Wir erklären Schönstatt mit ein paar Zeilen…

Ein Ort

Schönstatt ist ein Ortsteil von Vallendar bei Koblenz, Deutschland (ca. 100 km südlich von Köln am Rhein gelegen). Am 18. Oktober 1914 schließen Pater Kentenich und einige Jugendliche in einer kleinen Kapelle ein „Liebesbündnis“ mit Maria.

Ein neuer Wallfahrtsort entsteht. Heute pilgern Menschen aus aller Welt dorthin. Weltweit gibt es rund 200 Nachbildungen dieser ersten Kapelle, des „Urheiligtums“.

Ein Weg

Schönstatt ist ein Weg in der heutigen Zeit das Christsein zu leben. Im Bündnis mit Maria und untereinander geht der Weg hin zu Christus und durch ihn zu Gott, unserem Vater. Schönstatt will mitbauen an einer Kultur der Liebe und setzt sich für eine christliche Gesellschaftsordnung ein.

Im ökumenischen „miteinander auf dem Weg“ hat sich Schönstatt mit anderen Bewegungen und Gemeinschaften in Europa zusammengeschlossen, um gemeinsam christliche Anliegen zu vertreten.

Ein Gründer: Pater Josef Kentenich

  • 1885 Geburt in Gymnich bei Köln
  • 1904 Eintritt in die Gesellschaft der Pallottiner
  • 1910 Priesterweihe, Lehrer in Ehrenbreitstein
  • 1912 Spiritual in Vallendar-Schönstatt
  • 18.10.1914 Gründung Schönstatts
  • 1941-1945 Gefangener der Nationalsozialisten im Gefängnis Koblenz und im Konzentrationslager Dachau
  • 1946-1949 Auslandsreisen
  • 1951-1965 Aufenthalt im Exil in Milwaukee, USA
  • 1965-1968 letzte Lebensjahre in Schönstatt
  • 15.09.1968 Tod in der Dreifaltigkeitskirche, wo er auch beigesetzt wurde

Eine Bewegung

Schönstatt ist eine internationale Bewegung in der katholischen Kirche. Eine geistliche Familie von Frauen, Männern, Familien, Priestern, Jugendlichen und Kindern.

In über 90 Ländern sind mehrere Millionen Menschen in Kontakt mit Schönstatt. In der Schönstattbewegung gibt es verschiedenste Möglichkeiten mitzumachen. Menschen, die locker mit Schönstatt verbunden sind, werden zur „Volks- und Wallfahrtsbewegung“ gezählt.

In der „Liga“ sammeln sich Menschen, die bewusst aus der Spiritualität des „Liebesbündnisses“ leben möchten. In den „Bünden“ gibt es feste Gruppen. Die Mitglieder treffen sich regelmässig zu Austausch und Inspiration. Die „Verbände“ sind ordensähnliche Gemeinschaften in der kirchenrechtlichen Form der „Säkularinstitute“.

Spiritualität

Die Kernbotschaft der Heiligen Schrift vom Gott der Liebe, der den Menschen immer neu seinen Bund anbietet, ist ein zentrales Element der Spiritualität Schönstatts. Die Heilsgeschichte bezeugt viele solcher Bündnisse. Ihren Gipfelpunkt finden sie im „Neuen Bund“, im Tod und in der Auferstehung Jesu Christi. Gott bietet diesen Bund der Liebe jedem Menschen an. Im Taufbündnis sagen wir unser „Ja“. Maria kann uns dabei Vorbild sein. In ihr sehen wir den Menschen, der sich ganz für Gott öffnet und im Bund mit ihm lebt. Wie Maria und mit ihr im Liebesbündnis verbunden, wollen wir neue Menschen werden, die aus der Grundkraft der Liebe leben.

Schönstatt ist entstanden durch aufmerksames Achten auf  die Zeichen Gottes und mutiges Eingehen auf seine Wünsche. Der Glaube an den Gott des Lebens und der Geschichte, prägt das Leben der Bewegung. Dafür hat sich in der Schönstattbewegung die Praxis der sogenannten Spurensuche herausgebildet: es geht darum die Zeichen der Zeit neu lesen zu lernen in den Dingen, Ereignissen und Begegnungen. Gottes Wünsche entdecken und ihm eine Antwort der Liebe geben. Ein zeitgemäßer Weg der Heiligkeit im Alltag.

