Wenn Regen Segen bedeutet, dann ist die heutige Maiandacht überaus gesegnet. Es regnet nämlich so ziemlich den ganzen Tag. Doch das hält eine bunte Schar von Frauen, einen Mann und die Erstklässlerin Doris nicht davon ab, ins Haus St. Josef in Weesen einzukehren.
Alle werden in der Hauskapelle herzlich begrüsst und eingeladen, um den Frieden in den Ländern, den Familien, Gemeinschaften und im eigenen Herzen zu beten.
Der Tabernakel ist geöffnet, Jesus Christus ganz nahe – ihn beten wir an und ihm erzählen wir von unseren Sorgen und Nöten. Anschliessend tragen wir der Gottesmutter als der Königin der Völker und des Weltalls unsere Bitten vor:
«Muttergottes und Mutter aller Völker. Erbitte den Menschen aller Nationen den heissersehnten Frieden. Tröste alle, die unter Gewalt, Krieg und Terror leiden.
Muttergottes, Mutter aller Familien und Gemeinschaften. Sei allen nahe, lehre sie, Konflikte gewaltfrei zu lösen und einander wertschätzend zu begegnen.
Muttergottes und unsere Mutter. Hilf uns, in unserer Umgebung ein Werkzeug des Friedens zu sein.»
Zum Abschluss beten wir, einen Ausschnitt aus dem Krönungsgebet, das Pater Kentenich am 20. Oktober 1946 beim Bildstöckli gebetet hat: «Liebe Dreimal Wunderbare Mutter und Königin von Schönstatt! Wir möchten dich nicht nur als Königin des Schönstattreiches krönen – so wie es bisher geworden und heute vor dir steht. Wir spüren, dass du deine Macht und Herrlichkeit weitesten Kreisen bis an die Grenzen der Erde offenbaren willst. So krönen wir dich … als die Königin des Weltalls. Dadurch bitten wir dich: Schliesse deinerseits mit möglichst vielen Menschen, ja, mit allen Völkern – vorzüglich mit ihren Führern und Lenkern – ein vollkommenes Liebesbündnis. Schenke ihnen einen lebendigen Vorsehungsglauben, der Gott hinter den Schickungen des Lebens sieht und beantwortet durch das praktische Leben der Werktagsheiligkeit, und gib ihnen einen wirksamen Sendungsglauben. Mache uns zu Kündern dieser grossen, dreifachen Botschaft, und gib uns die Bereitschaft, dafür unsere ganze Lebenskraft einzusetzen, wenn notwendig, auch das Leben dafür herzugeben.»
Nach der Maiandacht sind wir herzlich eingeladen zum Verweilen bei Kaffee, Tee und Gebäck. Auch dieses Jahr ist das Kuchenbuffet eine Augenweide und wir greifen gerne zu. Wer möchte, kann sich im Atelier eindecken mit den originellen Produkten, alle geschaffen von den Frauen mit Beeinträchtigung. Die Zeit schreitet voran und langsam verabschiedet sich die fröhlich bunte Beterschar.
Herzlichen Dank allen, die sich trotz Regen auf den Weg gemacht, um an der traditionellen Maiandacht teilzunehmen.
Ein spezieller Dank geht an die Marienschwestern im Haus St. Josef. Ihr habt uns so herzlich aufgenommen und uns beim Beten unterstützt. Wir kommen gerne nächstes Jahr wieder. s.g. .