1.Lagertag, Montag 06.07.2020

Nach einer langen und teils chaotischen Anreise sind wir mit ein bisschen Verspätung in unserem
Lagerhaus eingetroffen. Natürlich macht eine solche Zugfahrt hungrig. Als es dann endlich hiess, dass
das Zvieri parat sei, stürmten die Mädchen zum Büffet. Es gab zwei super feine Kuchen und
Apfelschnitze. Plötzlich stand ein Bauer mit seiner Frau vor uns. Sie erklärten uns wer sie sind und
gaben uns freundlicherweise eine Tour durch unser Lagerhaus. Natürlich braucht ein Lager auch
einen Ruf, der uns alle zum Schweigen bringt, falls es mal ein bisschen laut zu und her geht. Die
Leiterinnen rufen dann laut in die Runde «Bremer Stadtmusikanten» und die Mädchen machen in
ihrer zugeteilten Gruppe ein Geräusch und eine Bewegung eines Tieres. Danach sollte es still sein.
Das wichtigste haben sie sich für den Schluss aufbewahrt. Das Lagerlied, welches uns durch das ganze
Lager begleiten wird. Danach folgte der Zimmerbezug. Als sich die Mädchen in ihren Zimmern
eingerichtet hatten, kamen sie auf der Wiese vor dem Lagerhaus. Dort trafen sie auf die
Bremerstadtmusikaten, den Esel, den Hund, die Katze und der Güggel. Doch leider geht es ihnen
nicht besonders gut, denn sie sind schon alt und schwach. Sie brauchen unbedingt Hilfe der Kinder.
Mit verschiedenen Posten konnten die Mädchen den armen Tieren super helfen und ihnen ein
bisschen Arbeit abnehmen. Währenddessen waren unsere Köchinnen Marina und Nina damit
beschäftig uns ein super feines Znacht zu zubereiten. Nach dem Essen hatten die Mädchen Zeit für
ihren Wichtel etwas Schönes zu basteln oder ein liebes Briefchen zu schreiben. Um acht Uhr
besammelten wir uns alle wieder auf der Wiese für ein abenteuerliches Geländespiel. Unsere lieben
Tiere haben Angst, denn ihre Besitzer wollen sie nicht mehr haben, weil sie schon alt und gebrechlich
sind. Die Aufgabe für die Mädels ist es also die Tiere in Sicherheit zu bringen.
Für uns alle war es ein langer und aufregender Tag. Wir lernten viele neue Leute kennen und haben
vielleicht schon Freundschaften geschlossen. Mit einem besinnlichen Abendgebet in unserer
Hauskapelle, schlossen wir den ersten Tag unseres Lagers mit der Muttergottes ab. Wir freuen uns
auf morgen.

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2.Lagertag, Dienstag 07.07.2020

Heute haben wir den Tag mit einem kleinen Spaziergang zu Maria und einem Morgengebet gestartet. Anschliessend gab es Frühstück und die Kinder haben sich für die erste Gruppenstunde bereit gemacht. Am heutigen Tag hat sich alles um unsere Augen gedreht. Wie wir die Welt und vor allem andere Menschen und unser Umfeld wahrnehmen. Bald haben wir gemerkt, dass wir mit den Augen viel mehr können als «nur» sehen. Sie sind das Fenster zu unserer Seele und unserem Herzen. Nach der Gruppenstunde haben wir alle gemeinsam das Angelus-Gebet gebetet. Danach gabe es leckeres Mittagessen. Auf dem Menüplan stand heute  «Riz Casimir».
Der Nachmittag startete mit ein bisschen Freizeit, sprich Handy – Bastel- oder Spielezeit. Danach ging es zum Sport. Auf einer grossen Wiese haben wir alle gemeinsam Brennball gespielt. Die Gruppen waren sehr ausgeglichen und deshalb blieb es bis zum Schluss spannend. Nach dem Sport sind wir definitiv hungrig. Zeit für ein leckeres zVieri. Nach der Himbeercreme ging es ab in die Schlacht, also natürlich Wasserschlacht 🙂  Auf der schnellen Wasserrutsche konnten sich alle austoben. Bald waren die meisten nicht nur mit Wasser, sondern auch mit Dreck übersät. Die einst schöne, grüne Wiese wurde zum Matsch-Tümpel. Also definitiv Zeit für eine, zum Glück warme, Dusche. Frisch geduscht und endlich wieder sauber, gab es eine kurze Beicht-Einführung. Nach kurzer Beichtvorbereitungszeit gab es ein feines und gesundes Z’Nacht. In die Pfarrkirche von Eischoll spazierten wir als nächstes hin. Dort liessen wir den Tag mit einer wunderschönen Anbetung und Beichtgelegenheit ausklingen. Auf dem Rückweg konnten wir den Sonnenuntergang zwischen den Walliser Bergen bestaunen. Wir hatten einen tollen Tag und freuen uns ganz fest auf morgen. 

