Liebe Schönstätter und Schönstätterinnen, liebe Freunde der Schönstatt Bewegung, liebe Interessierte

Wir befinden uns in einer «ausserordentlichen Lage» und was das heisst und was das in der jeweiligen Situation bedeutet, sagt uns immer wieder neu der Bundesrat. Ja wir befinden uns in einer besonderen Zeit. Wer hätte noch vor einigen Monaten gedacht, was auf uns zukommt. Die Betroffenheit ist sehr verschieden, aber diese Situation prägt unsere ganze Gesellschaft. Für andere, vor allem ärmere Länder, ist es noch viel schwieriger. Wir fragen – als Schönstätter sollen wir das auch – , was Gott uns durch diese Situation sagen möchte. Worauf will er uns aufmerksam machen? Mich ganz persönlich, unsere Gesellschaft, die Kirche, unsere Bewegung? Vieles hat uns diese Zeit schon gelehrt: Die Endlichkeit des Lebens auf dieser Erde ist in der Gesellschaft wieder ein Thema. Das Hausheiligtum hat stark an Bedeutung gewonnen. Es wurde offensichtlich, dass unser Glauben neben der gemeinschaftlichen Dimension, die persönliche Verwurzelung braucht, dass Kirche und Liturgie auch zu Hause allein oder in der Familie, wichtig ist und gepflegt werden soll. Es sind auch verschiedene Initiativen in dieser Zeit in der internationalen Bewegung entstanden: Verschiedene Krönungen der Gottesmutter mit der Bitte um Schutz und Begleitung, wie es P. Kentenich, der Gründer Schönstatts, selber in der Notzeit des 2. Weltkriegs getan hat. Oder es sind neue Formen der Kontaktaufnahme in Gruppen und Gemeinschaften entstanden. Auch das miteinander Gottesdienst feiern über die Distanz mithilfe der neuen Medien ist eine neue Erfahrung. Bestärken wir einander auf diesem nicht einfachen Weg. Halten wir Kontakt, in dieser Zeit mehr persönlich als gemeinschaftlich. Verstärken wir unsere Verwurzelung und gestalten und prägen wir Klima: FEST VERWURZELT – KLIMA WANDELN.

P. Raffael Rieger (Bewegungsleiter)