Wir sind Frauen, Mütter, Grossmütter, die entdecken möchten, wie wir unseren christlichen Glauben in verschiedenen Lebensphasen, im Alltag, in Ehe und Familie meistern können. Wir gehören zur internationalen Schönstattfamilie, einer geistlichen Bewegung innerhalb der katholischen Kirche.

Uns allen gemeinsam sind:

 Die Dreimal wunderbare Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt
das Heiligtum
und der Gründer Pater Josef Kentenich

 

  • Sie möchten wissen wie andere Frauen im Glauben den Alltag leben und meistern?
  • Sie suchen das Gespräch und anregenden Austausch mit Frauen in verschiedenen Lebensphasen?
  • Sie haben Erziehungsfragen?
  • Sie möchten Anregung, wie das Zusammenleben in der Partnerschaft qualitativ gut bleibt?
  • Sie suchen eine Weiterbildung für ihren Frauenverein oder ihre Frauengruppe?

Dann könnte sich ein Kontakt mit uns für Sie lohnen.

fm Logo Frauen und Mütter
Unser Logo zeigt auf, wonach wir Frauen und Mütter unser Leben ausrichten.
Im Heiligtum begegnen wir Maria und ihrem Sohn –
Sinnbild dafür ist die angedeutete Monstranz im Logo.

 


Die Monstranz sagt uns:
Maria – eine lebendige Monstranz.
Maria – trägt Christus zu den Menschen.
Maria – schenkt Christus den Menschen, auch heute.

 

 

 


Das Heiligtum sagt uns:

Hier bin ich daheim.
Hier ist der Ort, wo ich meine Sorgen und Nöte hintrage und ablade.
Hier ist der Ort, wo ich Mut bekomme, ein Mensch mit Profil zu sein.
Hier ist der Ort, wo ich Kraft bekomme in meinem Alltag zu wirken.

 

Maria gibt uns ein Beispiel:
Wie sie damals, mit Jesus unter dem Herzen zu Elisabeth und Zacharias eilt, um ihnen zu helfen.
Wie sie auch heute den Menschen das Licht der Welt, Jesus, bringt,
Wie sie immer Freude und Leid mit den Menschen teilt.

Mit Maria durch den Alltag gehen:
Wir glauben: Gott wohnt in dir und mir.
Wir hoffen: Gott segnet und wirkt durch uns.

Wir treffen uns:

  • In regelmässigen Gesprächskreisen
  • Bei Tagen der Besinnung und Erholung
  • Zu Seminaren, Tagungen und Exerzitien
  • An Wallfahrten

 

Wir setzen uns ein:

In der eigenen Familie

  • Für das Weitergeben christlicher Werte
  • Als Herz und Seele des Hauses
  • In der Erziehung und Begleitung der Kinder


In unserem Umfeld

  • In der Verwandtschaft, Nachbarschaft, Beruf und Freundeskreis
  • In sozialen und caritativen Bereichen und Projekten

Für die Kirche, vor allem in unserer Pfarrei

  • Leitung von Frauen-, Jugend- oder Kindergruppen, Seniorenarbeit, Krankenkommunion
  • Liturgiegestaltung und voreucharistische Gottesdienste, Lektorendienst, in pfarreilichen Gremien und Arbeitskreisen


Als Christinnen in der Welt von heute wollen wir überzeugen

  • Durch klare Standpunkte
  • Durch unseren Lebensstil und das darin liegende Lebenszeugnis
  • Durch verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung

 

AUF DICH KOMMT ES AN
WIR GEHEN MIT

Gott, mit deinem Sohn Jesus
sprechen wir dich an als „unser Vater“.
Wir danken dir, dass du uns mit
deinen väterlichen Eigenschaften begegnest:
Du lässt uns als deine geliebten Töchter und Söhne
deine Wertschätzung erfahren
und rufst uns in die Mitverantwortung
für den Auftrag in dieser Welt.

Wer du bist, erfahren wir in der gelebten Beziehung zu dir
und zu Menschen, die selber tief mit dir verbunden sind.

So hast du Pater Kentenich, unseren Vater und Gründer,
berufen, für viele Menschen zum väterlichen Begleiter
zu werden und so dein Vater-sein
in der Welt zu konkretisieren.

Er ruft uns als Schönstattfamilie zur Mitarbeit
an seiner prophetischen Aufgabe.
50 Jahre nach seinem Heimgang zu dir,
liegt es an uns, Bündniskultur und Gründergeist
zu leben und Schönstatt in die Zukunft zu tragen.

Das können wir nicht allein,
so kommen wir zu Dir, Maria und beten:
„Ich bau auf deine Macht und deine Güte,
vertrau auf sie mit kindlichem Gemüte,
ich glaub, vertrau in allen Lagen blind,
auf dich du Wunderbare und dein Kind.“ (PK)

 

Zeitschrift für Frauen und Mütter – Schönstatt Schweiz

Leitartikel

Liebe Leserin!
Heute halten Sie die Adventsnummer „Treffpunkt Frau“ in den Händen. Haben Sie sich erst die Frontseite angeschaut oder sich sofort die nächsten Seiten angeschaut? Vielleicht haben Sie sich über das Bild gewundert, weil Sie eher ein Adventskranz, eine Krippe oder einen festlich geschmückten Weihnachtsbaum erwarteten? – Wir haben uns bewusst für das Foto mit dem Windspiel entschieden, weil wir der Meinung sind, dass es perfekt in das Thema dieser Nummer einstimmt: Das Leise hören…

Jeden Tag werden wir mit Nachrichten überhäuft, meist laut und aufdringlich. Zeitungen, Radio, Fernsehen, Internet, Sms, Whatsapp und wie die Kommunikationsmittel alle heissen, überfluten uns und drängen sich uns förmlich auf. Dem können wir nicht so leicht entgehen. Wen wundert es, wenn viele Menschen von heute gar nicht mehr richtig hinhören, hinhören können? Wir meinen, dass es gut tut, auf das Leise zu hören. Es gibt Botschaften, die sind leise, unaufdringlich und doch unendlich wichtig. In dieser Nummer möchten wir Ihnen verschiedene Botschaften näher bringen und Sie anregen, vermehrt auf das Leise zu hören. Das könnte bedeuten:

Lauschen, was die Adventsbotschaft für Sie persönlich beinhaltet.
Lauschen, welche Botschaft der Engel Ihnen überbringt.
Lauschen, was das Kentenich-Jahr Ihnen schenken möchte.
Lauschen, welche Botschaften die Mitmenschen an Sie richten.

Pater Kentenich ist überzeugt: „Lärm erregt uns, geht aber nicht tief ins Herz. Aus den stillen Stunden wächst Grosses.“ J.K.

