In der Zeit vom 12. Juni 2019 bis 11. Juli 2019 duften wir in Paraguay verbringen. Bei den Familien Christina und Gustavo Fanego und Margarita und Alcides Gonzalez (Asuncion), sowie Magdalene und Rafael Ortiz (Ciudad del Este), durften wir Gastrecht geniessen. Alle drei Familien haben uns herzlich aufgenommen. Sie haben uns quer durch dieses wunderschöne Land geführt und uns wunderbare Ecken und Stellen gezeigt. Aussagen wie: «Unser Haus ist Euer Haus» kamen von ganzem Herzen.
Wir wurden als Freunde begrüsst. Überall waren wir willkommen. An zahlreichen Meetings durften wir dabei sein. Auch wenn es manchmal sprachliche Barrieren zu überbrücken gab, wurde alles unternommen, damit wir es verstehen. Wenn Google nicht mehr weiter wusste nahmen wir auch die Hände und Füsse zu Hilfe. Alle die wunderbaren Essen und den feinen Wein (den sie teilweise nur für uns gekauft haben), im Anschluss an die Meetings, werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Auch haben wir uns sehr bald daran gewöhnt, erst spät am Abend noch zu essen. Alle Häuser standen uns offen. Jeder Wunsch wurde uns von den Lippen abgelesen. Wir haben hier viele Freunde gefunden, mit denen wir heute noch regelmässig via Medien in Kontakt sind.
Was nehmen wir mit?
Wir haben in Paraguay eine sehr lebendige Schönstatt Familie kennen gelernt. Alle arbeiten mit einem grossen Engagement für Schönstatt. Die drei Heiligtümer gehören nicht den Gemeinschaften sondern wurden von der Schönstatt Bewegung erbaut und werden auch von Ihnen unterhalten.
Wenn wir bei Gesprächen erzählten, dass die Schweiz 6 Heiligtümer hat, staunten sie sehr und fragten sich, wie wir diese Heiligtümer mit so wenig Leuten unterhalten und lebendig halten.
Paraguay hat praktisch keine Patres und Schwestern. Die Patres und Schwestern kommen aus umliegenden Ländern und werden auch gelegentlich «eingeflogen». Wir spürten, dass es der Bewegung wichtig ist Begleitung durch Patres und Schwestern zu haben. Damit dies möglich wird, werden auch Opfer und Beiträge auf sich genommen.
Auf den Fotos waren wir meistens am Essen. Essen, Zusammensein und reden ist in Paraguay sehr wichtig. Kein Meeting oder Zusammensein wurde beendet, ohne dass noch etwas zum Essen serviert wurde, welches die Teilnehmer jeweils mitgenommen haben. Da das Essen und Zusammensein einfacher in Bildern festzuhalten als die oben beschriebenen Meetings, bestand die Gefahr, dass ihr in der Schweiz den Eindruck gewinnen musstet, wir seien den ganzen Tag nur am Essen und Trinken.
6. Juli 2019 Tunika Übergabe vom Sionsgewand
Es war für uns eine Freude bei der Sionsgewandübergabe der Novizen in Tuparenda dabei zu sein. Im Besonderen durften wir Sandro Koch aus der Schweiz zusammen mit seinen Eltern und seinen Bruder Guido an diesem Tag begleiten. Die Freude der Schönstatt Bewegung von Paraguay war riesig. Schon bei unserer Ankunft anfangs Juni 2019 konnten wir diese Freude spüren. In allen Gottesdiensten wurde immer wieder auf den 6. Juli 2019 hingewiesen. In verschiedenen Andachten wurde für die Novizen gebetet. Unzählige Beiträge sind ins Gnadenkapital geflossen. Das ganze Fest wurde von der Schönstattbewegung organisiert. Es hat uns tief berührt zu sehen, welche Freude die Schönstattbewegung an diesen Novizen hat und mit welcher Freude sie diese jungen Menschen begleitet. Dazu muss man wissen, dass nur ein Novize aus Paraguay stammt. Von den anderen Novizen kamen drei aus Argentinien, drei aus Chile, zwei aus Spanien und Sandro Koch aus der Schweiz.
Diese 4 Wochen in Paraguay haben uns tief berührt. Man nimmt ein Land und die Menschen anders auf, wenn man zusammen mit diesen Menschen leben darf. Wir danken allen die das ermöglicht haben. Man sagt von Paraguay, dass man beim Bereisen dieses Landes zweimal weinen muss. Das erste Mal wenn man in das Land kommt (weil es berührt, mit wie wenig diese Menschen auskommen müssen). Und das zweite Mal wenn man das Land verlässt (weil man die grosse Herzenswärme vermissen wird). Wir können das nur bestätigen.
Autoren: Rita und Franz Schuler