Neusegnung der Bilder der Pilgernden Mutter
Im Mai ist erneut in verschiedenen Pfarreien in einem Gottesdienst die Neusegnung der Pilgerheiligtümer. Unter anderem in Abtwil SG, Flums SG, Weesen SG, Muri AG und Gossau SG.
Gossau SG: Zu viert in kurzen Bänken
Nicht immer ist die Kirche, die Kapelle, ganz voll – aber in Gossau ist bis auf den letzten Platz alles besetzt – gut vierzig Personen. Die Leute sitzen zu viert in den Bänken, die Türe bleibt offen und auf dem Altar stehen 8 Bilder der Pilgernden Mutter. Als Thema wählte der Pastoralassistent das Motto der Schönstatt-Bewegung in diesem Jahr: DU – ganz Mensch. Er zeigt auf, wie Maria ganz menschlich, natürlich reagiert und gleichzeitig eingebunden ist in ein grosses Gottvertrauen. – In der Feier spüren wir, Maria ist jetzt anwesend, sieht uns, hört uns und weiss um uns – wie eine Mutter. Auch wenn Maria als Pilgernde Mutter nach Hause kommt, erleben viele Menschen Maria ganz menschlich und nah:
Richtig bei mir auf Besuch
Mir tut gut, wenn ich durch die Pilgernde Mutter spüre, dass ich nicht allein bin. Ich fühle mich wie empfangen, wenn ich heimkomme und sage zu Maria: „Hier bin ich wieder!“ oder beim Abschied: „Ich gehe jetzt zur Arbeit. Begleite mich.“ Ich habe das Empfinden, dass Maria richtig bei mir auf Besuch ist, ich grüsse sie immer wieder und vertraue ihr alles an. B.M.
Ich finde es speziell und es beeindruckt mich, dass mein Mann, wenn Maria bei uns auf Besuch ist, abends und morgens, beim Vorbeigehen seine Hand auf das Bild der Pilgernden Mutter legt und Maria so den vergangenen oder den kommenden Tag anempfiehlt. J.J.
Als wir aus den Ferien zurückkehrten, hatte uns bereits jemand das Pilgerheiligtum an die Türe gehängt. Da meinte eines unserer Kinder: „Oh, wie schön, die Muttergottes erwartet uns bereits!“ N.N.
Muri AG: Schauen auf eine aussergewöhnliche Frau
Zum Pfarreigottesdienst werden 15, der 17 Marienbilder, die in Muri unterwegs sind, gebracht und vorne in der Pfarrkirche hingestellt.
In der Predigt heisst es: «Es ist Mai und morgen feiern wir Muttertag. In vielen Ländern schauen Menschen in diesem Monat auf eine aussergewöhnliche Frau, auf eine Mutter – auf Maria. Zuerst auf diese Frau geschaut – hat Gott selber! Maria ist eine Brücke von Gott zu uns Menschen und von uns zu Gott. Sie wurde von Gott berufen, den Sohn Gottes zur Welt zu bringen. Er ging als erster über diese Brücke! Und unzählige Menschen sind seither über die «Brücke Maria» zu Gott gegangen.»
Geh mit mir als Christusträgerin
Viele Menschen erleben auch den monatlichen Besuch der Pilgernden Mutter als Brücke zu Gott! Dies ist spürbar als die Koordinatorin der Marienbilder in Muri, stellvertretend für alle, betet: «Liebe Dreimal Wunderbare Mutter, nun geh‘ mit mir als Christusträgerin und Christusbringerin. Besuche du die Menschen, damit sich in ihnen Wunder ereignen wie im Hause von Zacharias und Elisabeth. Sei allen die zum Pilgerheiligtumskreis gehören nahe. Sorge für sie. Tröste sie und begleite sie in ihrem Alltag. Stärke sie und beschenke sie bei jedem Besuch, den du machst.»
Text: Sr. Ursula-Maria Bitterli
Fotos: Hans Schöbi (Gossau), Henrieta Suter (Muri), Sr. Ursula-Maria