Samstag, 3. September:
Vorstellen des Pilgerheiligtums und Pilgerheiligtumstreffen in Einsiedeln
Jedes Jahr anfangs September werden die vier Marienbilder, die in Einsiedeln SZ unterwegs sind, in die Gnadenkapelle gebracht und dürfen unter dem Gnadenbild unserer lieben Frau von Einsiedeln aufgestellt werden. Im Laufe der heiligen Messe segnet der Ortspfarrer, ein Benediktiner, mit grosser Andacht und Freude die Bilder neu.
Zuschauen beim Legospielen
Eine Frau gibt ein eindrückliches Zeugnis über ihre Erfahrungen mit der Pilgernden Mutter. Bei der Geburt ihres Kindes empfand es sogar die Hebamme als speziell, dass Maria im Zeichen des Pilgerheiligtums dabei war. Wenn Maria auf Besuch komme, empfinde sie stark ihre Anwesenheit, ihre Gegenwart. Gott sei immer da und in Gott auch Maria, aber es sei einem dann noch bewusster, dass Maria jetzt bei ihnen zuhause sei. Hie und da habe sich ihr Bub gewünscht, dass sie Maria auf den Boden stelle, sodass SIE ihm zuschaut, wenn er mit den Legos spielt.
Kaffee bei den Mönchen
Gegen 15 Personen folgen am Schluss der Einladung des Pfarrers für ein Pilgerheiligtumstreffen im Kloster. Wir folgen ihm über steile Treppen und durch eindrucksvolle, lange Gänge in die Cafe-Stube der Mönche. Dort steht er an der Kaffeemaschine und bedient alle mit Getränken. Einige haben feines Gebäck mitgebracht und bieten dies an. Wir hören Neuigkeiten vom «Projekt unterwegs zu dir» und tauschen uns aus über unsere Erfahrungen mit der Pilgermutter.
Sonntag, 4. September:
Anbieten des Pilgerheiligtums im Pfarrei-Gottesdienst in Altstätten SG
Eine Familie und ein Mann zeigten Interesse an den monatlichen Besuchen der Pilgernden Mutter in Altstätten SG. Der Pfarrer ermöglicht, dass dies auch anderen angeboten werden kann. Und: Welch Freude, dass am Schluss der heiligen Messe bereits sechs Namen auf der Liste stehen! Speziell ist zudem, dass der Pfarrer wünschte, dass nach der Kommunion ein Gebet in Zusammenhang mit der Pilgermutter gesprochen wird:
Heiland, Jesus Christus, ich durfte dich empfangen,
dich aufnehmen in mich.
Du bist da, hier, jetzt, an diesem Ort,
gegenwärtig, anwesend – bei mir, in mir.
Du bist da für mich und schaust mich an.
Und ich spüre, du weiss, was mich bewegt.
Und dein Schauen ist Wohlwollen, Anteilnahme, Wertschätzung.
Du bist immer auf dem Weg zu den Menschen,
bei den Menschen, bei mir.
Maria, deine Mutter, durfte und darf Brücke für dich sein,
durch sie bist du zu uns gekommen.
Auch heute ist sie unterwegs zu uns,
du hast sie uns am Kreuz zur Mutter gegeben.
Wenn ich mutlos und traurig bin, komm du zu mir, begleite mich. –
Mit dir will ich gehen, Maria.
Wenn die Freude in mir sprudelt und ich glücklich bin,
komm du zu mir, begleite mich. – Mit dir will ich gehen.
Wenn ich müde bin und denke, es geht nicht mehr,
komm du zu mir, begleite mich. – Mit dir will ich gehen, Maria.
Wenn ich frage, suche und zweifle,
komm du zu mir, begleite mich. – Mit dir will ich gehen.
Wenn ich zufrieden bin und Schönes und Gutes erfahre,
komm du zu mir, begleite mich. – Mit dir will ich gehen.
Maria, du Pilgernde Mutter, nimm mich jeden Tag mit,
mit zu deinem Sohn, zu Gott unserm Vater und zum Heiligen Geist.
Text und Bilder: Sr. Ursula-Maria Bitterli