21 Familien/Einzelpersonen von Gossau sind bereit, die Pilgernde Mutter von Schönstatt im Jahr 2021 zweimal eine Woche zu beherbergen. Sie bilden eine Gebetskette, die sich besonders einsetzen will für die Erstkommunikanten und Firmanden dieses Jahres.

Der 17. Dezember 2020 wurde zu einer besonderen Feierstunde ─
Bündnismesse und Aussendung eines Pilgerheiligtums auf dem Friedberg, Gossau SG

Wegen der Corona-Pandemie wird die Feier in die Pallottikapelle verlegt. Gestaltet ist sie von

P. Josef Hälg, Schönstatt-Pater, und Edith Lehmann, Schönstatt-Müttergruppe, unter dem Gedanken:
Klima wandeln – Staunen – Danken.

Auf Grund der grossen Probleme, wie Kriege und Umweltkatastrophen, stellen wir uns die Frage, was uns noch hält. Paulus sagt, «Ich danke dem, der mir Kraft gegeben hat, Jesus Christus» und P. Kentenich ergänzt, «Vertraut in allen Lagen blind, auf Maria, die Wunderbare und ihr Kind».

Die schlichte Messfeier wird mit Gebeten, Texten, Fürbitten und dem Wallfahrtsgebet gestaltet und zum Abschluss begeben wir uns ins Heiligtum zur Weiheerneuerung. Hier wird das Pilgerheiligtum gesegnet und geht im Januar auf den Weg zu den Menschen, die sich in der «Gebetskette» unserer Pfarreien eingeschrieben haben.

P. Josef Hälg sagt: Wenn die Leute in der jetzigen Pandemie nicht hierherkommen können, dann kommt die Mutter Gottes zu ihnen! Und dadurch wird sie zur pilgernden Mutter Gottes! Und so wiederholt sich auf geheimnisvolle Weise, was Maria damals gemacht hatte, als sie aufbrach, um ihre Verwandte Elisabet zu besuchen. Und Maria begrüsste Elisabet: «Und es geschah, als Elisabet den Gruss Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Schosse, und Elisabet ward erfüllt vom heiligen Geist.» Wir dürfen gläubig annehmen, dass auch heute gleichsam durch den Gruss Marias jede Familie gesegnet wird und der Heilige Geist die Herzen berühren kann und auf ihre Fürbitte Wunder der Gnade wirkt im Sinne der Wallfahrtsgnaden, aber auch noch darüber hinaus! Maria ist Mutter aller Menschen und oft als Knotenlöserin tätig, wenn wir bedenken, wie manchmal in den Familien Unversöhnlichkeit, Neid, Streit und Lieblosigkeit herrschen.

Mit der Aussendung des Pilgerheiligtums beschliessen wir den Besuch im Schönstatt-Kapellchen und bitten, Maria möge besonders die Herzen der Erstkommunikanten und Firmanden berühren.

Ergänzung:
P. Josef Hälg beschreibt seine persönlich gemachten Erfahrungen mit dem Projekt «Pilgerheiligtum»:
«Als ich im Sommer 1988 in Südamerika weilte und wir die Gelegenheit hatten, die von Diakon João Pozzobon (Brasilien) begonnene Initiative der pilgernden Mutter Gottes kennenzulernen, erfuhr ich, dass die Schwestern und einige Laien 1950 die Menschen mit dem Heiligtum als Gnadenort in Berührung bringen wollten. Da aber viele zu weit vom Heiligtum in Santa Maria entfernt wohnten und ihnen die Finanzen zum Reisen fehlten, kam man auf die Idee, Kopien des Gnadenbildes in der Form des Heiligtums machen zu lassen. Diese Bilder wurden dann, vom Heiligtum aus, zu den Familien gebracht. Vorerst war dies nur während dem Marienmonat geplant. João Pozzobon erkannte aber durch seine Besuche den Segen dieses Vorhabens und erklärte sich bereit, diese Besuche zusammen mit dem Marienbild persönlich weiterzuführen. Daraus entstand die Kampagne der pilgernden Mutter Gottes (Virgem peregrina).»

Hans Schöbi-Jud, Gossau