Einweihung des umgebauten Hotels «Neu-Schönstatt» in Quarten am 2. Juli 2021
Nach eher trübem Wetter in den letzten Tagen, ist es am 2. Juli bereits morgens recht sonnig. Um 10.30 Uhr zieht Bischof Markus Büchel von St. Gallen, begleitet vom Ortspfarrer Marian Marku und vom Provinzoberer der Schönstatt-Patres, Pater Erwin Germann, unter feierlichen Orgelklängen in die Pfarrkirche von Quarten ein. Pater Germann heisst den Bischof herzlich willkommen. Er gibt seiner Freude Ausdruck, dass Neu-Schönstatt sich erneuert hat und dass die Vorsehung es fügte, dass genau am 2. Juli, am Fest der «Heimsuchung Mariens», die Einweihung des umgebauten Hotels «Neu-Schönstatt» ist: Es geht ja um «Begegnung» und um «Beheimatung».
Brücke sein und Hoffnung ausstrahlen
Seine Predigt beginnt der Bischof mit dem Hinweis, auf das, was er im Internet über die Schönstätter Marienschwestern gefunden hat: «Ihre Sendung: Brücke sein zwischen Gott und der Welt und die Kultur des 3. Jahrtausends von innen her christlich prägen.» Er bedankt sich für alles Wirken in der Schönstattgemeinschaft, in den Pfarreien, in der Welt und auch durch unser Haus. Hier hätten bereits viele Begegnungen statt gefunden, hier seien Menschen erfahrbar, deren Leben ein Fundament hat; Menschen, die Hoffnung ausstrahlen, die in die Zukunft gehen wollen. Das bedeute: loslassen, vertrauen, Neues wagen. Der Bischof nennt Maria die Garantin für die Verbundenheit von Gott und Mensch, für das «Brückesein». Das Hotel möchte in unserer Welt, in einer rast- und ruhelosen Zeit, eine Rast auf dem Weg in ein ewiges Zuhause ermöglichen. Das Haus möchte einladend und unaufdringlich sein. Zuletzt drückt Bischof Markus Büchel seine Freude aus und dankt, dass er diesen wunderbaren geistlichen Ort in seinem Bistum haben darf.
Dank an Gott und die Gottesmutter
Gegen Schluss der hl. Messe dankt Sr. Pia-Marit dem Bischof, dass er nach Quarten gekommen ist und mit uns die hl. Messe gefeiert hat. So konnten wir gemeinsam mit ihm unser umgebautes Hotel Neu-Schönstatt im Gebet besonders Gott anvertrauen und um seinen Segen bitten. Ins Magnificat, das Loblied der Gottesmutter, legen wir allen Dank an Gott hinein, der uns auch durch die Zeit des Umbaus unseres Hauses geführt hat und dem wir weiterhin vertrauen.
Auf der Dachterrasse
Nach dem Mittagessen im Restaurant von Neu-Schönstatt sind Delegierte der Schönstatt-Familie, Vertreter aus Kirche und Staat, Vertreter der Baufirmen und des Tourismus und wir Marienschwestern eingeladen zur Einweihungsfeier auf der Dachterrasse des umgebauten Hotels – mit Blick auf Berge und See. Immer wieder klingt das Motto, das auf der Einladung steht, durch: «Über dem See, dem Himmel so nah».
Au lac de Wallensee
Sr. Pia-Marit begrüsst die Anwesenden und dankt allen, besonders auch Gott und der Gottesmutter, die zum guten Gelingen des Hotelumbaues beigetragen haben. Für Frau Bianca Andreatta, die Gastgeberin des Hotels, geht eine lange Zeit des Planes und Vorbereitens zu Ende. Herr Armando Pirovino, von Wangen SZ, erfreut die Anwesenden mit dem Klavierstück «Au lac de Wallenstadt» von Franz Liszt.
