19. – 21. Septptember 2023
Rückblick auf die Heiligtums-Wallfahrt zu sechs Schönstatt-Gnadenkapellen der Schweiz
Überstrahlt vom grandiosen Spätsommerwetter tankte eine kleine, harmonische Gruppe während drei Tagen Kraft in der Gnadenkapelle in St.Gallen, auf dem Friedberg Gossau, dem Schönberg in Fribourg, in Brig, dem Berg Sion in Horw sowie dem Landes-Heiligtum in Quarten.
Einige Höhepunkte zur eindrücklichen, von Sr. Renata-Maria Becchio erstklassig geleiteten, und Buschauffeur Manfred Kuratli seriös gemeisterten Schweizer Wallfahrt beschreibt das folgende Resümee.
Im Heiligtum des marianischen Glaubensweges in St.Gallen feiern wir mit Schönstatt-Pater Felix Strässle den ersten Gottesdienst und bitten die mit einem Sternenkranz geschmückte „Dreimal Wunderbaren Mutter“ um Beistand und Schutz. Danke Pater Felix für die prägnanten Predigtgedanken „Begegnung, Leid und Freude“. Vor der Busfahrt nach Gossau SG erquicken wir uns am köstlichen, von Hausmutter Myrtha Keller minutiös vorbereiteten „Znüni“.
Kaum haben wir das Zwischenziel Friedberg Gossau erreicht, heisst uns Pater Kiran Gottipat SAC willkommen, berichtet von seiner „Lebensschule“ in Indien, aber auch seiner Beziehung zu Schönstatt und Maria.
Gemeinsam geniessen wir alsdann den traditionellen „Olma-Bratwurstschmaus“. Später empfängt uns Cäcilia Hardegger im Heiligtum als Coenaculum. Gespannt folgen wir ihren Recherchen zu der „neuen“, 1961 eingeweihten Schönstattkapelle, singen, danken und bitten unsere Gottesmutter im Schlussgebet „Maria mit dem Kinde lieb – uns allen deinen Segen gib“, um Unterstützung.
Glücklich nun im ruhigen Kraftort und Bildungszentrum Burgbühl in St.Antoni FR zu verweilen, beziehen wir unsere Unterkunft, lassen uns kulinarisch verwöhnen, aber auch angenehm überraschen vom Besuch der Schönstätterin Anna Marti und Bundespriester Hubert Vonlanthen. Ein grosses Dankeschön ihnen beiden! Unser spiritueller Gedankenaustausch hat dem ersten, äusserst erlebnisreichen Tag die Krone aufgesetzt.
Unser zweiter Reisetag startet mit dem feierlichen Morgenlob in der nahegelegenen Bruder-Klaus-Kapelle. Später erwartet uns im Brückenheiligtum auf dem Schönberg in Fribourg die Historikerin und Stadtführerin Anna Marti.
Unwahrscheinlich begeistert beschreibt sie uns den „steinigen Weg“ und die Ent-stehungsgeschichte „ihres“ Heiligtums, führt uns zu wunderbaren Aussichtspunkten und beendet den eindrücklichen Stadtrundgang durch die grösste historische Altstadt der Schweiz mit der Besichtigung der imposanten „Cathédrale Notre Dame de Fribourg“.
Bald schon setzen wir unsere „Entdeckungsreise“ fort, erlaben uns an der malerischen Landschaft über und am Genfersee, halten Andacht und treffen rechtzeitig zum Zimmerbezug im Haus Schönstatt in Brig ein.
Noch bevor uns das, von Sr. Mariza Signer„handbediente“ Glöckchen des Schönstatt–Heiligtums-Brig zum Abendgottesdienst mit Pfr. Robert Müller einlädt, begrüsst uns Sr. Rina Huber. Sie weist auf den oft herausfordernden Alltag im Wallis hin (Wasserknappheit etc.) und freut sich auf unser Mitfeiern und Beten in der Kapelle „Quelle lebendigen Glaubens“. Im Übrigen ein Juwel das durch seine geschnitzten Gegenstände wie: die grosse Zettelkanne, das „Weihwasserfässli“ und ganz speziell den gedrechselten Altarschmuck ins Auge sticht. Als hätten uns der berührende Gottesdienst und das freimachende Ambiente nicht gereicht, überrascht die teilnehmende Mitpilgerin Susy nach dem Nachtessen das, seit 60 Jahren verheiratete Ehepaar Margrit und Hans im „Musikzimmer“. Mit dem Gesang der Ballade „Die Uhr“ von Carl Loewe und ihrer persönlichen Begleitung am Klavier verpasst sie auch diesem Tag eine „Spezialnote“.
Der dritte und letzte Wallfahrtstag mit der Fahrt über den Furkapass nach Andermatt mit dem Ziel Horw LU beginnt für alle früh. Dennoch, Sr. Renata-Maria versteht es, das grosse Zeitfenster mit einer gedankenreichen Meditation zu füllen.Gleichzeitig bietet uns diese „Ruhephase“ die Möglichkeit, Maria für die Auszeit und Hilfe zu danken, ihr unsere Sorgen und Nöte zu übergeben und sie zu bitten, künftig unseren Blick für das Wesentliche zu schärfen.
Erholt und pünktlich erreichen wir Berg Sion und sind entzückt von der prächtigen Lage der 1977 gebauten und der Gottesmutter von Schönstatt geweihten Kapelle Sion Patris Patriae. Trotz seinen bald 90 Jahren zelebriert Schönstattpater Josef Fleischlin mit uns eine kraftspendende Wallfahrts-Eucharistie. Engagiert gibt er uns sein Wissen über das Leben des Schönstatt-Gründers Pater Josef Kentenich (1885-1968) und die „Vier Grundpfeiler Schönstatts» weiter. Etwas hungrig freuen wir uns auf die köstliche „Bernerplatte“.
Frisch gestärkt begleitet uns Pater Josef nun durch das Haus der Schönstatt Patres, erklärt uns die dreizehn Wand-Lithografien auf denen der Maler Otto Heigold die Lebensstationen von Pater Kentenich aufzeigt.Und überrascht uns schliesslich mit der Besichtigung der geschichtsträchtigen, architektonisch hervorragend gestalteten Hauskapelle im Untergeschoss.
Wie geplant endet unsere 711 km lange Heiligtums-Wallfahrt im Landes-Heiligtum in Quarten. Solidarisch halten wir ein letztes Mal Andacht, danken Maria für die kraftspendende „Auszeit“ und bitten sie, uns nach ihrem Bild zu formen, damit viele zur Quelle lebendigen Glaubens finden.
Sr. Renata-Maria, wir danken ihnen von Herzen für die unvergesslichen Stunden und Tage und sind überzeugt: Das Heiligtumslicht aus Quarten wird auch unsere „Stuben“ erhellen.
Bericht: Pia Aemisegger, Gossau