In der Einladung zum Schulungsnachmitttag vom Pilgerheiligtum am 5. März stand Folgendes:
«Information, Impuls,
Erfahrungsaustausch, Schulung,
Gebet, Besinnung, Innehalten,
Pilgerheiligtum neu “auftanken“ usw.»
Und fast 30 Personen machen sich auf den Weg nach Quarten.
Und über 20 Pilgerheiligtümer werden gebracht zum Neu-Einsegnen.
In einer Gebetszeit bieten wir Maria in dieser Notzeit erneut eine Krone an.
Unser Thema wird ausgeführt, in einem kleinen Theater und in einer PP-Präsentation und vertieft durch den Austausch:
Sei ein Botschafter der Hoffnung durch das Sein
Dieser ‚Weg des Apostolates‘ ist für Pater Kentenich der wichtigste. Wie oft spricht er vom ‚Seinsapostolat‘! Die Menschen heute sind sehr sensibel für Echtheit, für Authentizität. Man merkt sehr schnell, ob etwas echt ist, von innen heraus, oder ob es Maske ist, Sein oder Schein! Von uns soll eine Strahlkraft ausgehen, die auf andere wirkt. Wenn wir froh und zuversichtlich sind, auch in schwierigen Lagen, dann werden andere auf uns aufmerksam und fragen sich insgeheim: ‚Wie schaffen die das bloss?‘
Sei ein Botschafter der Hoffnung durch das Gebet
Drei Männer geben Zeugnis, wie wichtig das Gebet für sie ist:
Pater Josef Kentenich: „Meine persönliche Überzeugung geht dahin, dass Opfer und Gebet eine viel stärkere Kraft haben als die unmittelbare Arbeit.“
Papst Johannes Paul II.: „Das Gebet ist das erste Apostolat.“
Max Thürkauf, Naturwissenschaftler und Philosoph: „Unterschätzen Sie die Kraft des Gebetes nicht! Ich könnte Ihnen manche Beispiele erzählen. Lassen Sie sich von allfälligen Spöttern nicht abhalten. Es gibt nichts Stärkeres als das gemeinsame Gebet.“
Sei ein Botschafter der Hoffnung durch das Wort
Wir scheuen uns oft, unseren Glauben durch das Wort weiterzugeben. Wir wissen nicht, wie erklären. Wir wollen nicht aufdringlich wirken.
Und doch – wie manche von uns sind durch ein Wort von einem anderen zum Glauben gekommen. Auch das Projekt «unterwegs zu dir» / Pilgerheiligtum haben manche durch das Wort eines anderen kennen gelernt.
Der Mann von Stilla Silberhorn, eine Schönstatt-Mutter in Deutschland, erzählt: „Von den natürlichen Voraussetzungen her, lassen sich ihre Leistungen und ihr grosser Einfluss nicht ohne weiteres erklären. Grosse Worte lagen ihr nicht. Einer Bekannten gegenüber äusserte sie: „Du weisst doch, dass ich nicht reden kann.“ – Das Erleben ihrer Grenzen ihres Unvermögens, konnte sie nicht daran hindern ständig neu auf andere zuzugehen, sich für sie einzusetzen, auch durch das Wort.“
Sei ein Botschafter der Hoffnung durch Beiträge ins Gnadenkapital
„Die Beiträge ins Gnadenkapital“ stellen einen apostolischen Weg besonderer Art dar. Alles, was wir der Gottesmutter aus Liebe schenken, unser ganzes Leben, unser Opfern und Beten, unsere Selbsterziehungsarbeit, unsere äussere Wirksamkeit, ja auch das Leid und alles Schwere im Leben, wird zum Segen für die Unseren. Viele Situationen, in denen man früher keinen Sinn gesehen hat, die einem einfach unangenehm und lästig waren, bekommen nun einen Sinn. Alles kann zu einer apostolischen Tat werden: das Aufstehen in der Frühe, der Ärger bei der Arbeit, der Verzicht auf Annehmlichkeiten, der Besuch beim Zahnarzt, eine Blamage, das Leiden an einer Charakterschwäche und vieles mehr. Wir können die Unseren dadurch erreichen und sie beschenken; wir können für sie etwas tun.
Text und Bilder: Sr. Ursula-Maria Bitterli