Schulungsnachmittag vom Pilgerheiligtum am 15. und 22. Mai in Quarten / 1. Teil
Hoffnung und Licht – durch uns
Wir beginnen unser Treffen in der Schönstatt-Kapelle. An beiden Samstagen finden sich 15 Personen ein.
Eine Studie in der Coronakrise zeigt, dass viele Menschen Angst haben, die Hoffnung verlieren und keinen Sinn mehr sehen. Den sogenannten «Kümmerern», denen geht es psychisch besser. Sie kümmern sich um andere, sie bringen Hoffnung und Licht und das tut ihnen selber gut.
Dreifaltiger Gott, du brauchst jeden Menschen. Du brauchst die «Kümmerer». Jeder ist dir wichtig. Der Ruf, der damals an Mose erging, gilt jedem Einzelnen: „Und jetzt geh! Ich sende dich …!“ Hab keine Angst. Du bist nicht allein. Ich bin mit dir. (Ex 3, 10, 12).
Du brauchst meine Füsse, um zu den Menschen zu gehen.
Du brauchst meine Hände, um Gutes zu tun.
Du brauchst meine Augen, um dein Leuchten weiter zu geben.
Du brauchst meine Ohren, um deine Stimme hörbar zu machen.
Du brauchst mich, um dein Licht weiterzugeben.
Du rufst mir immer wieder zu: Gib mein Licht weiter – jetzt.
„Jetzt“ – heisst heute. „Jetzt“ – heisst in meinem Alltag.
„Jetzt das Licht weiter geben“ heisst – wenn ich gut drauf bin und auch wenn ich müde bin.
„Jetzt“ heisst – wenn ich mich mit einem Menschen verstehe und auch wenn ich Mühe habe mit ihm.
„Jetzt“ heisst – an dem Platz, wo ich stehe, bei der Aufgabe, die ich gerade übernommen habe.
„Jetzt“ heisst – im Moment und nicht später.
Dreifaltiger Gott, ich danke dir, dass du auch mir eine Aufgabe, eine Sendung schenkst. Du weisst, es ist nicht immer leicht. Manchmal fehlt die Kraft und manchmal der Wille. Begleite mich, dass ich immer wieder mit Freude, Mut und Zuversicht dein Licht weitergebe und Hoffnung vermittle – in der Familie, unter Freunden, am Arbeitsplatz, in der Freizeit und überall dort, wo Krankheit, Leid, Traurigkeit, Sinnlosigkeit und Probleme belasten.
Hoffnung und Licht – durch Pater Kentenich
Christus hat gesagt: Ich bin das Licht der Welt! Und auch uns lädt er ein, Licht der Welt zu sein. Einer, der sich das sehr zu Herzen nahm, ist Pater Josef Kentenich, der Gründer der Schönstatt-Bewegung. Er hat nie die Hoffnung verloren und er hat den Menschen Hoffnung gemacht – vor allem, weil Gott seine Hoffnung war!
Ein kurzer Film über das Leben von Pater Kentenich zeigt auf, wie er trotz Schwierigkeiten, trotz Unbegreiflichkeiten ruhig blieb und vertraute: «Mein Geheimnis: Ich habe das Liebesbündnis mit der Gottesmutter geschlossen!»
Jede von uns ist danach eingeladen, ein Bild von Pater Kentenich zu wählen. Nach einer Stille konnte, wer wollte, seine Gedanken dazu äussern. Wir überlegten: Um was möchte ich Pater Kentenich bitten?
Im sogenannten Pater-Kentenich-Begungsraum, wo Pater Kentenich 1950 einen Monat weilte, lassen wir uns senden in unsere Welt. Wir bitten den Dreifaltigen Gott, dass er uns hilft, wie Pater Kentenich, im Alltag, jetzt – Hoffnung und Licht weiterzugeben!
Text und Fotos: Sr. Ursula-Maria Bitterli