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3.Lagertag, Mittwoch 08.07.2020

Den Start in den Tag ist uns mit dem Morgengebet super gelungen. Nach einem leckeren Zmorgen mit einem noch feineren Birchermüesli, ging es für uns alle ans Basteln. Wir durften eine Trommel aus einem Töpfchen für unseren Wichtel basteln, als Dankeschön für die großartigen Wichtelgeschenke. In der Hälfte des Morgens wechselten wir und konnte ein kleines Tierchen basteln und danach schön anmalen. Wie eigentlich immer ging die Zeit super schnell vorbei und kaum haben wir angefangen zu basteln musste wir schon wieder aufräumen. Das Zmittag war wie immer eins A.
Nach den Ämtli gab es zuerst für die älteren Mädchen eine Einführung ins Freundschaftsbündnis. Die Jüngeren konnten mit einigen Leiterinnen tanzen. Danach gab es einen fliegenden Wechsel. Plötzlich standen der Hund und die Katze vor den Kindern. Da sie immer wieder Sorgen und Probleme haben, haben sie sich überlegt einen Postenlauf für die Mädels zu organisieren, so dass ihnen nicht das gleiche passiert wie ihnen. Die Kinder lernten, wie man ein Zelt aufstellt, Knoten knüpft, wie man eine Karte liest und erhielten einige Inputs zur Ersten Hilfe. Die eigentlichen Lektionen, wie
aufeinander hören, einander helfen und unterstütze oder Freundschaften knüpfen waren in den
Posten «versteckt». Nach einem aufregenden Nachmittag, wo wir sehr viel Neues und Nützliches
gelernt haben, gab es Grillade draussen in der Natur. Darauf folgte ein gemütlicher Abend am
Lagerfeuer mit singen und Gitarren spielen. Doch auf ein Mal hörten wir lautes Gekreische. Die Bremerstadtmusikaten hatten anscheinend streit miteinander. Es artete sogar so schlimm aus, dass die Polizei kommen musste und die Tiere mitnehmen musste. Sie mussten in den Zoo gebracht werden. Natürlich wollen wir sie befreien. Doch wir glauben das wird nicht so einfach. Aber wir schaffen das. Bis morgen.__________

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4. und 5. Tag,  Zwei Tages Wanderung:
Donnerstagmorgen machten wir uns mit Sack und Pack auf den Weg nach Raron. Dort begaben sich
die älteren Kinder und die jüngeren Kinder getrennt auf die Wanderung. Während die älteren Mädels
ein kleines Gämsi sahen, sangen die Jüngeren lustige Wanderlieder um die Kinder motiviert zu
behalten:) Beide Gruppen trafen auf die Bremerstadtmusikanten. Leider kamen diese wegen des
üblen Streites in den Zoo und mussten dort eine Nacht verbringen. Sie sagten uns, es sei sehr
schlimm und das Essen sei überhaupt nicht lecker. Darum setzten wir uns zum Ziel, die Tiere zu
befreien und sie wieder zurück zu uns zu bringen. Um ca. 16:00 Uhr trafen wir völlig erschöpft und
müde beim Schönstatt-Zentrum in Brig ein. Nach einem stärkenden Zvieri ging es ans Berliner
aufstellen. Zum guten Glück waren die Kinder am gestrigen Postenlauf aufmerksam. So hatten wir
nicht allzu lange und alle Zelte waren aufgestellt. Vor dem Znacht besuchten wir Maria und Jesus im
Heiligtum. Man sagt, wenn man das erste Mal ein Heiligtum betritt, hat man drei Wünschen zur
Verfügung und so überlegten sich einige Mädchen ihre Wünsche. Hoffen wir, dass sich diese erfüllen.
Nach einem leckeren Spaghetti Plausch hiess es, Schuhe anziehen, Pulli mitnehmen und lange Hosen
anziehen, denn es gibt ein Geländespiel. Wir haben den Tieren schliesslich versprochen sie zu
befreien und genau das wollten wir mit diesem Spiel erreichen. Nach einer Stunde hatten wir es
geschafft. Die Hinweise führten uns zu den Tieren und wir konnten sie befreien. Sie erklärten uns,
dass sie einiges über sich selbst und ihre Stärken und Schwächen gelernt hatten. Jeder hätte Sachen,
die er gut könne und auch Dinge, die man eben nicht so gut kann. Es wäre schliesslich komisch würde
die Katz am Morgen so laut schreie wie der Hahn. Eine Katze hat eben andere Qualitäten als ein
Hund oder ein Esel. Nach einem langen und aufregenden Tag fielen wir alle dankbar und müde in
unser Zelt.
Am nächsten Tag wurden wir von der aufgehenden Sonne geweckt. Nach dem Morgengebet stärkten
wir uns für den Tag. Wir alle waren super aufgeregt, denn das Freundschaftsbündnis stand an. Es
zeigt die besondere Freundschaft zu Maria. Nach dem Zmittag hatten wir die Möglichkeit mit einer
Schnitzeljagt Brig ein bisschen besser kennenzulernen. Dann hiess es auch schon wieder Tschüss Brig,
Hallo Eischoll. Völlig verschwitzt und klebrig von der ganzen Sonnencremeschichten, kamen wir in
unserem Lagerhaus an. Dort ging es für alle erstmals unter die Dusche. Frisch geduscht und mit neuer
Energie gab es eine feine Schoggicreme. Nach dem Zvieri gab es endlich die langersehnte Lädeliziit
und die Mädchen hatten Zeit etwas zu chrömlen. Noch während des Abendessens brach ein
Sommergewitter aus und kühlte das Wallis und somit auch Eischoll schön ab. Für die kleinen gab es
einen gemütlichen Lottoabend mit tollen Preisen. Die älteren Mädchen hatten die Möglichkeit an
einem spannenden Diskussionsabend teilzunehmen. Ein Tag mit vielen neuen Eindrücken geht zu
Ende. Wir freuen uns auf morgen.

