Liebe Schönstattfamilie der Schweiz
Mit dem einen Auszug aus den Einstiegsgedanken zum Delegiertentreffen 2025 senden wir Euch liebe Grüsse. Vielleicht finden Sie in den kommenden Tagen und Wochen etwas Zeit, dem einen oder anderen Gedanken etwas nachzugehen…
Mit – ein – ander
Geerdet und gehimmelt
dieses Jahresmotto hat uns dieses Jahr begleitet.
Vielleicht lohnt es sich, mal ganz persönlich sich die Frage zu stellen;
Wie hat mich Gott mit diesem Jahresmotto geführt?
Im Gebet auf der Karte haben wir den liebenden Vater angesprochen und gebetet;
- Gemeinsam gestalten wir unser Leben
- Wir sagen JA zueinander
- Mit dem Heiligen Geist gehen wir
- Wie Maria mit offenem Herzen
- Im Liebesbündnis verwurzelt und geerdet in der Welt stehen
- Gehimmelt und verbunden mit dem liebenden Vater die Zukunft gestalten
Ja, das sind Angebote in unserem Gebet. Wenn wir zurückschauen, stellen wir uns die Frage;
Durfte ich persönlich mit diesem Gebet, mit dieser Jahresparole wachsen?
Gerne haben Rita und ich unsere Jahresparole – Karte bei Anlässen von Schönstatt verteilt, auch in anderen Ländern. Jedes Mal kam uns viel Freude über die schöne Gestaltung, den tollen Herzensbaum, und die wertvollen Gedanken im Gebet darin entgegen.
Es war ein Riesengeschenk, als Papst Franziskus auch gerade fast mit Einsetzen dieser Parole, das Heilige Jahr ausgerufen hat. Ein Heiliges Jahr, welches wir als Pilger beschreiten sollen – also miteinander und füreinander unterwegs.
Pilgern, das heisst, sich auf eine spirituelle Reise zu einem Heiligen Ort begeben.
- War ich an Heiligen Orten?
- Hatte ich Begegnungen auf meiner Pilgerreise?
Pilgern, da denken wir vielleicht an die Muschel, die man überall auf dem Jakobsweg findet. Eine Muschel, sie weist den Weg, sie verbindet, wenn andere Menschen eine solche am Rucksack mittragen. Sie symbolisiert den Weg, und steht für Schutz des Pilgers, sie ist ein Hoffnungszeichen. Wir alle sind Pilger. Im Heiligen Jahr werden wir aufgefordert als Pilger der Hoffnung unterwegs zu sein.
Was ist denn unsere Hoffnungszeichen? Erkennt man uns «Schönstätter» auf dem Pilgerweg? Strahlen wir vielleicht etwas aus, was unser Vater und Gründer uns an Wertvollem hinterlassen hat?
Zum Heiligen Jahr, dem Jahr der Hoffnung hat Papst Franziskus ein Schreiben herausgeben – die Bulle.
Hier ein kleiner Ausschnitt seiner Worte darin:
«Das kommende Heilige Jahr wird also von der Hoffnung geprägt sein, die nicht schwindet, der Hoffnung auf Gott. Er helfe uns, das nötige Vertrauen wiederzufinden, in der Kirche, wie in der Gesellschaft, in den menschlichen Beziehungen, in den internationalen Beziehungen, in der Förderung der Würde eines jeden Menschen und in der Achtung der Schöpfung. Möge unser gläubiges Zeugnis in der Welt ein Sauerteig echter Hoffnung sein.»
Wie gut passt da unsere Jahresparole zu diesen Gedanken!
Mit-ein-ander
Geerdet und gehimmelt
Als Hoffnungsträger geerdet und gegen den Himmel gerichtet wollen wir miteinander Zukunft gestalten und so auch Sauerteig echter Hoffnung sein – ausstrahlen in diese Welt als Hoffnungszeichen – jeder so, wie er es kann und an dem Platz, wo er ist.
Das Heilige Jahr – ein besonderes Jahr. In diesem Heiligen Jahr, an Ostern, wurde Papst Franziskus in den Himmel gerufen. Und uns wurde in kurzer Zeit ein „neuer“ Papst, Papst Leo der XIV geschenkt.
Und Papst Leo begrüsste uns mit der Botschaft des Friedens – was für ein Geschenk! – Wieder ein Papst, der unter und mit den Menschen lebt und geht. Ein Papst, der mit Maria sehr verbunden ist, so wie wir. Ein Papst, der hoffnungsvoll in die Zukunft schaut, der die Menschen liebt und sagt; auch Jesus hat gesagt; «du weisst, dass ich dich liebe».
Es ist ein grosses Hoffnungszeichen, mit Papst Leo im Miteinander Kirche zu gestalten. Wir meinen, es ist eine wunderbare Weiterführung vieler Gedanken von Papst Franziskus – immer im Dienst am Nächsten.
Papst Leo, ein Papst, der uns auffordert, positiv zu bleiben, der uns auffordert, als Transparent Gottes hier auf Erden zu sein. Ja er sagt sogar mit seinen Worten:
«Ich möchte verschwinden, damit Christus in mir sichtbar wird»
Auch Pater Kentenich sprach vom Transparent Gottes. Er sagte: Wir sind die Zweitursachen, das heisst:
Gott schenkte uns verschiedene Gaben. Wir sind aufgefordert, diese Gaben zu erkennen und zu nutzen, sie in unserem Leben zum Leuchten zu bringen und weiter zu tragen. Gleichzeitig schenken wir aber alles auch wieder an Gott und die Gottesmutter zurück. So verbinden wir uns bei jeder kleinen Handlung, auch mit unserem Denken und unseren Worten mit Gott. So sind wir miteinander pilgernde Hoffnungsträger.
Viele von uns stehen wir jetzt auch in der Zeit der Sommerferien. Eine Zeit, in der wir vielleicht auch etwas mehr unterwegs sein dürfen, in der wir Menschen und anderen Kulturen begegnen dürfen.
Vielleicht gelingt es uns auch ab und zu, den Menschen als Pilger der Hoffnung zu begegnen mit Wertschätzung, mit Interesse an ihrem Leben, ihren Freuden und Sorgen.
Könnte dies ein Zeichen für uns «Schönstätter» sein, das erkennen lässt, wir sind mit Gott unterwegs, wir sind als seine Apostel unterwegs und nehmen jeden Menschen so an, wie er ist und interessieren uns für sein Leben?
Liebe Schönstattfamilie,
Von Herzen wünschen wir euch frohe und gesegnete Sommertage, viele erfüllende Begegnungen und dass Gott durch euch Zeichen in diese Welt sendet. Möget ihr als frohe Pilger viel Hoffnung wecken in dieser unruhigen Welt. Möge Gottes Wirken durch euch und um euch, Liebe und Hoffnung verbreiten. Möge unser Vater und Gründer, Pater Josef Kentenich, euch in seine Spiritualität mit hineinnehmen und euch senden, als Pilger der Hoffnung.
Im Liebesbündnis mit unserer lieben Mutter soll unser Lebensweg ein Weg der Achtsamkeit, der Freude und der Liebe werden.
Dies wünschen wir euch von ganzem Herzen.
Herzlich grüssen euch in Verbundenheit über’s Liebesbündnis
Rita und Franz
