Bericht von Heidi Haueter

Einmal mehr wurde die 1. Adventstagung 2020 zu einem erfüllten und besinnlichen Erlebnis. Trotz Corona fanden sich 36 Frauen in Quarten ein, um sich auf die Adventszeit einzustimmen. Schwester Beatris, das Vorbereitungsteam aus Abtwil und Pater Christoph Horn haben keine Mühen gescheut, um uns in die neue und alte Jahresparole mit Schwerpunkt Klimawandel des Herzens einzuführen und unsere Seelen für das erneute Ankommen unseres Erlösers vorzubereiten. Besonders die Adventsfeier und die Geschichte vom Engel ohne Flügel werden mir unvergesslich bleiben. Allen, die zum Gelingen dieses schönen Tages beigetragen haben, ein herzliches Vergelt’s Gott!

Trotz Corona-Pandemie und Social Distancing konnten 32 Frauen es sich nehmen lassen, sich zur 1. Adventstagung in Quarten einzufinden. Das freute sicher nicht nur Schwester Beatris und Pater Christoph Horn, sondern auch das Vorbereitungsteam. Alle verstanden es bestens, uns auf die kommende Adventszeit einzustimmen!

In der Hauskapelle begrüsste uns Schwester Beatris herzlich und mit Liedern, Gebeten und besinnlichen Texten, unterbrochen mit kurzen Momenten der Stille, kamen auch unsere Seelen langsam zur Ruhe und nach Hause. Wie sehr habe ich doch die Nähe des Heiligtums vermisst!

Im Vortragssaal 3 erklärte uns Schwester Beatris zuerst das Corona-Schutzkonzept mit Abstand, Hygiene etc. Dann begrüsste sie natürlich auch Pater Christoph Horn herzlich und gratulierte ihm zum seinem 25. jährigen Priesterjubiläum, das er anfangs Oktober  feiern durfte. Eigentlich hätte dieses Ereignis am Schönstatt-Life feierlich begangen werden sollen, doch leider musste man die Tagung, erneut wegen Corona, absagen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Nein, am Schönstatt-Life 2021 dürfen wir dieses schöne Jubiläum zusammen mit Pater Christof Horn nachfeiern. Unter vorgehaltener Hand hat er uns noch von einem anderen Jubiläum erzählt. Im Oktober, genau vor 40 Jahren, hat er das Liebesbündnis mit der MTA geschlossen. Wie hat die Gottesmutter diesen Akt und Pater Christoph Horn gesegnet! Vielen Menschen in Nah und Fern ist er zum Glaubensapostel geworden. Ein herzliches Vergelt’s Gott, lieber Herr Pater Horn!

Ein grosses Dankeschön gilt auch dem bewährten Vorbereitungsteam aus Abtwil, die sehr viel Zeit und Liebe investiert haben für die Messgestaltung, Atelier, Rosenkranz, Tischdeko und vielen kleinen Dingen im Hintergrund. Dank gilt auch den beiden Bazaren, der eine organisiert von Marlis Kipfer und Hanni Elkuch zugunsten Milchpulver in Burundi, der andere von Monika Bertsch und Team zugunsten  Umbau des Hoteltraktes. Es gab an beiden Tischen so viel Auswahl, dass ich mich fast nicht entscheiden konnte. Zuerst beschlich mich das schlechte Gewissen, weil ich nicht widerstehen konnte, dann tröstete mich der Gedanke, dass es einem guten Zweck dient!

Natürlich durfte auch die Vorstellrunde nicht fehlen!  Sie verlangte uns recht viel Fitness ab, da wir uns bei Bejahung  jeder Frage vom Stuhl erheben mussten. Alle  Fragen hatten mit dem Klima zu tun. So lenkte uns Schwester Beatris auf spielerische Weise zum eigentlichen Thema, der Einstimmung  in die neue, respektive alte Jahresparole. Haben wir im letzten Jahr den Fokus auf die tiefere Verwurzelung in Gott, Jesus und der Gottesmutter gerichtet, werden wir uns in diesem Jahr mit der Umwelt-, wie auch Innenwelt-Verschmutzung, kurz dem Klima, beschäftigen. Anhand einer Geschichte einer Maus mit der grossen Seele hat uns Schwester Beatris verdeutlicht, wie Gott Jede und Jeden in die Verantwortung nimmt und braucht, damit sich das Klima wandelt.