Wir möchten Sie ermuntern, sich in der Adventszeit immer wieder Zeiten der Stille zu gönnen, damit für Sie und damit auch für Ihre Mitmenschen Grosses daraus erwachsen kann. Wenn wir mit unseren Anregungen etwas dazu beitragen können, freut es uns.

Wir wünschen Ihnen von Herzen eine eindrückliche, bereichernde Adventszeit, wo Sie ganz Ohr sind für die leisen Botschaften Gottes. Für das Weihnachtsfest erbitten wir Ihnen die Offenheit des Herzens für die Ankunft des Herrn und alle Liebesgaben Gottes.

Im Namen des Redaktionsteams,
herzlichst Ihre Sr. M. Beatris Lingg

* * * * *

UNS GESAGT


Das Handy von Pater Kentenich

Liebe Frauen und Mütter,

vor knapp 3 Jahren war ich im Franziskanerkloster am berühmten kroatischen Wallfahrtsort Trsat zum Mittagessen eingeladen. Da erzählte einer, dass vor kurzem unter den Jugendlichen der lokalen Hafenstadt Rijeka eine Umfrage gemacht wurde, wie viele Stunden sie täglich am Handy, I-phone oder Smart-phone verbringen würden. Das Ergebnis: Im Durchschnitt täglich 12 Stunden…!  Die Jugendlichen stehen damit auf, essen mit diesen Apparaten – in der einen Hand Löffel oder Gabel, in der anderen das Gerät – , in der Schule wird unter der Bank gezappt, in der Pause sowieso und nachts schlafen sie damit…

Ich behaupte, dass keine andere technische Errungenschaft so auf unsere Beziehungen und das Familienleben einwirkt wie diese kleinen Apparate. Sie haben unser Leben und unsere Bräuche total verändert. Wir sind offenbar abhängig geworden von ihnen… Natürlich bleibt dann keine Zeit und Aufmerksamkeit mehr für den Kontakt nach oben, mit Gott… Ein geistliches Leben ist so nicht mehr möglich.

Wir stehen im internationalen Pater Kentenich-Jahr und richten den Blick auf ihn, der „das Ohr am Herzen Gottes und die Hand am Puls der Zeit“ hatte. Er war nicht der, der die moderne Technik „verdammte“. Aber er hat ihr den richtigen Platz zugewiesen. Er hat von Gott als Vater gesprochen, der einen Plan der Weisheit und der Liebe für mein Leben hat. Er hat von einem Gott gesprochen, der sich uns mitteilen möchte und uns Zeichen und Hinweise schickt für seinen Liebeswillen. Er hat gesagt, dass der liebe Gott selten laut spricht, sondern oft leise, und dass es Stille braucht, Aufmerksamkeit und Hingabe, um seine Stimme zu vernehmen. Er hat uns verständlich gemacht, dass Gott nie gegen uns ist, und dass es sich lohnt, sich mit ihm einzulassen, weil er uns sehr viel zu geben hat! Es ist also kein Verlust, wenn wir auf ihn hören und dem lauschen, was er uns zu sagen hat. Unser Leben wird mit ihm reicher, tiefer, erfüllter. Es bekommt Sinn und eine Aufgabe.
Weil Pater Kentenich so bewusst und aufmerksam auf die Stimme Gottes gehört hat, konnte er auch den Menschen ausserordentlich gut zuhören. Das war für alle, die zu ihm kamen, eine überwältigende Erfahrung: Er hat mich ganz aufgenommen, für ihn war nur ich da…!

Advent, Zeit zu lauschen und zu hören. Gott und die Mitmenschen.
In der Stille wurde Gott Mensch. Nur jene, die ganz aufmerksam waren, haben seine Geburt wahrgenommen. Ein so grosses Geschenk! Die anderen gingen achtlos daran vorbei. Gott gibt Antwort auf unsere tiefsten Sehnsüchte, nach Angenommen- und Beheimatet-Sein. Er öffnet mir sein Herz, wenn ich auf ihn höre und ihm Platz gebe: Zeit und Aufmerksamkeit. Das sollten wir auch unseren jungen Leuten sagen. Sie dazu einladen. Schliesslich ist Gott ein Gott der Liebe, der uns so viel schenken möchte, wenn wir uns ihm nur öffnen. Ein solches Instrument, Gottes Herz zu öffnen, ein solches Handy hatte Pater Kentenich. Oft hat er es „eingeschaltet“ und dann die Stimme Gottes vernommen. Auch in den Menschen, die zu ihm kamen. Und deshalb war er fähig, Antwort auf ihre tiefsten Sehnsüchte zu geben. So lernen wir von Pater Josef Kentenich – in diesem Jahre ganz besonders.

Liebe Frauen und Mütter, ich wünsche Ihnen von Herzen eine tief-besinnliche Adventszeit und dann das grosse Geschenk des Vaters: die Geburt seines Sohnes Jesus in Ihrem Herzen!

Mit frohem Gruss und Segen +
Ihr Pater Christoph Horn

* * * * *

Ein Sehnen findet Erfüllung

Liebe Frauen und Mütter!
Als wäre es heute, erinnere ich mich an die Adventszeit in meiner Kindheit. Der Adventskalender mit den sich täglich neu öffnenden Türchen, liessen unsere Herzen höher schlagen. Das Fest des heiligen Nikolaus war ein weiterer Bote, dass Weihnachten nicht mehr fern ist. Der Höhepunkt war dabei jedoch nicht der Besuch vom „Klaus“, vielmehr das, was er uns brachte. Schon in den Herbstferien, freuten wir uns auf die Mandarinli, Nüsse und den traditionellen „Klausbiber“. Es ist mir, als würde ich den Duft der Köstlichkeiten noch riechen und den Geschmack auf der Zunge noch spüren. Eifrig sammelten wir kleine Taten der Liebe, um so dem Christkind die harte Krippe zu einem weichen Bett werden zu lassen. Das Sehnen nach dem Weihnachtsfest stieg immer mehr, bis wir es kaum mehr aushalten konnten. Dann, an Weihnachten, da fand das Sehnen ihre  Erfüllung. Die wunderschön gestaltete Krippe, der liebevoll geschmückte Baum… ja wirklich, unser heisses Sehnen fand Erfüllung.
Aus meiner Sicht werden heute Wünsche zu schnell erfüllt. Das Warten auf etwas und die damit verbundene Sehnsucht kann nicht mehr aufkommen. Somit stellt sich auch das Glück der Erfüllung nicht mehr in diesem Masse ein. Manchmal überkommt einem ein leises Heimweh nach diesem Sehnen, das Erfüllung bringt.

