Besinnungs- und Ferientage
im Haus Schönstatt Brig
21.9. – 24.9.2020

Auftank-, Kultur- und Erlebnis-Tage

Kürzlich konnten einige Senior/innen der Familien-Liga schöne, bereichernde Tage im Wallis verbringen. Bereits beim gemeinsamen Mittagessen wurden unter «alten Bekannten» Erinnerungen aufgefrischt und der anschliessende Heiligtums-Besuch liess das Fest der Krönung vom August 2010 Revue passieren. Dann stand ein interessanter Rundgang mit Angela und Marcel Schwestermann bevor. Die sympathischen Walliser verstanden es, uns auf Besonderheiten und einige Höhepunkte von Brig hinzuweisen.

Der Dienstag stand im Zeichen von zwei Kurzvorträgen mit P. René Klaus zum Thema «Geschichte und Auftrag des Hausheiligtums». Ein deutlicher Impuls für diese Entstehung findet sich im Brief von P. J. Kentenich vom 15.4.1948. Ziel war es, eine Vernetzung des Ur-Heiligtums in Schönstatt mit den Filialheiligtümern und der sogenannten «Gebetsecke», dem Hausheiligtum zu schaffen. Viele Erfahrungen von Familien in guten und schwierigen Zeiten wurden vor Jahren im «Unser Hausheiligtum» zusammengefasst.

«Nehmen Sie das Bild der Gottesmutter und räumen Sie ihm einen Ehrenplatz in ihren Wohnungen ein. So wird sich das Gnadenbild wunderbar erweisen.» P.J.K.

Im Satz «Nichts ohne dich – nichts ohne uns», kommen die Versprechungen der Gottesmutter zum Ausdruck. Es sind dies:

  • 1. Ich will mich hier gerne niederlassen
  • 2. ich will die jugendlichen Herzen an mich ziehen
  • 3. und ich will sie erziehen
  • 4. zu brauchbaren Werkzeugen
  • 5. in meiner Hand
  • 6. zu «neuen Menschen in neuer Gemeinschaft».

Auf der anderen Seite gelten aber auch sechs Forderungen:

  • 1. Beweist mir, dass es euch ernst ist
  • 2. Selbstheiligung anstreben
  • 3. Anforderungen aufs Höchste steigern, durch
  • 4. treue Pflichterfüllung im Alltag
  • 5. Pflege des Gebetslebens
  • 6. und all dies mit dem Charakter der Beiträge zum Gnadenkapital.

Diese Ausführungen fanden guten Anklang bei den Teilnehmern.

Am Nachmittag war eine interessante, geschichtsträchtige Führung im Stockalper-Palast geplant. Die bewegte Geschichte der Familie Stockalper, die im Jahr 1399 erstmals urkundlich erwähnt wurde, zog uns in Bann! Details können im Internet eingesehen werden.
Am Abend besuchten uns Silvia und Philipp Pfammatter und berichteten von ihrem Weg zu Schönstatt, von ihrem Engagement mit Beruf und Familie. Im weiteren erzählten sie auch vom Leben der Schönstattfamilien im Wallis, den Aktivitäten im Haus Schönstatt und darüber hinaus.
Es ist erfreulich und beeindruckend von diesen beiden Ehepaaren zu hören, wie Schönstatt in der nächsten Generation weiterlebt und sich entfaltet. Wir freuen uns sehr darüber!

Dank guter Witterung konnten wir den Mittwoch mit Sr. Mariza Signer in Zermatt verbringen. Ein Spaziergang durch Alt-Zermatt mit den alten Häusern und Spychern zeigt das rauhe und karge Leben der damaligen Zeit. Im Anschluss feierten wir mit P. Klaus in der Krypta der Mauritius-Kirche heilige Messe. Nach einem feinen Mittagessen in der «Walliser-Kanne» hat uns Sr. Mariza zu einem Rundgang im Matterhornmuseum eingeladen und konnte von vielen eindrücklichen Szenen früherer Matterhornbesteigungen berichten – Zermatt ist eine Reise wert!

Am Donnerstag feierten wir nochmals in der Hauskapelle eine Hl. Messe. Nach dem Frühstück gab es Gelegenheit, in einem wertvollen Austausch, sich zu verschiedenen Fragen zu äussern und zu diskutieren.

Mit vielen guten Erinnerungen nahmen wir im Laufe des Vormittags Abschied von Brig. Die beigefügten Fotos mögen einen kleinen Eindruck dieser Tage wiedergeben.

Der Mariengarten-Kreis plant auch im nächsten Jahr wiederum ein offenes Angebot
in Brig  von Montag – Donnerstag, 27.9. – 30.9.2021.

Hans und Margrit Schöbi