Am 14. Mai war in Muri AG und am 21. Mai in Linthal GL ein Pfarreigottesdienst mit dem Pilgerheiligtum.
GETRAGEN – TRAGEN …
… war das Thema in Muri. GETRAGEN: Da wird man von jemandem getragen und TRAGEN: Da trägt man selber jemanden. Jemanden tragen kann man aber nur, wenn man selber getragen ist, wenn man ein Netz, einen Halt, eine Hand hat. Jeder Mensch braucht Halt, braucht Unterstützung. Verbindung ist für jeden lebensnotwendig. Pater Josef Kentenich, der Gründer der Schönstattbewegung, hat die Erfahrung gemacht, dass Menschen durch die Gebundenheit an MARIA, durch das Getragensein von MARIA den Weg zu Gott leichter finden. Und Maximilian Kolbe sagt: „Lassen wir uns von Maria führen, damit wir durch sie Jesus ähnlich werden. Das ist der sicherste Weg.“
Darum führte P. Kentenich die Menschen zu einem Bund der Liebe mit Maria – zum Liebesbündnis. Er rät auch uns, das Wort Jesu am Kreuz: „Siehe da, deine Mutter!“ als ein persönliches Wort Jesu anzunehmen und Konsequenzen daraus zu ziehen.
Und jeden Monat, wenn die Pilgernde Mutter zu uns nach Hause kommt, sagt sie: „Ich bin da, ich schliesse einen Bund mit dir, ich helfe dir im Alltag aus dem Taufbund zu leben, ich trage dich, ich gebe dir Halt, so dass du im Alltag viele tragen und ertragen kannst.“
Ich bin einmalig – eine Perle! …
… war das Thema in Linthal. Dietrich Bonhoeffer fragte: „Wer bin ich? Bin ich der oder jener? Bin ich wirklich, was andere von mir sagen? Wer bin ich?“ – Jemand antwortete: Ich bin ein Gedanke Gottes, von Ewigkeit her geplant. Ich bin einmalig – eine Perle! – Das ist schneller gesagt als geglaubt! Ich – eine Perle? Meine Arbeitskollegin, meine Kinder, meine Nachbarin, mein Schwager – alles Perlen? – Gott sagt es einem jeden von uns: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Ich habe dich erschaffen und gewollt. Du bist mir wichtig, du bist kostbar in meinen Augen. Ich brauche dich – für andere. Höre immer wieder in dich hinein, welche Aufgabe ich dir zugedacht habe, dir, meiner kleinen Perle.“
Auch Pater Kentenich hat daran geglaubt und die Menschen so behandelt. Er sagte oft: „Niemand neben mir, niemand vor mir, niemand nach mir hat die Aufgabe, die ich habe. Ich bin im Plan Gottes etwas überaus Wertvolles. Mit Liebe hat er an mich gedacht.“
Er nennt das Sendungsglaube! – Es ist eine der drei „Botschaften“ der Schönstatt-Bewegung (neben der Botschaft vom Vorsehungsglauben und vom Liebesbündnis). Viele Menschen spüren auch durch das Kommen des Pilgerheiligtums, dass Gott ihnen sagt: Du hast eine Sendung. Du bist einmalig – eine Perle.
Bericht und Fotos: Sr. Ursula-Maria Bitterli