Werfen wir einen kurzen Blick in die Heilsgeschichte. Das israelitische Volk wartet voller Sehnsucht auf den angekündigten Messias. Nachdem die Zeit erfüllt ist, sendet Gott seinen Sohn durch die Jungfrau Maria auf die Erde. Das Sehnen findet Erfüllung. Leider haben Viele dies nicht erkannt. Der Evangelist Johannes schreibt: „Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.“ Joh 1,9

Es ist Advent, worauf warten eigentlich die Menschen von heute? Worauf warten Sie? Tragen Sie ein Sehnen in sich, das auf Erfüllung hofft? Vielleicht gönnen Sie sich in diesem Advent etwas Zeit, um Ihrer Sehnsucht nachzuspüren.

In der Stille, können Sie die leisen Töne Gottes hören.
Dann könnte es sein, dass der Engel Gabriel auch zu Ihnen kommt mit einer Botschaft vom Himmel.
Dann könnte es sein, dass Sie wie Maria über die Worte des Engels nachdenken müssen.
Dann könnte es sein, dass Sie nachfragen wollen, wie das alles geschehen soll.
Dann könnte es sein, dass der Engel Ihre Entscheidung erwartet, um sie Gott zu überbringen.
Das alles könnte sein, wenn Sie in der Stille auf die leisen Töne Gottes hören.

Die Jahresparole, die uns durch dieses Jahr begleitet, möchte uns aufmuntern, diesen Weg einzuschlagen. Pater Kentenich ist überzeugt, dass es auf jede einzelne Person ankommt. Er bringt das zum Ausdruck, indem er sagt: „Auf dich kommt es an“. Der Knabe auf dem Bild gibt die Antwort stellvertretend für Sie und die ganze Schönstattfamilie: „Wir gehen mit.“

Eines ist sicher: Gott ist da, er sehnt sich danach in Ihr Herz zu kommen, um Sie mit seiner Gegenwart zu beschenken.

Auf dich kommt es an:
… ob du dir Stille gönnst, um die leisen Töne Gottes zu hören.
… ob du dein Herz öffnest für die Ankunft des Herrn.
… ob du dich von Ballast trennen willst, damit er Platz hat.
… ob es in deinem Herzen Weihnachten werden kann.

Liebe Frauen und Mütter!
Von Herzen wünsche ich Ihnen, dass Sie in dieser Adventszeit die Sehnsucht nach dem Erlöser tief erleben und in freudiger Erwartung Weihnachten entgegen gehen. Mögen Sie, wie Maria, die stillen Töne Gottes hören und mutig beantworten. Für das Weihnachtsfest erbitte ich Ihnen im Heiligtum die Erfüllung Ihrer Sehnsucht nach dem Heiland und Erlöser. Möge die Gottesmutter Ihr Herz als Krippe benutzen und Ihnen das göttliche Kind schenken.

In herzlicher Verbundenheit grüsst Sie herzlich
Ihre Sr. M. Beatris Lingg

Weil der Mensch von Gott ist
und wieder zu Gott will, ist er immer
ein Mensch der Sehnsucht.
J.K.

* * * * *

GEDANKEN ZUM THEMA


Das Leise hören…

Liebe Leserin!
Während der Herbstferien herrscht buntes Treiben auf unserem Spielplatz. Beim Vorbeigehen höre ich Kinder, wie sie mit Begeisterung immer wieder den gleichen Singvers von sich geben und schliesslich in Gelächter ausbrechen. Neugierig geworden, gehe ich näher. Mit Schmunzeln sehe ich, wie sie mit den Fingern in den Ohren herum marschieren und lauthals singen: „Wir haben Bohnen in den Ohren…“ – Ich mache mir meine Gedanken. Plötzlich fällt mir ein, dass meine Mutter manchmal zu mir sagte: „Häsch hüt kei Musigghör?“, das hatte dann gar nichts mit meinem wirklichen Musikgehör zu tun, denn ich war nicht unmusikalisch. Es hatte viel mehr damit zu tun, dass ich auf eine Bitte nicht reagiert habe. Es ist nämlich  ein Unterschied, ob man hört: „Bitte hilf mir beim Abtrocknen“ – oder „Komm, es gibt jetzt ein Schoggistängeli…“ Kennen Sie dieses Phänomen? Ich kenne es, und das hat bekanntlich nichts mit dem Gehör zu tun, denn bei mir funktioniert es bis heute noch einwandfrei. Das ganze hat mit einem tieferen Hören zu tun. Und dazu brauchen wir wie Johannes der XXXIII. grosse Ohren. Wieso? Die Episode verrät es Ihnen: Ein französischer Diplomat, der Papst Johannes XXIII. aus der Nähe erlebt hatte, wurde einmal gefragt, was ihn an diesem Papst am meisten beeindruckt habe. Er entgegnete geistvoll und hintergründig: Das waren seine grossen Ohren.   

Hören will gelernt sein…
Wer denkt, dass Hören einfach ist, der wird eines Besseren belehrt, sobald er mitbekommt, was beim Spiel, „Erlebnis weitererzählen“, geschieht. Das Spiel geht folgendermassen. Einige Personen befinden sich ausser Hörweite. In der Runde wird eine Geschichte erzählt. Anschliessend wird eine Person von aussen hergerufen und jemand aus der Runde erzählt nun die eben gehörte Geschichte. Der Vorgang wird wiederholt, bis alle Personen wieder in der Runde sind. Wenn Sie dieses Spiel nicht kennen, probieren Sie es aus. Wenn Sie es kennen, dann wissen Sie, was aus der anfänglich harmlosen Geschichte geworden ist. In den meisten Fällen hat sich kaum mehr etwas mit der zuerst erzählten Geschichte zu tun. Hören, zuhören will gelernt sein. Wirkliches Zuhören erfordert ungeteilte Aufmerksamkeit. Das Klingen des Windspieles, das Gezwitscher der Vögel, das Sprudeln des Baches, das Rauschen der Blätter im Winde und, und, und…, all das kann nur wahrnehmen, wer sich darauf einlässt. Wenn nun schon hier die ungeteilte Aufmerksamkeit gefordert ist, wie vielmehr dann bei Gesprächen, die Menschen miteinander führen. Momo lässt erahnen, was ungeteiltes Zuhören bewirken kann:

Momo konnte so zuhören, dass dummen Leuten plötzlich sehr gescheite Gedanken kamen. Nicht etwa, weil sie etwas sagte oder fragte, was den anderen auf solche Gedanken brachte, nein, sie sass nur da und hörte zu mit aller Anteilnahme und Aufmerksamkeit. Dabei schaute sie den andern mit ihren grossen dunklen Augen an, und der Betreffende fühlte, wie in ihm auf einmal Gedanken auftauchten, von denen er nicht geahnt hatte, dass sie in ihm steckten. Sie konnte so zuhören, dass ratlose und unentschlossene Leute auf einmal genau wussten, was sie wollten. Oder das Schüchterne sich plötzlich frei und mutig fühlten. Oder dass Unglückliche und Bedrückte zuversichtlich und froh wurden. Und wenn jemand meinte, sein Leben sei ganz verfehlt und bedeutungslos und er selbst nur irgendeiner unter Millionen, einer, auf den es überhaupt nicht ankommt und der ebenso schnell ersetzt werden kann wie ein kaputter Topf – und er ging hin und erzählte alles das der kleinen Momo, dann wurde ihm, noch während er redete, auf geheimnisvolle Weise klar, dass er sich gründlich irrte, dass es ihn, genauso wie er war, unter allen Menschen nur ein einziges Mal gab und dass er deshalb auf seine besondere Weise für die Welt wichtig war. So konnte Momo zuhören!

