Bildungs- und Begegnungstag für Senior/Innen
Neu-Schönstatt Quarten – 9. März 2022

«Von der Gnade des Ruhestandes»

Zu diesem Thema hat der Mariengarten-Kreis weitere Interessierte aus der Familienbewegung eingeladen und der Tag wurde für die Teilnehmenden zu einem erfreulichen Erlebnis.

Nach dem Eintreffen mit Kaffee und Gipfeli begrüsste Gallus Ebneter die Anwesenden und anschliessend trafen wir uns im Heiligtum zu einem kurzen Einstieg und Gebet ins Thema.

  1. René Klaus konnte uns zum erwähnten Thema viele wertvolle Gedanken und Impulse vermitteln. Ruhestand soll nicht «Unruhestand» werden, aber auch nicht nur «Nichtstun» – Gesunden Lebensstil pflegen: Kontakte, Essen, Bewegung, Schlaf ─ P. Kentenich betonte immer wieder, Zweisamkeit mit Gott suchen, zusammen mit der MTA haben wir alles gemeinsam getragen, trotz Eigenart von jedem.

Nach C.G. Jung kennt das menschliche Leben verschiedene Wende- und Umbruchzeiten:

Pubertät – Persönlichkeitsfindung / Beruf, Zivilstand – Lebensmitte – Pensionierung

Anselm Grün spricht von der Lebensspur, die prägt, wenn Krisenzeiten, Krankheit, Unfall, Krieg etc. eintreten – Wendezeit bewirkt oft auch einen Wandel.

Die spirituellen Gnaden und Gaben können uns dabei Kraft schenken – geistige Verbindung stärkt! Hoffnung, Vertrauen, Dank ─ Alter ist der Ruhestand des Lebens. Ruhezeit braucht der Mensch immer wieder. Der 7-Tage-Rhythmus hat sich in der ganzen Welt eingebürgert, auch in anderen Religionen (aus dem Schöpfungsbericht – «am 7. Tage sollst du ruhen»).

Mussezeit entdecken – Natur, Kunst, Schöpfung, Reich Gottes – Gebet.

Dankbar staunen über Gottes Spur in meinem Leben. Staunen über gute und schlechte Erinnerungen, die auch Gottes Spuren enthalten, denn ER ist stets ein verzeihender, liebender Gott.

Zulassen

  • Zeit nutzen für Besuche, Reisen, noch Wünsche erfüllen
  • Für andere da sein, Füreinander – Hilfe geben und auch annehmen, sich bewusster Gott zuwenden! «Wer glaubt, ist nicht allein»
  • Wir sind noch für ein anderes Leben geschaffen! – Barmherzigkeit im Tod!

Die positive Zeit des Alters wahrnehmen und sich an kleinen Dingen erfreuen

Loslassen

  • Lebenswelt wird kleiner und enger – jeder Abschnitt ist wichtig – es ist oft hart, mit zunehmenden Schwächen, Seh- und Hörkraft, Reduktion des Bewegungs-Radius, Krankheit etc. umzugehen.
  • das Beten soll einfacher werden, mit Gott direkt sprechen
  • weniger Pflichten und apostolische Tätigkeit
  • Apostolat des SEINS pflegen – «Leben und l
  • eben lassen»
  • Abgeben von Verantwortung und Aufgaben
  • Wer für alle da sein will, soll auch für sich selbst da sein!

Zum Abschluss der Tagung trafen wir uns zur Eucharistiefeier in der Hauskapelle, mit Predigt, Fürbitten und anschliessendem Weihegebet.

Dankbar und bereichert trafen wir abschliessend noch mit Sr. Joseline Becchio zum Kaffee zusammen.

mhs