Samstagsbrief für den 21. September 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,

mein sorgender Nachbar drückt mir zum Abschied kräftig die Hand und sagt: Neugierig bleiben! Am neuen Ort empfängt mich eine berühmte Moräne mit einem Gedicht von Esther Kinsky:
„Wie gross der Himmel
und wie dünn der Rand,
wo die Welt daran stösst.“

Erster Abschied
Am 7. September verabschieden wir uns vom ersten Samstagsgespräch. Wir arbeiten daran, dass Märchen da sind, um den Kindern zu helfen, grundsätzlich; dass sie da sind, die ganze Welt ins Spiel zu bringen, nicht zuletzt – nach Menschen, Tieren und Bäumen – auch mit Dingen wie Tischlein deck dich und Knüppel aus dem Sack. Dass es dabei um die Hilfe geht aus dem Jenseits und dass uns ein Schriftengraphiker darauf hinweist: HILFE besteht aus lauter pfeilgeraden Linien.

Zum Schluss einigen wir uns: Das Leben hat ein Ende; die Samstagsgespräche auch. Was bleibt ist Raum (Berg Sion) und Zeit (Samstag). Wer damit etwas anfangen will, ist eingeladen.
Erster Samstag: Christoph Schwyzer / Beat Oetterli.

Zweiter Abschied
Am 14. September arbeiten wir an unserem Thema „Situation“. Auch hier hört auf, was aufhört. Ich fragte Imelda Abbt (Philosophieren) schriftlich an, ob sie mit Raum und Zeit und Gruppe etwas anfangen wollte. Leider habe ich noch keine Antwort. Zu gegebener Zeit werde ich mitteilen, wie es steht. Die Bedingungen sind dieselben wie am ersten Samstag. Solange ich da bin, schreibe ich Briefe und bleibe im Zusammenhang.

In Treue. Werner