Pater Kentenich meint: „Es gibt viele Künstler des Sprechens, aber nicht des Hörens und Verstehens. Es gibt viele, die fangen sofort an, von sich zu erzählen, von ihren Nöten, von ihren Krankheiten, von ihren Erlebnissen, von ihren Erfahrungen. Und deswegen kommt der andere nicht dazu. Er will selber etwas sagen.“ J.K.

Ein Priester sagt nach vielen Gesprächen mit Pater Kentenich: „Pater Kentenich war mein bestes Auditorium – meine beste Zuhörerschaft. Sein Blick ging in die Tiefe der Seele, aber dieser Blickt hat nicht weh getan. Dieser Blickt hat gut getan. Es tat gut, sich von ihm anschauen zu lassen.“

Jemand anderer bezeugt: „Pater Kentenich sah in jedem das Ebenbild, das Kind Gottes. Im Umgang mit den Menschen war er „ganz Ohr“ für alles, was ihm entgegengebracht wurde. Auch das Kleinste war ihm nicht zu gering, um ihm in ungeteilter Aufmerksamkeit „das Ohr zu leihen“. Immer wenn ich bei ihm Rat suchte, fiel mir auf, mit welcher Ruhe und Aufmerksamkeit er zuhörte. Er fragte, ohne indiskret zu sein, er munterte auf, er gab Richtung und Weisung. Das alles geschah mit väterlicher Güte und grossem Wohlwollen. Für ihn war der Mensch, der vor ihm sass – mochte er sein, wer er wollte -, in diesem Augenblick der wichtigste unter allen Menschen. Dies durfte jeder erleben, der zu ihm kam oder ihm begegnete: Niemals gab er jemandem das Gefühl, „lästig“ zu sein oder ihn bei einer „wichtigeren“ Arbeit zu stören.

Pater Kentenich: Ein Horchender und Gehorchender
Weihbischof Heinrich Tenhumberg berichtet: „Ich habe niemals einen Menschen erlebt, von dem ich die Überzeugung hatte, dass er so sehr in jedem Augenblick ein Horchender, ein auf Gott Hörender und darum im Tiefsten ein gehorsamer Mensch sei.“
In einem Brief an Alex Menningen schreibt Pater Kentenich: „Wer mich bildlich darstellen will, muss es so tun: das Ohr am Herzen Gottes, die Hand am Pulsschlag der Zeit.“

Das Ohr am Herzen Gottes haben, Gottes Herzschlag zu hören und nach seinem Willen zu fragen. Den Wunsch und Willen Gottes erkennen wir, so lehrt es Pater Kentenich, in der heiligen Schrift und im Lehramt der Kirche. Die Hand am Pulsschlag der Zeit zu haben, bringt seine Überzeugung zum Ausdruck: Gott tut seinen Willen auch kund im Zeitgeschehen, in den Seelen der Menschen und im Sein der Schöpfung.

Josef Kentenich ist auch hier ein Meister. Er horcht auf den Willen Gottes und gehorcht. Heinrich Tenhumberg sagt: „… Er ist in jedem Augenblick ein Horchender, ein auf Gott Hörender und darum im Tiefsten ein gehorsamer Mensch…“ Pater Kentenich bekennt 1965 in Milwaukee: „Das ist halt ein besonderes Geschenk, das mir so in die Wiege wohl gelegt worden ist, dass ich hinter allem, was im Leben geschah, auch hinter den kleinsten Dingen, einfach immer eine Gottesbotschaft gesucht habe.“ J.K.

Liebe Leserin!
„Hörfähigkeit und Antwortbereitschaft sind Eigenschaften des an Maria orientierten Menschen“, so beschreibt es das Schönstattlexikon S. 316. Maria hört die Anfrage Gottes und antwortet mit ihrer Bereitschaft. Wir sind sind eingeladen, besonders im Advent an der Hand der Gottesmutter den Weg auf Weihnachten zu zugehen. Die Jahresparole möchte uns jeden Tag neu dazu anregen, wenn Pater Kentenich uns zuruft: Auf dich kommt es an. Mögen wir immer wieder unsere Antwort geben: Wir gehen mit… Ich gehe mit.

Dazu wünsche ich Ihnen viel Erfolg und innere Freude.
Sr. M. Beatris Lingg

* * * * *

 Weitere Artikel im Treff PUNKT Frau, 1/2018:
  • IM ALLTAG ERLEBT
    Zeitgenau
    Nachbarhilfe
    Hören und Machen

    Erstkommunikant Josef Kentenich

  • MEILENSTEINE
    Im „Kentenich-Jahr“ wird das Leben und Werk von Pater Kentenich in den
    nächsten vier Ausgaben im „Treff PUNKT Frau“ näher gebracht.
    In dieser Ausgabe seine Kindheit bis zur Priesterweihe
  • PATER KENTENICH UND DIE EUCHARISTIE
  • SIE SIND MITGEGANGEN…
    Mario Hiriart,Schönstatter Marienbruder, 1931-1964
  • MEIN AUFGERÄUMTES ICH
  • PROJEKT KROATIEN
  • EINSATZ FÜR BURUNDI
  • AUF DICH KOMMT ES AN
  • MIT EINEM LEISEN AUGENZWINKERN
  • KINDERSEITE
  • DIE LIEBEN HEIMGEGANGENEN
  • INFO – TERMINE



Lass mich eine kleine Sonne
für meine Umgebung sein,
die überall Licht und Wärme ausstrahlt.
Josef Kentenich

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Impressum Treffpunkt Frau
Zeitschrift für Frauen und Mütter, Schönstatt Schweiz
Erscheint viermal im Jahr / Jahresabonnement Fr. 20.- / PC 70-2352-0
Redaktionsteam:
Schönstatt Frauen und Mütter
Aggeler Trudi, Allenspach Monika, Buck Claudia, Elkuch Hanni, Gmür Frieda, Kipfer Marlis
Sr. M. Beatris Lingg, Neu-Schönstatt, Josef-Kentenich-Weg 1, 8883 Quarten
Tel. 081 511 61 52, Email: frauundmutter@schoenstatt.ch
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PROJEKT KROATIEN

Geschenk der Frauen und Mütter für das 2. kroatische Heiligtum. Wir freuen uns, dass in Kroatien ein 2. Heiligtum gebaut wird.

