Wir haben unsere Medienkommission Sitzung schon vor der Coronazeit ab und zu über Skype gehalten. Bei der letzten Sitzung haben wir überlegt, wie wir diese «Coronazeit» im Schönstatt INFO aufgreifen wollen.
Wir wollten etwas über den konkreten Alltag von Menschen in dieser besonderen Zeit erzählen. So haben wir kurzerhand entschieden, dass jeder der Medienkommission beschreibt, wie sie bzw. die Coronazeit erlebt.
Umgang im Mail und Post
In dieser Zeit mache ich die Beobachtung, dass in der Arbeitswelt sich der Umgang verändert hat. Persönliche Begegungen sind massiv eingeschränkt. So müssen wir vermehrt auf digitale Medien setzen. Ich beobachte, dass praktische alle Mails mit einem Zusatz enden: pass auf Dich auf, heb sorg usw.
Bei Telefongesprächen erkundigt man sich: wie geht es der Familie, wie geht ihr damit um usw. man nimmt Anteil am Leben der Anderen. Ich finde das etwas positives welches durch die Corona Pandemie verursacht wurde. Ich erhoffe und wünsche mir, dass nach dieser Zeit etwas von dieser Anteilnahme übrig bleibt.
Das Wort negativ wird plötzlich sehr positiv?
Es hat sich gezeigt, dass die Anzeichen einer Coronaerkrankung nicht so klar und eindeutig sind. Bei den geringsten Anzeichen lassen wir unsere Bewohnerinnen und Bewohner auf eine Ansteckung testen. Es dauert dann einige Tage bis der Bescheid aus dem Labor kommt. Wenn wir dann den Bescheid negativ bekommen ist die Erleichterung bei allen Beteiligten jeweils sehr gross. Wir merken dann jeweils, dass das Wort negativ plötzlich etwas sehr positives ist.
Erklärung zu den Bildern:
Wir dürfen mit unseren Bewohnerinnen und Bewohner noch Gottesdienste feiern, da unser Priester bei uns Haus als Bewohner lebt. Damit der Abstand aber eingehalten werden kann mussten wir einige Sitzgelegenheiten in der Hauskapelle absperren.
Autor: Franz Schuler