Personen von Balzers, Gossau und Flums, die die Pilgernde Mutter empfangen, treffen sich und lassen ihre Marienbilder segnen und neu aussenden.
14. Mai
Über 20 Erwachsene und vier Kinder kann die Koordinatorin der vier Pilgerheiligtumskreise von Balzers FL gewinnen nach Quarten zu kommen. Begrüsst werden sie, bei schönstem Wetter, in der Nähe der Gnadenkapelle von drei Liechtensteiner Alphornbläsern.
Der Kaplan feiert die hl. Messe mit uns und segnet alle Pilgerheiligtümer. Er erzählt, dass er selber auch gute Erfahrungen mit der Pilgernden Mutter gemacht hat und sich freut, wenn sie angekündigt wird. Wir sollten auch manchmal, wenn sie da ist, sie nicht nur anschauen, sondern die Augen schliessen und uns vorstellen, dass Maria jetzt uns anschaut. Der anschliessende Impuls: «João Pozzobon – Hoffnungsstern in dunkler Zeit» weckt und lädt ein, selber von den Erfahrungen mit Maria zu erzählen.
15. Mai
Zur Maiandacht mit dem Pilgerheiligtum, gestaltet von Simon Sigg, Seelsorger von Gossau, zum Thema «Hoffnung», kommen gegen 30 Personen ins Schönstatt-Kapellchen in Gossau SG und alle acht Marienbilder, die dort unterwegs sind, werden zur Neusegnung mitgebracht.
Simon Sigg sagt zu Beginn: «Hoffnung ist auch die zentrale Botschaft dieses Heiligen Jahres. Wir sind „Pilger der Hoffnung“, die mit einer Verheissung im Herzen und mit dem Vertrauen auf Gott unterwegs sind.» Und auch in seinen Fürbitten geht es um Hoffnung:
- „Für Gott ist nichts unmöglich.“ Diesem Wort des Engels vertraust du mit einem Berge versetzenden Glauben. So geht die Tür des Himmels auf, und Gott tritt als Mensch, als dein Kind, ein in unsere Welt. – Wenn wir zu klein von Gott denken,
Hilf uns, Mutter der Hoffnung!
- Du bist „guter Hoffnung“ mit Jesus im Schoss. Du trägst ihn ins Haus deiner Verwandten. Sein Segen berührt Elisabet mit Johannes, der in ihrem Schoss voll Freude hüpft. Zacharias findet schon bald die Sprache wieder und ist „kein hoffnungsloser Fall“ mehr. Wenn es Probleme in der Familie gibt,
Hilf uns, Mutter der Hoffnung!
- Gegen alle Hoffnung hoffst du unter dem Kreuz Jesu. Er lenkt deinen Blick auf den treuen Freund, auf die Zukunft, auf die Kirche, auf uns: „Sieh, dein Sohn“! Schau, deine Töchter und Söhne! – Wenn wir nicht wissen, wie es weitergehen soll,
Hilf uns, Mutter der Hoffnung!
Sr. Ursula-Maria berichtet mehrere Beispiele in denen Menschen durch die Pilgernde Mutter von Schönstatt neue Hoffnung schöpfen:
«Wir haben auch eine ganz besondere Erfahrung mit der Pilgernden Mutter gemacht. In der Coronazeit erkrankte auch mein Mann sehr schwer. Es musste ins Spital und es ging ihm immer schlechter. Er musste an die Beatmungsmaschine angeschlossen werden und wir rechneten mit seinem baldigen Sterben. Es schien hoffnungslos. Belastend war auch, dass wir durch die strengen Corona-Regeln wie abgeschnitten von allen sozialen Kontakten waren. Eines Tages kam einfach eine Marienschwester zu uns an die Türe und brachte uns ein Bild der Pilgernden Muttergottes von Schönstatt. Sie sagte, Maria würde uns helfen, wir sollten vertrauen und die Gemeinschaft der Schwestern würde beten. Und tatsächlich, seit Maria im Zeichen dieses Bildes bei uns war, ging es aufwärts. Die Hoffnung wuchs! Jeden Tag bekamen wir vom Spital eine positive Meldung, in der wir vernahmen, dass mein Mann Fortschritte macht, sodass mit der Zeit die Beatmungsmaschine abgestellt werden konnte und er sich langsam erholte. B.T.
16. Mai
Vor dem Altar in der St. Justus-Kirche in Flums SG ist alles schön gerichtet mit einem weissen Tuch und Lichtern. Nach und nach werden 10 Pilgerheiligtümer, von 13, die in Flums unterwegs sind, gebracht. Der Pfarrer begrüsst die cirka 30 Anwesenden und meint, dass er dachte, als er in die Kirche rein gekommen ist und das schöne Bild sah mit den vielen Marienbildern,: «Wenn die Mutter da ist – wird es warm. Wenn eine Mutter fehlt, spürt man es. Und das ist besonders auch bei Maria, bei der Pilgernden Mutter, so.»
Drei Frauen haben miteinander die Maiandacht vorbereitet und laden ein, speziell für die Familien zu beten, sie unter den Schutz der hl. Familie zu stellen. Anschliessend bleiben die meisten Personen noch da für die hl. Messe. Am Schluss segnet der Pfarrer alle Marienbilder und sie werden wieder ausgesandt zu den verschiedenen Familien!
Text und Fotos: Sr. Ursula-Maria Bitterli