 

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Tag 6, Samstag 11.07.2020 

Die Kinder wurden heute mit einer kleinen Morgen-Dance-Party geweckt. Nach dem Morgenessen durften wir in den Gruppenstunden Maria besser kennen lernen. Wir wollen so handeln, wie sie gehandelt hätte, denn wir sind alle Marienapostel. Jeder von uns hat Stärken und Schwächen und jeder ist dadurch einzigartig. In dieser Gruppenstunde gab es zusätzlich verschiedene Diskussionsrunden über Fragen, welche den Mädchen auf den Herzen lagen. Vor dem Zmittag beteten wir das Angelus Gebet. Um für die guten Gaben zu danken, haben zwei unserer Leiterinnen ein neues Dankeslied zusammengestellt.  Das Zmittag war, wie immer, sehr fein. Nach den Ämtli trafen wir uns auf der Wiese, um ein Geländespiel zu spielen. Das Ziel des Geländespieles war es, Tiere zu sammeln. Diese konnte man sich mit verschiedenen Aufgaben erspielen. Die Spiele forderten nicht nur die Bewegung, sondern auch das Geschick der Kinder heraus. Dank unserem guten Gruppenzusammenhalt meisterten wir die Aufgaben jedoch mit Bravour.  Während dem Geländespiel, blieben ein paar fleissige Leiterinnen im Lagerhaus und starteten mit dem Bedrucken der Schutzmanteltücher. Passend zum Thema wurden natürlich Esel, Hund, Katze und Güggel auf das Tuch gedruckt.  Rennen und Spielen macht hungrig. Deshalb gab es nach dem Geländespiel zuerst mal ein leckeres Zvieri. Um uns bei den vielen Lagersponsoren zu bedanken, unterschrieben wir alle die selbstgestalteten Dankeskarten. Ebenfalls blieb Zeit für eine kleine Feedbackrunde. Nachdem wir noch ein paar Mal das Lagerlied angestimmt hatten, ging es leider schon ans Kofferpacken. Nach dem Abendessen lagen ein paar knifflige Team-Challenges vor uns. Mit viel Spass und grossen Lachern konnten wir den letzten Abend in Eischoll geniessen. Wir freuen uns auf den morgigen Abschlussgottesdienst, welcher von unseren Mädchen mitgestaltet wird. Nach dem Gottesdienst heisst es ab ins Bähnli und auf nach Hause. Wir durften eine wunderschöne Lagerwoche in Eischoll erleben. Viele neue Freundschaften wurden geknüpft und schöne Erinnerungen, welche uns hoffentlich noch lange bleiben, sind entstanden.  Ein grosses Danke an alle und auf ein baldiges Wiedersehen.
Eure MJF Schweiz 🙂