Zum Segen für andere
Frau Monika Monaco, die stellvertretende Gastgeberin, äussert, dass viele Menschen hier in Neu-Schönstatt Kraft spüren. Es sei auch für sie seit langem ein Segensort. Der Gemeindepräsident von Quarten, Herr Erich Zoller, nennt uns Marienschwestern «Akteure mit Mut und Gottvertrauen». Der Architekt von RLC, Rheineck, Herr Titus Ladner, freut sich, dass das Hotel, in wunderbarer Landschaft, der Zeit gemäss umgebaut werden konnte und gleichzeitig seine Ursprünglichkeit behalten hat. Er überreicht als Geschenk einen gebackenen Schlüssel, der von Bischof Büchel gesegnet wurde mit dem Wunsch, dass wir alle zum Segen werden.
Geheimnisvolle Verbindung zum Haus
Danach folgt eine Eigenkomposition von Herrn Armando Pirovino. Sein Lied, begleitet auf dem Klavier, drückt seine Verbundenheit mit dem schönen Walensee und mit den Schönstätter Marienschwestern aus. Pater Raffael Rieger, St. Gallen, Bewegungsleiter der Schönstatt-Bewegung, hat eine Schönstatt-Fahne mitgebracht. Er freut sich, dass auch Vertreter der Schönstattfamilie bei der Einweihung mit dabei sind und betont, dass sie eine besondere, eine geheimnisvolle Verbindung zu diesem Ort, zu diesem Haus haben. Er dankt den Marienschwestern, dass die Schönstatt-Familie hier eine Heimat hat.
Weihwasser und Weihrauch
Der Höhepunkt unserer Feier ist die eigentliche Weihung unseres Hotels. Providentiell beginnen die Kirchenglocken zu läuten und Bischof Markus deutet das als Zeichen, dass dieser Ort ein Begegnungsort zwischen Himmel und Erde ist und bleiben soll. Er betet die Segnungsworte und alle Anwesenden antworten auf die Fürbitten. Nach dem «Vater unser» und dem «Gegrüsst seist du, Maria», besprengt der Bischof die Dachterrasse mit Weihwasser und lässt den Duft des Weihrauchs zur Höhe steigen.
Persönliche Gebetsworte im Fitnessraum …
Nachdem ein rotes Band durchschnitten ist, geht der Bischof und eine kleine Gruppe mit Weihwasser und Weihrauch durchs Hotel. Der Fitnessraum, die Zimmer, die Lobby, und so das ganze Haus, werden noch extra gesegnet. Es beeindruckt, wie der Bischof jeweils ganz persönliche Gebetsworte findet und je nach Raum andere Bitten und Hoffnungen ausspricht. Es ist wirklich eine weihevolle Atmosphäre und man empfindet, dass auch alle Menschen, die je in unser Hotel kommen in den Segen eingeschlossen sind. Gegen Schluss geht er auf das mitgetragene Pilgerheiligtum zu und meint: «Schön, dass auch die Pilgermutter dabei ist.»
Welch schöner Platz
Während dieser Zeit des Gebets wird auf der Dachterrasse bereits der sehr schön aufgebaute Apero den Anwesenden angeboten. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, in kleinen Gruppen das Hotel zu besichtigen. Viele äussern, dass sie staunen, was geworden ist. Es sei schlicht, gediegen und ansprechend. Natürlich kommt auch hie und da Bedauern auf, dass es nicht mehr so ist, wie sie es gewohnt waren, gleichzeitig ist das Verständnis vorhanden, dass es sich einiges ändern musste. Noch längere Zeit bleiben die Leute auf der Dachterrasse im Gespräch miteinander und lassen den Nachmittag ausklingen. Und immer wieder ist zu hören, welch schöner Platz uns doch geschenkt ist: «Über dem See – dem Himmel so nah!»
Text: Sr. Ursula-Maria Bitterli
Fotos: Sr. M. Florence Harder
