Der 17. Dezember 2020 wurde zu einer besonderen Feierstunde ─
Bündnismesse und Aussendung eines Pilgerheiligtums auf dem Friedberg

 Wegen der Corona-Pandemie wurde die Feier in die Pallottikapelle verlegt und gestaltet von
Josef Hälg und Edith Lehmann, Müttergruppe – unter dem Gedanken:

Klima wandeln – Staunen – Danken.

Trotz der grossen Probleme, wie Kriege und Umweltkatastrophen, stellen wir uns die Frage, was uns noch hält? Paulus sagt, «Ich danke dem, der mir Kraft gegeben hat, Jesus Christus» und P. Kentenich ergänzt, «Vertraut in allen Lagen blind, auf Maria, die Wunderbare und ihr Kind».
Die schlichte Messfeier wurde mit Gebeten, Texten, Fürbitten und dem Wallfahrtsgebet gestaltet und zum Abschluss begaben wir uns ins Heiligtum zur Weiheerneuerung. Hier wurde das Pilgerheiligtum gesegnet und geht im Januar auf den Weg zu den Menschen, die sich in der «Gebetskette» unserer Pfarreien eingeschrieben haben.
Josef H. sagte: Wenn die Leute in der jetzigen Pandemie nicht hierherkommen können, dann kommt die Mutter Gottes zu ihnen! Und dadurch wird sie zur pilgernden Mutter Gottes! Und so wiederholt sich auf geheimnisvolle Weise, was Maria damals gemacht hatte, als sie aufbrach, um ihre Verwandte Elisabet zu besuchen. Und Maria begrüsste Elisabet: «Und es geschah, als Elisabet den Gruss Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Schosse, und Elisabet ward erfüllt vom heiligen Geist.»
Wir dürfen gläubig annehmen, dass auch heute gleichsam durch den Gruss Marias jede Familie gesegnet wird und der Heilige Geist die Herzen berühren kann und auf ihre Fürbitte Wunder der Gnade wirkt im Sinne der Wallfahrtsgnaden, aber auch noch darüber hinaus! So ist Maria auch Mutter aller Menschen und ist oft sogar als Knotenlöserin tätig, wenn wir bedenken, wie manchmal in den Familien Unversöhnlichkeit, Neid, Streit und Lieblosigkeit herrschen.

Mit der Aussendung beschlossen wir den Besuch im Kapellchen mit der Bitte, Maria möge besonders die Herzen der Erstkommunikanten und Firmanden berühren.

Ergänzung:
P. Josef Hälg beschreibt seine persönlich gemachten Erfahrungen mit dem PH-Projekt:

«Als ich im Sommer 1988 in Südamerika weilte und wir die Gelegenheit hatten, die von Diakon João Pozzobom angefangene Initiative der pilgernden Mutter Gottes kennenzulernen, erfuhr ich, dass die Schwestern und einige Laien die Menschen mit dem Heiligtum als Gnadenort in Berührung bringen wollten. Da dort in Santa Maria aber viele oft zu weit vom Heiligtum entfernt wohnten und ihnen die Finanzen zum Reisen fehlten, kam man auf die Idee, dass sie eine Kopie des Gnadenbildes in der Form des Heiligtums machen lassen und einige dann, vom Heiligtum aus, die Bilder zu den Familien bringen könnten. Vorerst war es nur für einen Marien-monat geplant. João Pozzobom erkannte aber durch seine Besuche den Segen in diesem Vor-haben und erklärte sich bereit, diese Besuche zusammen mit dem Bild persönlich weiter-zuführen. Daraus entstand die Kampagne der pilgernden Mutter Gottes (Virgem peregrina).
mhs