Wir haben unsere Medienkommission Sitzung schon vor der Coronazeit ab und zu über Skype gehalten. Bei der letzten Sitzung haben wir überlegt, wie wir diese «Coronazeit» im Schönstatt INFO aufgreifen wollen.

Wir wollten etwas über den konkreten Alltag von Menschen in dieser besonderen Zeit erzählen. So haben wir kurzerhand entschieden, dass jeder der Medienkommission beschreibt, wie sie bzw. die Coronazeit erlebt.

Für mich war vor allem die erste Zeit ab Mitte März speziell. Von einem Moment auf den anderen wurden praktisch alle Termine abgesagt. Dadurch war ich vor allem zu Hause. Viel öfters als sonst waren wir in der Gemeinschaft im Haus in St. Gallen zusammen. P. Josef Hälg avancierte zum Hauptkoch, ich war vor allem für den Sonntag zuständig und P. Paul Zingg wurde zum Ober-Geschirrspüler-Einräumer. In meiner Aufgabe als Regens lief schnell der normale Betrieb wieder weiter. Als Bistumsleitung machten wir die Sitzungen über Videokonferenzen. Auch Aufnahme- und Bewerbungsgespräche liefen über Video. Im Blick auf die Bewegung kam uns in St. Gallen bald die Frage, ob wir nicht die Eucharistiefeiern, die wir im Heiligtum als Gemeinschaft weiter feiern konnten übertragen könnten. Ich machte mich im Internet schlau, las verschiedene Beschreibungen. Bald wurde klar, es könnte gehen. Zuerst war es eher rudimentär, aber mit der Zeit gelang es besser. Schön ist, dass wir eine Möglichkeit gefunden haben, dass auch Personen von ausserhalb durch digitale Beiträge die Gottesdienste mitgestalten können. So erlebten wir die Kar- und Ostertage als Gemeinschaft, die auch über die Distanz verbunden ist. Das Netzwerk unserer Bewegung wird zur Zeit sichtbar und erfahrbar. Natürlich freue ich mich schon auf den Moment, wenn wir uns wieder vor Ort begegnen und feiern können.

Autor: P. Raffael Rieger