Wie Jesus seine Jünger gesandt hat, so erwählt er auch heute Menschen, die das Evangelium in die Welt tragen. Gott braucht die Menschen als seine MitarbeiterInnen an der Schöpfung und an einer guten Welt. Die Kurzformel für das Liebesbündnis greift diesen Gedanken auf: Nichts ohne dich – nichts ohne uns. Alle, die das Bündnis schließen wollen Apostel sein für die heutige Zeit und an dem Platz, wo sie stehen ihr „Apostolat“ pflegen: in Familie und Beruf, in der Pfarrei oder in anderen apostolischen und sozialen Projekten.

Pädagogik

Schönstatt ist ein spiritueller Weg, der wesentlich vom pädagogischen Anliegen geprägt ist. Die Frage lautet: Wie kann Glaube heute gelebt werden? Fünf pädagogische Haltungen sind Grundlage für das Leben und Handeln der Schönstätter: Wir glauben, dass jeder Mensch einmalig von Gott geschaffen ist. In „Freiheit“ und „Eigenverantwortung“ kann der Mensch seinen Weg im Leben finden und seine Berufung entfalten. Als gereifte Persönlichkeit übernimmt er Verantwortung an der christlichen Weltgestaltung und lebt so sein „Persönliches Ideal“.

Wo Einzelne und Gruppen wachsen und sich entfalten möchten, braucht es Vertrauen. In einer Atmosphäre der gegenseitigen Wertschätzung und des Wohlwollens entfaltet sich das Leben, Neues wächst.

In der heutigen Zeit ist der Mensch herausgefordert seine Beziehungen bewusst zu gestalten. Dazu hat sich in Schönstatt eine „Beziehungs- und Bindungspädagogik“ entwickelt. Die Beziehungen zu Menschen, Orten, Dingen, Ideen und Werten wollen immer wieder in Blick genommen und gepflegt werden.

Das Bündnis Gottes mit uns Menschen soll nicht nur auf einer persönlichen Ebene bleiben, sondern sich in eine „Bündniskultur“ ausweiten. Schönstätter sind „Netzwerker“ auf allen Ebenen. Glaube und Leben, Alltag und Feiertag, Mensch und Gott, Einzelne und Gruppen, usw. sollen miteinander in Beziehung treten und so ein Mehr an gelungenem Leben ermöglichen.

Die Schönstatt Bewegung entstand weil Initiativen und Engagement Raum bekamen und gefördert wurden.  Eine „Bewegungspädagogik“ schaut auf das, was lebt und greift es auf, führt es weiter. Wo Menschen zusammen auf dem Weg sind, da gibt es auch Konflikte und Spannungen. Oft liegen dort verborgene Kräfte, die nutzbar gemacht werden wollen.

Zahlen der Schönstatt Bewegung Schweiz

Im Jahr 2011 wurde in allen Gliederungen der Schönstatt Bewegung eine Umfrage gemacht. Dabei wurden auch die „Mitgliederzahlen“ aufgenommen.

Da das Schönstattwerk eine Bewegung ist, ist zu beachten, dass est es nur bei den „Bünden“ und „Verbänden“ genaue Zahlen gibt. Die Ligagliederungen, bei den Wallfahrern und beim Pilgerheiligtum gibt es keine „Mitgliederlisten“. Es hängt vom Einzelnen ab, ob er sich zur Bewegung zugehörig zählt oder nicht. Dort sind es also Schätzungen.

