Epiphanievesper in der Pallottikapelle auf dem Friedberg Gossau vom  Sonntag 8.1.2017

Es ist bereits eine schöne Tradition (seit 1991) geworden, dass die Pallottiner- und Schönstattgemeinschaft zusammen mit Mitgliedern weiterer Bewegungen und Ordensgemeinschaften die Epiphanievesper auf dem Friedberg feiern. Damit wird ein wichtiges Anliegen des Heiligen Vinzenz Pallottis (1795-1850) präsent, das „allgemeine katholische Apostolat, zur Verbreitung und Vertiefung des Glaubens“.

Die feierliche Vesper wurde durch Rektor Pater Andy Givel SAC vor der schönen Krippe eröffnet. Die besinnlichen Gesänge, begleitet von der jungen Musikgruppe Adorey, stimmten auf das Geheimnis der Anbetung der Heiligen drei Könige ein und fanden die Fortsetzung im Predigtwort von Pater René Klaus. „Als sie das Kind und Maria, die Mutter sahen, fielen sie nieder und huldigten ihm und brachten ihre Gaben dar, Gold, Weihrauch und Myrrhe.“ Wie die Weisen dem Stern folgten, so möchte dieser auch in uns die Sehnsucht nach Gott, dem König der Herzen wecken. Diese Sehnsucht lebte auch in Vinzenz Pallotti und so wurden für ihn Pfingsten und Epiphanie die wichtigsten Feste, wo er Klerus und Laien zur Zusammenarbeit in der Seelsorge einlud.

Das Epiphaniefest wie es Vinzenz Pallotti wünschte, sollte  eine ganze Woche dauern, ein Glaubenskurs sozusagen, gepaart mit Andachten, Gottesdiensten und Predigten. Daran beteiligten sich verschiedene Kräfte und so entstand auch Einheit in Vielfalt und jeder soll, soviel er kann, sich daran beteiligen.

Viele Jahre wurden solche Epiphanietage auch in Schönstatt durchgeführt, organisiert von den Gemeinschaften der Pallottiner und Schönstätter und seit Jahren in einfacher Form auf dem Friedberg. Daneben wird hier an Ort auch die Zusammenarbeit unter verschiedenen Bewegungen gepflegt und auf europäischer Ebene arbeiten über 200 christliche Gemeinschaften zusammen. P. Klaus schliesst seine Ausführungen in der Hoffnung, dass die Sehnsucht von Vinzenz Pallotti und Josef Kentenich, dem Gründer der Schönstatt-Bewegung, neue apostolische Kräfte in der Kirche mobilisieren möge.

Nach der Feierstunde waren alle Anwesenden zur Agape in die Mensa eingeladen, wo nebst einem feinen Imbiss auch freundschaftliche Gespräche die Gemeinschaft vertieften und neu belebten. Dazwischen präsentierte Karl Jung einen kurzen DVD von der Kundgebung des Europäischen Treffens in München vom 2. Juli 2016 unter dem Titel „Einheit und Versöhnung“.

Voranzeige: Aus Anlass von 600 Jahre Bruder Klaus und 500 Jahre Reformation findet am 9. September wiederum ein Treffen statt und zwar im Flüeli-Ranft.

H.+ M. Schöbi