Die Frauen und Mütter haben am Leiterinnentreffen 2017 beschlossen, etwas für das neue Heiligtum bei zu steuern. So möchten wir mit unsern Spenden die 4 Fenster und die Eingangstüre bezahlen. «Über alles weitere, lassen wir Pater Horn sprechen»

Liebe Frauen und Mütter,
am 30. September 2017 war in Ivanovci (Ostkroatien) die Grundsteinlegung für das zweite Original-Heiligtum in Kroatien. Am 15. September 2018 wird die Einweihung sein. Dieses zweite Heiligtum ist die notwendige Ergänzung zum ersten Heiligtum in Mala Subotica, das ganz im Westen von Kroatien liegt und 2009 am Fest Maria Königin (22.8.) eingeweiht wurde. Das zweite Heiligtum liegt in Ostkroatien in Slawonien, 30 km westlich von Osijek. Wir haben am 31. August dafür die Baubewilligung bekommen. Wie beim ersten Heiligtum wird es nicht von einer festen Schönstattgemeinschaft (Bund oder Institut) getragen, sondern von den lokalen Mitgliedern der kroatischen Schönstattbewegung. Aufgrund der langjährigen wirtschaftlichen Misere in Kroatien, können unsere Mitglieder dort materiell nur wenig zum Bau des Heiligtums und der notwendigen Infrastruktur beitragen. So ist erneut die finanzielle Hilfe aus dem Ausland (vor allem aus der Schweiz) gefragt.

Beim Leiterinnentreffen vom 2. und 3. September in Quarten wurde entschieden, dass die Schweizer Frauen und Mütter für das neue Heiligtum die 4 Fenster und die Türe finanzieren. Die Aufwendungen dafür dürften sich um die 12’000.- Franken belaufen. So gelangen wir an Sie, mit der höflichen Bitte um materielle Unterstützung dieses Heiligtums der Schönstatt-Gottesmutter in Kroatien. Beiliegend finden Sie einen Einzahlungsschein mit dem Verwendungszweck „Kroatien“ (Spenden auf Konto 60-14377-2. Verein Auxilium, Schönstatt-Patres, Berg Sion, Horw. 6048 Horw. CH34 0900 0000 6001 4377 2). Für mich, Pater Horn, ist Ihre Spende auch eine Ermutigung für mein Apostolat in Kroatien, das im Liebesbündnis mit Maria Grenzen überschreitet. Im Namen aller Kroaten und Kroatinnen, denen das neue Heiligtum dienen wird, danke ich Ihnen sehr für Ihr offenes Herz!

Möge der gute Gott und unsere Mutter und Königin Maria Ihnen Ihre Gabe in reichem Masse vergelten!

Ihr dankbarer Pater Christoph Horn

P.S. In jedem „Treffpunkt Frau“ 2018 werde ich Sie über den Fortgang des Heiligtum-Baues unterrichten. Diesmal ein Foto von der Grundsteinlegung vom 30. September mit Erzbischof Marin Srakic.

*****

UNSER EINSATZ FÜR BURUNDI

Aus Treff PUNKT Frau 1/2018

Liebe Frauen und Mütter!
Bereits ist unser Marktstand an der Kilbi in Murg Vergangenheit. Wieder haben wir wunderschöne gebrauchte Kinderspielsachen erhalten und das Interesse unserer kleinen Kundschaft war trotz teilweise stürmischem und kaltem Wetter gross. Wunderschöne Begegnungen durften wir erfahren und auch der Erlös ist doch sehenswert, konnten wir doch an diesen zwei Tagen einen Ertrag von Fr. 1‘100.– verbuchen. Auch dieses Jahr dürfen wir dieses Geld nach Burundi spenden.

 

Sr. Emmanuela hat uns mitgeteilt, dass noch einiges an Umbauten anstehen.
Ausschnitt aus dem Brief vom August 2017:
   „ Herzlichen Dank für Ihren Einsatz für unsere Maternität. Wir sind froh darum, da neben dem fehlenden Dach noch einiges Ungeplantes zum Vorschein kam, z.B. ein Rohrbruch, sodass wir die ganzen sanitären Anlagen auswechseln müssen. Das war Pater Kentenich, der gesorgt hat, dass dies während dem Bau entdeckt wurde. Ebenfalls richten wir in einem grossen Zimmer zwei zukünftige Operationssäle ein (Trennung durch Mauer), sodass wir demnächst bei uns auch Kaiserschnitte machen können. Die elektrische Einrichtung muss neu gemacht werden, Türen eingesetzt etc…“

Liebe Frauen und Mütter!
Somit sehen Sie, dass es noch einiges zu tun gibt.
Wir werden während der Adventszeit wieder unseren obligaten Basar starten mit vielen Leckereien, Gebasteltem und Gestricktem. Wir freuen uns jetzt schon darauf und werden auch diesen Ertrag für Burundi spenden. Im nächsten „Treffpunkt Frau“ freuen wir uns, Sie wieder zu orientieren, wie alles gelaufen ist.

Nun wünschen wir Ihnen und Ihrer ganzen Familie besinnliche und gesegnete Advents- und Weihnachtstage.
Hanni Elkuch und Marlis Kipfer

…………

 

Aus Treff PUNKT Frau 3/2017

Im Treffpunkt 2/2017 haben wir Ihnen mitgeteilt, dass wir Fr. 7’500.– nach Burundi überweisen werden. In der Zwischenzeit ist das Geld in Burundi angekommen und Sr. Emmanuela hat uns nachstehenden Dankesbrief zugestellt:

Mutumba, im März 2017

Liebe Schönstattmütter,
ein ganz herzliches Vergelts Gott für Ihren grossartigen Einsatz für unsere Kranken in Burundi. Wie froh sind wir, dass wir immer wieder von Ihrem Konto schöpfen dürfen, um unseren Kranken zu helfen.
In letzter Zeit operierten in der Stadt erneut ausländische Ärzteequipen notdürftige Patienten zu einem niederen Preis. So konnten wir einige aus unserer Region operieren lassen. Die ausländischen Ärzte operieren wohl gratis, doch die Patientinnen und Patienten müssen für das Material aufkommen. Da die meisten  diesen Betrag nicht aufbringen können, übernehmen wir die anfallenden Kosten und die Patienten werden nach der Operation in unserem Hospital gepflegt.

