«Unruhig und voller Freude: Wir sind da»
Das «Schönstatt Life» am 25. Oktober im Zentrum Neu-Schönstatt in Quarten stand ganz im Zeichen der neuen Jahresparole. Bunte Ateliers, spirituelle Impulse sowie herzliche Begegnungen begleiteten die gelungene Tagung.
«Unruhig und voller Freude: Wir sind da!» – so lautet die neue Jahresparole der Schweizer
Schönstattbewegung. Gedankengänge und Gespräche über diese Leitlinie standen am Anfang des Tages. Eine bunt gemischte Schar – über 100 Personen – fand sich nach der Begrüssung von Regina und Marco Schneider im Tagungssaal ein.
Von unserer Präsenz hängt es ab
Maria Hässig ging in ihren einführenden Worten von unseren Möglichkeiten der Präsenz aus, die sich im «Wir sind da» zeigen. Wir können uns aktiv und direkt engagieren, für die Menschen da sein. Aber auch eine stellvertretende Präsenz ist denkbar, etwa dann, wenn wir anstelle einer anderen Person an einer Veranstaltung teilnehmen oder jemanden in Gebet und Gedanken bewusst in den Gottesdienst mit hineinnehmen. Von Gott haben wir die Zusage seiner treuen und immerwährenden Präsenz in unserem Leben – sein Name JHWH heisst «Ich bin da». Auch beim Wort «unruhig» ging Maria Hässig auf verschiedene Erscheinungsformen ein: Vorfreude, gespannte Erwartung, eine schwierige Situation, Sorgen und Angst können uns unruhig werden lassen. Unruhe regt uns auch zur Präsenz an – und wenn sie mit Freude begleitet ist, wie beim Besuch der Gottesmutter bei Elisabeth, entsteht daraus reiche Frucht.
Animiertes Podiumsgespräch
Nach den Ausführungen zur Jahresparole folgte ein Podiumsgespräch. Marco Schneider begrüsste Natalie Triner und Sandro Koch als Gäste. Beide haben besonderen Anlass zu freudigem und manchmal auch unruhigem Dasein. Natalie Triner ist vor Kurzem Mutter geworden, ihr Alltag ist stark geprägt von ihrer Präsenz als Mutter, Ehepartnerin und Familienfrau. Sandro Koch ist Seelsorger in Berufseinführung in St. Gallen, steht nach langer Vorbereitungszeit vor der Weihe zum Diakon und ist auf dem Weg zur Priesterweihe. Das Zeugnis der beiden Gäste war sehr anregend und spannend.
Für alle etwas in den Ateliers
Vor und nach dem Mittagessen hatten die Tagungsteilnehmenden dann Gelegenheit, aus verschiedenen Atelierangeboten zwei auszuwählen. Im Atelier 1 vertiefte P. Edwin Germann mit den Teilnehmenden die Inhalte der Jahresparole. Atelier 2 mit Maria Hässig war dem achtsamen Gebrauch der Sprache gewidmet. Im Atelier 3 gingen die Familien Schnyder und Infanger mit den Teilnehmenden auf einen besinnlichen Pilgerweg, der Zeit zum Innehalten und Austauschen bot. Atelier 4 mit Roman Schildknecht ermöglichte frohes Singen im Heiligtum. Im Atelier 5 gab Ramona Fuchs einen interessanten Einblick in ihr Volontariat in Kamerun. Im Atelier 6 mit Beatrice Graf war Kreativität gefragt, es wurden Girlanden für das Jubiläumsfest der Marienschwestern gestaltet. Im Atelier 7 stand P. Christoph Horn für Beicht- und Lebensgespräche zur Verfügung. Atelier 8 gestaltete Sr. M. Florence Harder: Sie berichtete von ihrem zweieinhalbmonatigen Aufenthalt in Milwaukee, wo der Schönstattgründer P. Josef Kentenich lange Jahre im Exil war und für die Bewegung wirkte. Schliesslich diskutierten David Fischer und Armin Barmet im Atelier 9 mit der Gruppe über das Projekt Berg Sion Horw, wo für die Niederlassung der Schweizer Schönstatt-Patres ein neues Konzept mit gemeinschaftlichem Wohnen, Bildung und spirituellen Angeboten entsteht.
Flashmob der Marienschwestern
Einen aufsehenerregenden Einsatz hatten die Quartner Marienschwestern während des Mittagessens. In einem Flashmob machten Sie auf die Jubiläen im kommenden Jahr aufmerksam: 50 Jahre Zentrum Neu-Schönstatt in Quarten und 100 Jahre Marienschwestern. Am Wochenende vom 12./13. September 2026 werden in Quarten die Feierlichkeiten dazu stattfinden.
Gottesdienst und Bündniserneuerung
Dem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche Quarten nach Abschluss der Ateliers stand P. Raphael Troxler vor. Im Predigtwort vertiefte P. Felix Strässle die Botschaft der Jahresparole. Den physischen Pilgerweg zum Kapellchen liess man für dieses Jahr wegen des nasskalten Wetters aus. Innerlich jedoch versetzte sich die Gottesdienstgemeinschaft in die Heiligtums-Atmosphäre und erneuerte ihr Bündnis mit der Gottesmutter.