Umfrageergebnisse 2011

Ligagliederungen Personen
Krankenliga 70
Familienliga 740
Frauen und Mütter 600
Männerliga 30
Frauenliga 40
Jungs 170
Mädchen/junge Frauen 200
Summe Liga 1850
Bünde
Männerbund 25
Frauen- und Mütterbund 25
Frauenbund 10
Familienbund 16
Priesterbund 11
Summe Bünde 87
Verbände (Säkularinstitute)
Marienschwestern 68
Schönstatt-Patres 34
Institut der Familien 18
Frauen von Schönstatt 25
Summe Verbände 145
Zwischentotal (Liga, Bünde, Verbände) 2082
Volks- und Wallfahrtsbewegung
Menschen verbunden mit Schönstatt 2700
Kursteilnehmer 500
Summe Volks- und Wallfahrtsbewegung 3200
Total inklusive Volks- und Wallfahrtsbewegung 5282
Projekt „unterwegs zu dir“ Pilgerheiligtum                          Anzal Kreise
deutsch
französisch
italienisch
spanisch
polnisch
portugisisch
kroatisch
418
33
32
57
11
9
23
Total 583
pro Kreis besucht das
Bild ca. 10 Haushalte

Der rechtliche Träger der Finanzen der Schönstatt Bewegung der Schweiz ist der „Förderverein Schönstattbewegung Schweiz“. Zu diesem Verein gehören die Mitglieder des Teams des Bewegungsleiters und weitere, die verschiedene Aufgaben übernehmen.

Die Gelder der Bewegungskasse (gespeisst vor allem aus ISWS, der Interessensgemeinschaft der Schönstatt Bewegung Schweiz) werden auf folgendem Konto verwaltet:

Förderverein Schönstatt Bewegung Schweiz
6048 Horw
PC 60-320296-6
IBAN CH12 0900 0000 6032 0296 6

Die Gelder für die Medienarbeit der Schönstatt Bewegung der Schweiz (Schönstatt INFO, Homepage usw.) laufen über folgenden Konto:

Förderverein Schönstatt Bewegung Schweiz
Medienarbeit
6048 Horw
PC 60-600810-1
IBAN CH34 0900 0000 6060 0810 1

Möchten Sie einen oder beide Bereiche der Bewegung unterstützen, können Sie gerne eine Spende machen. Bitte Vermerk „Spende“ angeben.

Kassier des Vereins und Kontoführung dieser Konten:
Markus Infanger, Winterthur
abo.verwaltung@schoenstatt.ch

Logo-ISWS

Die ISWS unterstützt die Schweizer Schönstatt Bewegung finanziell. Auf der Webseite der ISWS erfahren Sie mehr über ihr Engagement: www.isws.ch

Schönstatt-Email-Adresse

Webmail

Über mail.schoenstatt.ch gelangt man zum Webmail von schoenstatt.ch.

Eigene schoenstatt.ch-Adresse

Sie haben die Möglichkeit eine eigene schönstättische Email-Adresse in der Form vorname.nachname@schoenstatt.ch für jährlich Fr. 30.– zu besitzen. Mit diesem Betrag unterstützen Sie automatisch auch das Projekt „Internet Schönstatt Schweiz“. Die Anmeldung ist verpflichtend. Dieser Service wird vorerst für Mitglieder der Schweizer Schönstatt Bewegung angeboten.

Mit Ihrer eigenen Schönstatt E-Mail Adresse können Sie überall auf der ganzen Welt Ihre elektronische Post abrufen. Unabhängig von Zeit und Ort haben Sie jederzeit Zugriff auf Ihre E-Mails.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: webmaster@schoenstatt.ch

Wir freuen uns, wenn wir auch für Sie eine schönstättische Email-Adresse einrichten dürfen.

Hier können sie den Info-Flyer herunterladen: Flyer Was ist Schönstatt?

Miteinander auf dem Weg

Logo Miteinander für EuropaIm „Miteinander auf dem Weg“ (so genannt in der Schweiz), bzw. im „Miteinander für Europa“ (Name für die europäische Initiative) engagieren sich die neuen geistlichen Gemeinschaften und Bewegungen auf ökumenischer Ebene. In ihrer Vielfalt versuchen sie gemeinsam einen Weg zu gehen und Gesellschaft zu gestalten. Wir als Schönstatt Gemeinschaft Schweiz gestalten diesen Weg aktiv mit.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf der Internetseite von Miteinander auf dem Weg Schweiz und Miteinander für Europa.

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