Die Betreffenden sind jeweils überglücklich von ihrem Leid erlöst zu werden, wie zum Beispiel Patienten mit Leistenbrüchen etc.
Kürzlich kam eine Mutter mit ihrem 7-jährigen Mädchen in unsere Dispensaire (ambulante Verpflegung), das eine Augenverletzung hatte und notfallmässig in die Stadt zu einem Augenarzt überwiesen werden musste. Wir gaben der Mutter das Geld, um die Kosten beim Arzt zu bezahlen und die Medikamente zu kaufen.

Immer wieder gibt es Patienten – Kinder und Erwachsene -, die mit Arm- oder Beinbrüchen sowie anderen Beschwerden kommen und nicht das Geld aufbringen können, sich in der Stadt pflegen zu lassen, wir unterstützen sie finanziell.

Viele Mütter sind sehr dankbar, dass sie ihre Kinder in unserer ambulanten Verpflegung oder im Hospital pflegen lassen können. Häufig haben wir Kinder mit schweren Verbrennungen, Malaria, Tropenwunden, Hautkrankheiten und Lungenentzündung, die wir durch Ihre Hilfe kostenlos versorgen können. Kinder mit schweren Verbrennungen kommen oft von anderen Regionen, selbst von der Stadt her, um bei uns gepflegt zu werden. Viele müssen bis zu einem Monat in unserem Hospital gepflegt werden.

Noch etwas zum Schmunzeln: Kürzlich hat die Schwester vom Hospital entschieden, einen 8-jährigen Jungen mit einer schlimmen Tropenwunde im Spital zu behalten und die Familie zu benachrichtigen, dass die Wunde durch ambulante Pflege nicht heilen könnte. Der kleine Junge war gar nicht zufrieden, dass man ihn zurückhielt und weinend drohte er der Schwester: „Ich werde es meinem Vater sagen, der wird dich schlagen, weil du mich hier behältst.“ In der Zwischenzeit ist er aber ein strahlender Junge geworden, der stolz im Hospital herumspaziert und froh ist, dass es ihm nun besser geht.

Wie oft erleben wir, dass unsere Kranken uns voll Dankbarkeit mit ihren Segenswünschen überschütten, dass der liebe Gott es uns lohnen möge. Dann sage ich ihnen, dass sie für die Wohltäter/innen beten sollen, die ihnen diese Hilfe geschenkt haben. Dies versprechen sie dann gerne.

So danken wir Ihnen allen nochmals herzlich für Ihren Einsatz und die grosse Spende. Gerne schliessen wir Sie und Ihre Anliegen in unsere Gebete und ins tägliche Messopfer ein.
Mit dankbaren Grüssen
Sr. M. Emmanuela Ghioldi

…………
Aus Treff PUNKT Frau 2/2017

Liebe Frauen und Mütter
Auch dieses Jahr dürfen wir wieder auf einen erfolgreichen Adventsbasar zurückblicken. Dank Eurer grossen Mithilfe mit backen, basteln, Konfitüre und Sirup kochen, feinen Eierkirsch herstellen und vieles mehr, durften wir einen Betrag von Fr. 5‘826.95 verbuchen. Ein ganz grosses Vergelt’s Gott Euch allen. Zusammen mit verschiedenen Geldspenden konnten wir nun Fr. 7‘500.- an die Marienschwestern nach Burundi, für die medizinische Versorgung überweisen.
Sr. Emmanuela von Burundi hat uns einige Beispiele zukommen lassen, wie diese Spenden eingesetzt werden. Gerne geben wir Euch diese Beispiele weiter.

Röntgenbild und Tuberkulosetherapie
Ein sechzehnjähriges Mädchen kam mit seiner Mutter in unsere Dispensaire (Ambulant-Verpflegung) Das Mädchen litt unter Blutarmut, hatte sehr abgenommen und die Wirbelsäule wies eine Verkrümmung auf. Dies alles lässt Knochentuberkulose vermuten. Die Tuberkulosestelle in der Stadt arbeitet gratis, aber das Mädchen brauchte ein Röntgenbild. Die Mutter hatte schon soviel für das Mädchen ausgegeben, dass sie dafür kein Geld mehr hatte. Wir gaben ihr Geld im Wert von 10.- Schweizerfranken. Die Mutter war voll des Glückes und dankte uns herzlich. Am folgenden Tag kamen sie zurück. Das Mädchen wurde sofort unter Tuberkulosetherapie gesetzt und wird nun während zwölf Monaten gratis ihre Behandlung bei uns erhalten.

Verbrennungen
Eine Mutter von Rwanda mit ihrem 1 1/2 Jahre alten Kind, machte einen Besuch bei Bekannten in Burundi. Da die Familien bei offenem Feuer draussen kochen, gibt es oft Unfälle. Meist trifft es die Kleinkinder, die schwere Verbrennungen davontragen. So geschah es bei diesem Besuch, dass sich das Kind arg verbrannte. Sie kamen zu uns ins Spital, wo wir das Kind über einen Monat pflegten. Da die Mutter zu Besuch war, hatte sie nur das Notwendigste dabei. Sie hatte weder Geld für die Hospitalisierung, noch um das Essen zu kaufen. (In Afrika muss jeder selbst für das Essen besorgt sein, wenn er hospitalisiert wird.) Wir übernahmen in diesem Fall die Kosten für Nahrung und Pflege für Mutter und Kind. Die Mutter war uns überaus dankbar. Das Kind konnte schliesslich gesund entlassen werden.

Geld für Operation
Eine junge Frau litt unter einer Verengung der Nasengänge und hatte deswegen immer wieder schlimme Entzündungen, die zu Kopfweh und geschwollenem Gesicht führten. Die Familie hatte schon fast ihr ganzes Vermögen eingesetzt, um alle vorgeschriebenen Medikamente zu kaufen und einen Doktor nach dem anderen zu konsultieren. Schlussendlich kamen sie zu uns. Wir leiteten eine Konsultation bei einem Spezialisten in die Wege. Dieser sah, dass eine Operation notwendig war. Die Familie hatte aber kein Geld dafür. Wir schalteten eine Hilfsorganisation ein, die für die Operationskosten aufkommt. Das Honorar des Arztes ca. 300.- Schweizerfranken, müssen sie aber selber übernehmen. Dank der „Kasse der Schönstattmütter“ können wir nun der jungen Frau helfen, dass sie operiert wird.