Im Anschluss durften wir aus 4 Angeboten auswählen, wie wir die nächste Stunde verbringen möchten (Vortag zum Thema von Pater Christoph Horn / freudenreicher Rosenkranz / Gelegenheit zum stillen Gebet /  Adventsweg im Freien)! Ich habe mich für die Ausführungen zum Thema bei Pater Horn entschieden. Er führte uns vor Augen, dass wir durch die Pandemie in eine all umfassende Weltkrise geraten sind, einer Krise im Grossen, wie auch im Kleinen; in Gesellschaft, Kirche und Welt, aber auch im Persönlichen. Pater Kentenich lehrt uns, Krisen nicht nur negativ zu sehen, sondern auch als Chancen zur Veränderung, Einladung zum Wachstum, Entwicklung und Reifung. Er ruft uns auf zum Innehalten und zur Neuausrichtung. Es lohnt sich, hat aber seinen Preis. Wir wollen also die Gottesstimmen hören, die Leiter anlegen, dahinter schauen und betrachten. Der tiefere Sinn dieser Betrachtung wird die Bildung von neuen und tieferen Wurzeln vorantreiben, die uns festigen, damit wir eine neue Welt und Zeit gestalten können! Pater Horn hat uns auch das Vatersymbol für das 2. Heiligtum in Kroatien mitgebracht. Es sollte beim 1. Jahrestag der Einweihung angebracht werden, doch die Corona hat dies erneut vereitelt. So wird es nächstes Jahr am 18. September angebracht werden. Das mitgebrachte Vatersymbol sollte uns veranschaulichen, dass die stärksten Wurzeln in Gott Vater sind. der mit seinem liebenden Blick immer auf uns ruht, uns ein kindliches Vertrauen lehrt und sich wünscht, dass wir eine persönliche Beziehung mit ihm beginnen und pflegen. Daraus wird ein grosser Reichtum erwachsen. Der Schluss bildete ein wunderbares Gebet zum geliebten, himmlischen Vater von Sr. Maripetra Süss, das all die Ausführungen von Pater Horn beinhaltete.

Vor dem feinen Essen und fröhlichem Beisammensein konnten wir in der Hauskapelle erneut bei Gebet und Stille in den Adventsfrieden eintauchen. Es war eine kleine Vorfreude auf die Adventsfeier am Nachmittag.

In dieser Feier gingen wir an der Hand von Schwester Beatris auf die Suche nach der Bedeutung von Advent. Die Geschichte eines Engels ohne Flügel zeigte uns auf, dass wir mit kleinen Schritten auf Weihnachten zugehen, im Innehalten  und Zeit nehmen in dieser Vorbereitungszeit im Glauben wachsen, uns fester in Gott verwurzeln, Hoffnung ausstrahlen und dabei die Liebe neu entdecken können.  Um uns das besser zu veranschaulichen, hat Sr. M. Beatris eine Kulisse mit vielen Engeln, Kerzen und einer leeren Krippe aufgebaut, natürlich wunderbar geschmückt mit schönen Tüchern. Mit jedem kleinen Schritt wurde ein Schriftzug aufgestellt und eine Kerze angezündet. Ja, die wahre Liebe erfreut das Herz und macht es warm. Lieben können ist eine Gnade. Wer wirklich liebt, kann im tiefsten Herzen nicht unglücklich sein.  So wurden nochmals 4 Kerzen angezündet für alle, die auf der Schattenseite des Lebens stehen. Die entzündeten Lichter sollen diesen Benachteiligten, wie Kranke und Behinderte, Arbeitslose und Drogenabhängige, Trauernde und Depressive Hoffnung, Licht, Halt, Stütze und Trost bringen.

 

Wir alle wurden dazu aufgerufen, selber ein Kerzenlicht für einen bedürftigen Menschen aus unserem Bekanntenkreis zur Krippe hinzustellen. Ja, wir selber wurden aufgefordert, Engel für andere zu sein. Dabei hatten wir zu Beginn der Feier auf jedem Sitzplatz ein Paar Engelsflügel aus Papier vorgefunden. Darauf durften wir die Namen festhalten, für wen wir diesen Advent selber Engel sein möchten. Eine wunderbare Idee!

 

 

Ganz erfüllt von diesen  Lichtern und Adventsgedanken durften wir, als Höhepunkt in der Eucharistiefeier unsere geöffneten Herzen Jesus neu schenken, Ihn aufnehmen  und uns erneut der Gottesmutter weihen.

Am Schluss der Messe erhielten wir noch die Geschichte des Engels ohne Flügel als weihnachtliche Schriftrolle geschenkt. Wer selber bastelt, weiss, wie viel Arbeit für ca. 80 solcher Röllchen steckt. Darum: Ein riesiger Applaus und Dankeschön an alle, die uns diesen Tag durch ihre vielen Beiträge unvergesslich gemacht haben- Glücklich und ganz erfüllt vom Adventsgeist machten wir uns auf den Heimweg.

Auch die 2 anderen Tage im Advent wurden rege besucht. Selbst der Abend im  Advent konnte stattfinden. Schön, dass es möglich war!