Schon seit ich bei den Schönstatt-Müttern vom Monstranz-Ideal gehört habe, beschäftigt mich dieses Thema. Ich möchte Euch an meinen Gedanken darüber teilnehmen lassen. Aber es sind laienhafte Versuche.
Als Jesus erklärte, welches das grösste Gebot sei, sprach er die gewichtigen Worte: «Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben…, ein zweites aber ist diesem gleich: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.»
Und Pater Kentenich sagte: «Sorgen Sie dafür, dass die Welt um Sie herum ein Stück Himmel wird.»
Das ist für mich ein Grund das Monstranz-Ideal zu betrachten.
Gott zu den Menschen tragen!
Damit wir das können, braucht es einiges. Liebe zu Gott und Liebe zu unseren Mitmenschen. Ich denke, wenn wir das tun, dann strahlt die Liebe aus unseren Augen, Worten und Werken. Gott wohnt dann in uns.
Als Katholiken sind wir prädestiniert, weil wir IHN in der heiligen Kommunion wirklich und wahrhaftig in uns aufnehmen dürfen.
Soweit meine «schöne Theorie». Ja, die Praxis sieht oft etwas anders aus. Das haben wir alle schon erlebt, dass mein ICH absolut nicht strahlen will. Zum Beispiel weil:
• Ich Zahnweh habe
• Die Nachbarn viel zu laut Musik hören
• Ein Brief da ist (nicht erfreulich) sei er vom Steueramt oder eine Falsch-parkier-Busse
• Ein Arztbericht vorliegt, der bescheinigt, dass ich langsam alt werde (gelinde ausgedrückt)
• Die Katze Schnupfen hat und der Hund grundlos bellt
• Nachbars Ziegen meinen Garten kahlgefressen haben
Die Liste ist beliebig zu verlängern…

 

Und ich denke noch, Gott verzeiht mir mein langes Gesicht, denn ich habe ja soooo viel Grund dafür!!
Trotzdem bleibt in mir die Sehnsucht wach, Gott und meinen Nächsten zu lie-ben, ja, gut zu sein.
Also versuche ich wieder:
• Um Liebe zu beten
• Positiv zu denken
• Dem Mitmenschen ein freundliches Gesicht zu zeigen
• Den Miesepeter in mir zu ignorieren
• Kurz – in die Welt zu strahlen
DENN
eigentlich waren die letzten 77 Jahre ja gar nicht so übel, ja, Gott hat’s wirklich sehr gut mit mir gemeint!
ÜBRIGENS:
Gott wohnt ja wirklich in uns. Also müsste man IHN auch in die Welt strahlen können.
UND: WIE HABT IHR’S?
Also, ich versuch’s weiter!
Schöni, frohi und gsägneti Wiehnachte,
es guets Nüüs und alles Liäbi
Frieda Gmür

Quelle: Aus Treffpunkt Frau, Advent 2023