Liebesbündnis- und Krönungsfeier in Quarten

Am 26. August, am Tag der Muttergottes von Tschenstochau, schliesst ein polnisches Ehepaar, das in der Schweiz lebt, das Schönstättische Liebesbündnis im Schönstatt-Heiligtum in Quarten. Gut 20 Personen (davon 9 Kinder) dürfen diesen Gnadentag miterleben und miteinander die hl. Messe feiern.

Lass mein Leben zum Segen werden für viele

Das Ehepaar betet in ihrem Weihegebet unter anderem:

Liebe Dreimal Wunderbare Mutter von Schönstatt! Du bist uns im Schönstatt-Heiligtum nahe als Mutter und Erzieherin. Nach dem Plan Gottes hast du dich hier niedergelassen, um allen, die zu dir kommen, Gaben und Gnaden auszuteilen. Du suchst Menschen, die mithelfen, damit der Segensstrom des Heiligtums viele erreichen kann.

Ich stelle mich dir als Werkzeug zur Verfügung und schalte mich ein in das Liebesbündnis, das Pater Kentenich am 18. Oktober 1914 mit dir im Urheiligtum in Schönstatt geschlossen hat. Die Bitte deines Sohnes „Füllet die Krüge mit Wasser!“ (vgl. Joh 2,7), möchte ich erfüllen und vertraue, dass durch deine Fürbitte daraus „Wein des Segens“ für viele wird. So biete ich dir den Alltag meines Lebens als „Beitrag zum Gnadenkapital“ an:

mein Mühen um einen Augenblick Zeit für Gott und füreinander mitten im Alltagsgetriebe,
mein Ja zu meiner Lebenssituation, zu meiner Familie und zu den Menschen, die mir von Gott anvertraut sind,
meine Arbeit, das tägliche, immer wiederkehrende kleine Tun, das, was mir Mühe macht und das, was mich freut,
das, was ich noch nicht verstehe in meinem Leben, das Leid, das, was mich verletzt, traurig macht,
das, was mir nicht gelingt, wo ich meine Schwäche, meine Hilflosigkeit erlebe, meine Fehler und Grenzen,

Segne, begleite und schütze mich und lass mein Leben zum Segen werden für viele. Amen.

Du weisst um die Not in vielen Ländern …
Ein weiterer Höhepunkt dieses Nachmittags ist die Krönung von Maria im Zeichen des zweiten Pilgerheiligtums von Trimmis. Bei Glockengeläut ziehen die neun Kinder mit Blumensträusschen ein, den Schluss bilden drei Mädchen gekleidet mit farbigen Mäntelchen und mit Blumenkränzen im Haar. Sie bringen zur Pilgernden Mutter ein kleines Sträusschen, eine Kerze und die Krone. Besonders eindrücklich ist wie die Kontaktperson die Krone hoch hält und Maria anbietet, umringt von den Kindern. Alle beten inständig:

Liebe Gottesmutter, liebe Dreimal Wunderbare Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt! Wir haben uns versammelt vor deinem Bild und möchten dir bringen, was uns bewegt. Du weisst um die Not in vielen Ländern und auch in unserem Land. Du kennst unsere Angst, unsere Fragen und unsere Hilflosigkeit. Als Zeichen unseres grossen Vertrauens in dich, möchten wir dir heute, wie schon viele Menschen vor uns, eine Krone schenken.

Maria –
sei die Königin unserer Herzen, unserer Familien,
sei die Königin unseres Pilgerheiligtumskreises,
sei die Königin unseres Wohnortes, unserer Pfarreien,
sei die Königin unseres Landes, der ganzen Welt.
Nimm unsere Krone an!

Königin aller leidenden Menschen – wir krönen dich!
Königin aller verängstigten und entwürdigten Menschen –
wir krönen dich!
Königin aller Menschen, die die Hoffnung verloren haben –
wir krönen dich!
Nimm unsere Krone an!

Eine Fülle feiner Sachen …
Bevor wir unserer Freude beim gemütlichen Zusammensein Ausdruck geben, dürfen die Kinder mit dem Kapellchen-Glöckchen läuten. Und dann geht es auf die Spielwiese runter. Dort werden in reicher Fülle viele feine Sachen auf die Tische gestellt und allen angeboten: Eingeklemmte, Kuchen, Glace und Getränk!

Vor dem Heimgehen meint die Frau, welche zusammen mit ihrem Mann das Liebesbündnis geschlossen hat: «Jetzt habe ich bereits eine der Wallfahrtsgnaden des Heiligtums erlebt: Die Gnade der Beheimatung.» Und nachher mailt sie: «Ich lächle noch immer … denn es tat gut, so viele gute und schöne Menschen um sich zu wissen. Das gibt Halt und Zuversicht …»

Text und Bilder: Sr. Ursula-Maria Bitterli