Zuckerkrankheit
Eine besonders schwierige Erkrankung hierzulande ist die Zuckerkrankheit, besonders bei Jugendlichen. Die meisten können das Insulin nicht selber bezahlen, zudem müssen sie die Diät einhalten, die teurer ist als die üblichen Nahrungsmittel des Landes.
Letzten Monat kam Artheman völlig erschöpft zu uns. Er ist ein Jugenddiabetiker, den wir schon seit über drei Jahren unterstützen. Er ist nun 23 Jahre alt. Er war hospitalisiert im Distriktsspital. Oft leidet er unter schwerer Malaria, die seine Zuckerkrankheit total „entgleisen lässt“. Trotz seiner erneuten Malaria mit Fieber und Schwindel, legte er zu Fuss den 10 km weiten Weg zurück, um bei uns sein Insulin zu holen, denn im Distriktsspital haben sie keines. Vor drei Jahren musste er notfallmässig wegen einem Darmleiden operiert werden. Die Familie hatte viel Boden für ihn verkauft, um die Operation zu bezahlen. In der Zwischenzeit haben sie Abstand von ihm genommen, da er ihnen zu teuer zu stehen kommt. Niemand hat ihn ins Spital begleitet. Hier muss jeder Kranke seinen „Krankenwärter“ selber mitnehmen, der normalerweise ein Familienmitglied ist, für den Kranken kocht und wäscht. Artheman hatte den ganzen Tag über noch nichts gegessen, als er am Nachmittag bei uns ankam. Auf einmal fing er an bitterlich zu weinen und brach zusammen, sodass wir sofort die notfallmässigen Massnahmen ergriffen und die Ambulanz vom Distriktsspital riefen. Dem Krankenpfleger, der die Ambulanz begleitete, gaben wir etwas Geld, damit er Artheman etwas zu Essen kaufen konnte. In der Zwischenzeit ist er gesund vom Distriktsspital entlassen und kommt weiterhin sein Insulin bei uns holen. Neben Artheman sorgen wir für weitere 12 Jugenddiabetiker und 5 Erwachsene, die ihr Insulin bei uns kostenlos beziehen.

Diverse Leiden
Immer wieder sind wir froh, wenn wir Notdürftige mit Knochenbrüche, Blinddarm, Augenleiden etc., die wir überweisen müssen, finanziell helfen können. Auch etliche Patienten, die wir in der Dispensaire ambulant oder in unserem Spital verpflegen, können nicht für ihre Spitalrechnung aufkommen, sie alle sind sehr dankbar für Ihre Hilfe. Für Ihre Güte ein herzliches Vergelts Gott !!!
Sr. M. Emmanuela Ghioldi, Mutumba

                 

Liebe Frauen und Mütter!
Das eine kleine Auslese von Beispielen aus dem Alltag von Sr. M. Emmanuela und dem Spital in Mutumba. Es ist uns eine grosse Freude, mit unseren Beiträgen zu helfen, die grosse Not dieser armen Menschen wenigstens ein bisschen zu lindern.

Wir wünschen Euch allen eine gnadenreiche Fastenzeit und recht frohe Ostertage.
Hanni Elkuch und Marlis Kipfer

 

St.Gallen
Regionalleiterin: Breitenmoser Susanna, Eich 958,  9116 Wolfertswil, susanna.breitenmoser(at)bluewin.ch
Stellvertretung: Lehmann Edith, Dufourpark 9, 9030 Abtwil, edith-lehmann(at)gmx.ch

Innerschweiz
Regionalleiterin: Niderberger Hedi, Efibach 5, 6473 Silenen
Stellvertretung: Ursi Zgraggen, Erstfeld, ursizgraggen(at)bluewin.ch

Quarten
Regionalleiterin: Koch Sabine, Bergwerkstr. 7a, 7320 Sargans, es.kochhobi(at)bluewin.ch
Stellvertretung: Haueter Heidi, Sonnhalde 14c, 8547 Gachnang, heidi.haueter(at)gmx.ch

Wallis
Regionalleiterin: Gsponer Beralda, Riti 31, 3922 Stalden, gsponer-b(at)hotmail.com
Stellvertretung: Lucano Rosmarie, Naters

Gerne können Sie mit uns Kontakt aufnehmen.

Sr. M. Beatris freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Sr. M. Beatris

Schwester M. Beatris Lingg
Bildungszentrum Neu-Schönstatt, Josef-Kentenich-Weg 1, 8883 Quarten
Telefon 081 511 61 52, frauundmutter(at)schoenstatt.ch

Kontakt Homepage: annelies.schatzmann(at)gmail.com

 

 

 

 

Exerzitien 2018 – Tage der Besinnung und Stille

Für Frauen und Mütter besinnliche Tage der Stille am Walensee.

Dienstag 20. Februar (Beginn 15.00 Uhr) – Freitag 23. Februar (Schluss 16.00 Uhr)

„Auf DICH kommt es an“

Die internationale Schönstattbewegung feiert vor dem 50. Todestag unseres Vaters und Gründers ein „Kentenich-Jahr“ (15.9.2017 – 15.9.2018). Wir gehen mit und lassen uns ansprechen: vom Leben und der Persönlichkeit von Pater Josef Kentenich, von seiner Spiritualität und Pädagogik, von seiner grossen Sendung für Welt und Kirche. Dabei wollen wir nicht beim Wissen verbleiben, sondern eine innere Beziehung zu diesem geistlichen Vater entwickeln. Er wird uns helfen, unseren eigenen Weg und unser Ideal klarer zu sehen und besser zu verwirklichen. Er sendet uns und sagt jedem persönlich: „Auf DICH kommt es an !“

Leitung: Pater Christoph Horn, Sr. M. Beatris Lingg, Team Frauen & Mütter Schönstattbewegung

Kurskosten: Fr. 80.00

Pension: EZ/fl. Wasser Fr. 346.20 – EZ/Du-WC Fr. 385.20

Anmeldungen an Annagreth Linder, Neu-Schönstatt, Josef-Kentenich-Weg 1, 8883 Quarten, Tel. 081 511 61 54, sekretariat@schoenstatt.ch

Flyer mit allen Angaben für die Exerzitien 2018

Besinnungstag in der Fastenzeit für Frauen und Mütter

Dienstag 6. März 2018 in Quarten SG, 09.30 – 17.00 Uhr

Donnerstag 8. März 2018 in Horw LU, 09.30 – 17.00 Uhr

„Auf DICH kommt es an!“

Das Pater-Kentenich-Jahr (15.9.2017 – 15.9.2018) lädt uns ein, in der Vorbereitung auf seinen 50. Todestag unseren Vater und Gründer noch besser kennen zu lernen:
Sein Leben und seine Persönlichkeit, seine Lehre und seine Sendung in der heutigen Welt und Kirche. Wir wollen mitgehen und uns engagieren für das grosse Ziel: den Neuen Menschen in der Neuen Gemeinschaft zu gestalten. Dazu braucht uns Gott Vater und dazu sendet Pater Kentenich und fordert uns heraus: „Auf DICH kommt es an!“

