Im August 2019 feierten die Schönstatt-Bünde 100 Jahre seit der historischen Tagung von Hörde. Diese Tage bewegten alle, ganz Schönstatt!
Am 16.-18. August das internationale Wochenende für bewegte und bewegende Menschen, am 19. August die Treffen der Bundesgemeinschaften, am 20. August der Gründungstag!
schreibt Pater Josef Kentenich im November 1919 den jungen Gruppenführern, die sich nach Ende des Weltkrieges neu gesammelt und verbündet haben. Vier Jahre nach der Gründung der Marianischen Kongregation in Schönstatt werden in Hörde bei Dortmund am 20. August 1919 wegweisend die Satzungen für den Apostolischen Bund angenommen. Pater Kentenich schreibt damals: «Die Anforderungen … sind so tiefgreifend, … unentwegte, selbstlose Kleinarbeit, das ist unsere Aufgabe …». Unsere Zeit braucht «wahre, innerliche, vollkommene Christen». «Unsere MTA will uns als Werkzeug benutzen bei der Welterneuerung.»
Im Grusswort zur Tagung schreibt Pater Juan Pablo Catoggio vom Generalpräsidium zum damaligen Vorgang bei den jungen Sodalen «Es war ein ganz einfaches Ereignis, das hätte unbemerkt bleiben können, aber es markierte in gewisser Weise den Übergang von der Marianischen Kongregation zur Bewegung, zum Apostolischen Bund.» Das Bündnis von Hörde «macht unsere Identität und unsere Struktur aus. Es ist eine Organisationsform, die unseren ‹Bindungsorganismus› widerspiegelt, der auf Bindungen in Freiheit, Liebe und Grossmut basiert.» Er macht uns zu ‹Bundesgeschwistern›, «um die Familie zu sein, zu der wir berufen sind».
Die internationale Schönstatt-Bewegung ist wieder in allen Formen und Farben sicht – und hörbar: Die Flaggen, schmucke Kleidung, die Sprache und Art zu beten, singen, bewegen und tanzen, die herzliche Umarmung. Die Bewegung und Begegnung machen uns sichtbar zu ‹Bundesgeschwistern›. Auch wir Schweizer sind teils zeitweise dabei: Familienbund, Frauen- und Mütterbund, Männerbund und Priesterbund.
Die Tagung wird eröffnet mit der Begegnungsfeier in der Pilgerkirche und dem Abendsegen beim Urheiligtum. Zum Thema «Ihre Herzen haben Feuer gefangen» wird über den Ursprungsimpuls für eine Bewegung, die göttliche Wegbereitung und menschliche Wegbeschreitung berichtet, auch am Beispiel von Fokolarbewegung und vom CVJM. «Wir – nicht ich!» zeigt auf, wie durch die Zusammenarbeit als grundsätzliche Lebenshaltung in Kirche und Gesellschaft eine Bewegung von innen und unten entstehen kann. «Machen Sie!», eine vielfältige Ausstellung über apostolische Projekte, ermöglicht neue Begegnungen. Der Schweizer Stand zum Thema Schönstatt-Life wird gerne besucht, vielleicht auch wegen Wein, Käse und Schokolade, wie manche Besucher schmunzelnd festhalten.
Der Sonntag steht im Zeichen der Gottesbegegnung in der Dreifaltigkeitskirche. Die Bünde stellen sich neu in den Dienst einer pilgernden Kirche. Dem Festgottesdienst steht Bischof Dr. Michael Gerber vor. Er kennt die Sendung und Aufgabe der Bundesgemeinschaften. Seine Botschaft: «Glauben wir an die Initiative Gottes. Es gibt viel zu tun. Lassen wir uns darauf ein, was Gott mit uns zusammen wirken möchte.»
Der Familienbund trifft sich am Montag zu Arbeitskreisen und zum Gottesdienst beim Heiligtum auf dem JK-Hof in Hillscheid. Gelungen bunt und international wird abends das Treffen mit vielen folkloristischen Beiträgen.
Am 20. August wird der 100ste Gründungstag des Apostolischen Bundes gefeiert. Grosse Freude beim Priesterbund: Die ‹Internationale Konstituierung des Priesterbundes› im Urhei-ligtum fällt auf diesen Gedenktag. Der Familienbund trifft zur Erneuerung beim Urheiligtum ein. Gestaltet durch den Priesterbund enden die Jubiläumsfeiern von ‹Hörde› im eucharistischen Dank in der Anbetungskirche.Unser Familienbund-Kurs erfreuten dankbar zwei Begegnungen auf Berg Tabor: Die Dreimal Wunderbare Mutter liess uns dort erahnen, wie sie durch unseren Kurs gekrönt werden möchte. Und Markus Amrein, der uns sehr herzlich beherbergte.
Autor: Bernhard Troxler, Familienbund