi, Mutumba

                 

Liebe Frauen und Mütter!
Das eine kleine Auslese von Beispielen aus dem Alltag von Sr. M. Emmanuela und dem Spital in Mutumba. Es ist uns eine grosse Freude, mit unseren Beiträgen zu helfen, die grosse Not dieser armen Menschen wenigstens ein bisschen zu lindern.

Wir wünschen Euch allen eine gnadenreiche Fastenzeit und recht frohe Ostertage.
Hanni Elkuch und Marlis Kipfer

 

St.Gallen
Regionalleiterin: Breitenmoser Susanna, Eich 958,  9116 Wolfertswil, susanna.breitenmoser(at)bluewin.ch
Stellvertretung: Lehmann Edith, Dufourpark 9, 9030 Abtwil, edith-lehmann(at)gmx.ch

Innerschweiz
Regionalleiterin: Niderberger Hedi, Efibach 5, 6473 Silenen
Stellvertretung: Ursi Zgraggen, Erstfeld, ursizgraggen(at)bluewin.ch

Quarten
Regionalleiterin: Koch Sabine, Bergwerkstr. 7a, 7320 Sargans, es.kochhobi(at)bluewin.ch
Stellvertretung: Haueter Heidi, Sonnhalde 14c, 8547 Gachnang, heidi.haueter(at)gmx.ch

Wallis
Regionalleiterin: Gsponer Beralda, Riti 31, 3922 Stalden, gsponer-b(at)hotmail.com
Stellvertretung: Lucano Rosmarie, Naters

Gerne können Sie mit uns Kontakt aufnehmen.

Sr. M. Beatris freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Sr. M. Beatris

Schwester M. Beatris Lingg
Bildungszentrum Neu-Schönstatt, Josef-Kentenich-Weg 1, 8883 Quarten
Telefon 081 511 61 52, frauundmutter(at)schoenstatt.ch

Kontakt Homepage: annelies.schatzmann(at)gmail.com

In der Vorweihnachtszeit sich eine Zeitinsel gönnen

ADVENT ‐ lateinisch ADVENTUS = ANKUNFT
ADVENTUS DOMINI ‐ ANKUNFT DES HERRN

Die Adventszeit ist eine begehrte Zeit, um sich besinnlich auf das kommende
Weihnachtsfest vorzubereiten. Die verschiedenen Adventsangebote sind eine
wertvolle Gelegenheit, sich in der geschäftigen Zeit eine Aus‐Zeit für die Stille
und Besinnung zu gönnen.
Benutzen Sie die Gelegenheit an Wochenenden, oder unter der Woche oder
an einem der zwei Tage. Die Tagesveranstaltungen eignen sich auch für
Mütter mit Kindern, für die eine Kinderbetreuung angeboten wird.

 

2 Tage
Sa/So 02./03. Dezember Beginn 15.00 Uhr Schluss 16.00 Uhr
Sa/So 09./10. Dezember Beginn 15.00 Uhr Schluss 16.00 Uhr
Mo/Di 11./12. Dezember Beginn 15.00 Uhr Schluss 16.00 Uhr

1 Tag
Di 05. Dezember Beginn 09.30 Uhr Schluss 17.00 Uhr
Do 07. Dezember Beginn 09.30 Uhr Schluss 17.00 Uhr
an beiden Tagen jeweils mit Kinderbetreuung

Pension
EZ fl. Wasser Fr. 113.00 / EZ Du/WC Fr. 126.00 / DZ Du/WC Fr. 116.00

Mittagessen bei 1 Tag
Fr. 28.00 Mittagessen
Kinder extra Preis/Kinder bis 4 Jahre gratis

Kurskosten
2 Tage Fr. 40.00 / 1 Tag: Fr. 30.00

Leitung
Sr. M. Beatris Lingg, Quarten mit Team
Priesterliche Begleitung: Pater Christoph Horn, Horw
Information
Sr. M. Beatris Lingg, Quarten – frauundmutter@schoenstatt.ch

Anmeldung (mit Angabe Name / Datum / Unterkunft) an
Annagreth Linder
Neu‐Schönstatt, Josef‐Kentenich‐Weg 1, 8883 Quarten
Telefon 081 511 61 54
Mail: sekretariat@schoenstatt.ch

Flyer Adventstagungen 2017

 

 

 

 

Eine Mutter ist eine Perle

 

Eine FRAU - eine MUTTER eine PERLE?!

Frauen erleben sich in der Gesellschaft und Familie immer wieder in verschiedenen Rollen. Sie werden gefordert in der Rolle als Frau, als Partnerin und als Mutter oder mütterliche Frau. Schöne, aber nicht leichte Aufgaben. Bei diesen täglichen Herausforderungen können wir Sie unterstützen und fördern. Angebot für Frauen- & Müttervereine oder andere Frauengruppen (ab 8 Personen) sowie einzelne Frauen und Mütter. Das Angebot kann in Ihrer Pfarrei oder für Ihren Verein durchgeführt werden.
Leitung – Anfragen

Sr. M. Beatris Lingg, Quarten
  • dipl. Kindergartenlehrkraft mit 8 Jahren Berufserfahrung; 8 Jahre Kinder- und Jugendarbeit;
  • Weiterbildungen in Pädagogik, Psychologie und Methodik;
  • seit 2000 Erwachsenenbildung mit Frauen.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer Perlen-Abende

Führungsseminar

Führen - gewusst wie Können macht Spass!

Führen – gewusst wie
Können macht Spass!

Leiden oder leiten? – Können macht Spass!

Als Frau und Mutter habe ich in der heutigen Zeit einiges zu bieten. Öfters frage ich mich: Wie bringe ich das an die Frau, an den Mann? Wie kann ich mich in die Gesellschaft einbringen? Füllen Sie Ihren „Rucksack“ mit verschiedenen Kompetenzen, die es Ihnen erleichtern, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen.

Seminar für Frauen Führungsstile, Gruppenleiten, Pädagogik

Das Seminar kann in Ihrer Pfarrei oder für Ihren Verein durchgeführt werden.

Leitung und Anfragen

Sr.M.Beatris Lingg, Quarten

  • dipl. Kindergartenlehrkraft mit 8 Jahren Berufserfahrung; 8 Jahre Kinder-und Jugendarbeit;
  • Weiterbildungen in Pädagogik, Psychologie und Methodik;
  • seit 2000 Erwachsenenbildung mit Frauen

Weitere Infomationen im Flyer Führungsseminar für Frauen

Krönchen heute schon gerichtet? Tagung vom 1. April 2017

Auch auf die Gefahr hin, einem 1. April-Scherz auf den Leim zu gehen, trafen sich gegen 20 Frauen zur Tagung: „Krönchen heute schon gerichtet?“ Alle Teilnehmerinnen hatten sich vom Thema ansprechen lassen und waren gespannt, was sich hinter diesem Titel verbarg.

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Rückblick Adventstagungen Quarten

Adventstagungen Frauen und Mütter 2016 Aus fast allen Gegenden der Schweiz strömten nahe 200 Frauen, sogar einige aus dem „Ländle“ zu den verschiedenen Adventsanlässen der Frauen und Müttern. Sr. Beatris begrüsste uns ganz herzlich in der Hauskapelle, wo wir diesen... mehr lesen