Leitung: Pater Christoph Horn, Sr. M. Beatris Lingg, Team Frauen & Mütter Schönstattbewegung

Kurskosten: Fr. 30.00
Mittagessen: Fr. 28.00

Anmeldungen für Quarten an Annagreth Linder, Neu-Schönstatt, Josef-Kentenichweg 1, 8883 Quarten,Telefon 081 511 61 54, sekretariat@schoenstatt.ch

Anmeldungen für Horw an Luzia Eller, Gotthardstrasse 212, 6373 Silenen, Telefon 041 883 01 89, h.r.eller@bluewin.ch

Flyer mit allen Angaben zum Besinnungstag 2018

Themen von Frauen für Frauen

Deine Melodie im grossen Werk

für Frauen und Mütter
Samstag, 14. April 2018, 09.30 – 17.00 Uhr

Meine Töne – meine Melodie. Mein Ich – mein persönliches Ideal.
Ein wichtiger Part im grossen Werk. Mein Beitrag ist gewünscht, gefragt, gebraucht.
An diesem Tag machen wir uns all dies bewusst.
Bringen Sie sich ein mit ihrer Melodie, damit das Werk zum Klingen kommt.

Leitung: Sr. M. Beatris Lingg, Petra Schuh, Schönstatt Frauen & Mütter

Kurskosten: Fr. 30.00
Mittagessen: Fr. 28.00 (3 Gänge inkl. Dessert ohne Getränke)

Anmeldungen an Annagreth Linder, Neu-Schönstatt, Josef-Kentenich-Weg 1, 8883 Quarten, Tel. 081 511 61 54, sekretariat@schoenstatt.ch

Flyer mit allen Angaben für Themen von Frauen für Frauen

 

 

Schönstattfahrt 2018 für Frauen – 10. – 15. Juni 2018

 

Im Kentenich-Jahr machen wir uns gemeinsam auf den Weg und folgen den Spuren unseres Gründers. An den heiligen Stätten lassen wir uns beschenken, um das Charisma Pater Kentenichs in die Zukunft zu tragen. Unter anderem bieten wir Ihnen folgende Möglichkeiten:

  • Besuch Geburtshaus von Pater Kentenich in Gymnich
  • Schulungsheim mit Besuch der Wohnung von Pater Kentenich
  • Gebetszeit beim Gründergrab
  • Besuch und Ausführungen im Pater Kentenich-Haus
  • Schönstattzentrum Maria-Rast
  • Heilige Messe im Urheiligtum
  • Besuch der Anbetungskirche und Gebetszeit beim Gründergrab
  • Mit der Seilbahn über den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein

Wir freuen uns auf gemeinsame Wallfahrt zum Gründungsort unserer Schönstatt-Bewegung.

Reise   Wir reisen mit dem Car ab Sargans mit verschiedenen Zusteigemöglichkeiten
Unterkunft   Bildungsstätte Marienland, Berg Schönstatt , DE-56179 Vallendar
Leitung   Sr. M. Beatris Lingg, Team. Priesterliche Begleitung: Pater Christoph Horn
Kosten   Für sämtliche Carfahrten, Seilbahn und Vollpension, EZ Dusche/WC Fr. 758.- / DZ Dusche/WC Fr. 710.- / EZ fliessend Wasser/WC Fr. 728.-

Auskunft und Anmeldung   Rita Bärtsch, Markthallenstrasse 16, 7320 Sargans, Tel. 081 733 21 71, rita.baertsch@bluewin.ch

Flyer mit allen Informationen

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Mutter ist eine Perle

 

Eine FRAU - eine MUTTER eine PERLE?!

Frauen erleben sich in der Gesellschaft und Familie immer wieder in verschiedenen Rollen. Sie werden gefordert in der Rolle als Frau, als Partnerin und als Mutter oder mütterliche Frau. Schöne, aber nicht leichte Aufgaben. Bei diesen täglichen Herausforderungen können wir Sie unterstützen und fördern. Angebot für Frauen- & Müttervereine oder andere Frauengruppen (ab 8 Personen) sowie einzelne Frauen und Mütter. Das Angebot kann in Ihrer Pfarrei oder für Ihren Verein durchgeführt werden.
Leitung – Anfragen

Sr. M. Beatris Lingg, Quarten
  • dipl. Kindergartenlehrkraft mit 8 Jahren Berufserfahrung; 8 Jahre Kinder- und Jugendarbeit;
  • Weiterbildungen in Pädagogik, Psychologie und Methodik;
  • seit 2000 Erwachsenenbildung mit Frauen.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer Perlen-Abende

Führungsseminar

Führen - gewusst wie Können macht Spass!

Führen – gewusst wie
Können macht Spass!

Leiden oder leiten? – Können macht Spass!

Als Frau und Mutter habe ich in der heutigen Zeit einiges zu bieten. Öfters frage ich mich: Wie bringe ich das an die Frau, an den Mann? Wie kann ich mich in die Gesellschaft einbringen? Füllen Sie Ihren „Rucksack“ mit verschiedenen Kompetenzen, die es Ihnen erleichtern, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen.

Seminar für Frauen Führungsstile, Gruppenleiten, Pädagogik

Das Seminar kann in Ihrer Pfarrei oder für Ihren Verein durchgeführt werden.

Leitung und Anfragen

Sr.M.Beatris Lingg, Quarten

  • dipl. Kindergartenlehrkraft mit 8 Jahren Berufserfahrung; 8 Jahre Kinder-und Jugendarbeit;
  • Weiterbildungen in Pädagogik, Psychologie und Methodik;
  • seit 2000 Erwachsenenbildung mit Frauen

Weitere Infomationen im Flyer Führungsseminar für Frauen

 

Adventstagungen 2017

In der Adventsfeier betrachten wir parallel die Wege von Maria, der Mutter Gottes, Pater Kentenich und der heutigen Menschen unter den Stichworten Schwangerschaft – empfangen, vaterlos- heimatlos, Glaubensdunkel – Glaubenslicht und Vollendung. Auf dich kommt es an!
Auf mich kommt es an, aber ich bin nicht allein, ich darf auf die Gnaden des dreifaltigen Gottes vertrauen. Gott kümmert sich um mich ganz persönlich. Dort wo ich bin, habe ich eine Sendung: Durch mein Leben andere Menschen zum himmlischen Vater zu führen.

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Krönchen heute schon gerichtet? Tagung vom 1. April 2017

Auch auf die Gefahr hin, einem 1. April-Scherz auf den Leim zu gehen, trafen sich gegen 20 Frauen zur Tagung: „Krönchen heute schon gerichtet?“ Alle Teilnehmerinnen hatten sich vom Thema ansprechen lassen und waren gespannt, was sich hinter diesem Titel verbarg.

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