Petrus war uns wohlgesinnt, als sich eine Gruppe von 11 aufgestellten Frauen per ÖV ins Schönstattzentrum nach Brig aufmachte. Schon bei der Ankunft und vor Zimmerbezug führte uns Sr. M. Beatris mit ihrem Einstieg «Du ganz Mensch» vor, wie wunderbar der Mensch von Gott geschaffen und mit einer unsterblichen Seele mit dem Übernatürlichen verbunden ist.
Für die Organisation und die Wanderungen war Rita Bärtsch verantwortlich, die Impulse für Geist und Seele lagen in den Händen von Sr. M. Beatris und Petra Schuh. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für ihre jeweilige Arbeit, von der wir alle nur profitieren konnten.
Jeweils morgens, nach der hl. Messe in der Hauskapelle und nach einem reichhaltigen Frühstück gab uns Petra Schuh Tipps und Anregungen, wie wir in die Falle Perfektion(ismus) geraten, uns und unser Umfeld damit belasten und uns ebenfalls ganz sacht davon befreien können. Dieser Impuls fand vor dem Abmarsch nach Brig statt. Nun, ich versuche jetzt zu Hause, einige von Petra’s Anleitungen zu befolgen, dies manchmal mit mässigem Erfolg! Doch Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden!
Die Wanderungen führten uns jeweils bei schönstem, manchmal eher heissem Wetter zu einer Kirche; am Freitag über Naters zur Kirche von Bitsch, am Samstag mit dem Zug von Brig nach Radon zu einer wunderschönen Felsenkirche. In der Mittagsrast verpflegten wir uns immer aus dem Rucksack. Danach weilten wir in der Kühle der Kirche, wo wir andächtig den Ausführungen von Sr. M. Beatris über das organische und mechanistische Denken von P. J. Kentenich und dessen Auswirkungen folgten. In der Stille spürten wir ihren Worten nach und schlossen mit einem Lobpreis und einem Gebet diese Einkehrminuten ab.
Nach Bewegung und Besinnung gönnten wir uns in Brig oder Raron einen Besuch in einem Café oder Restaurant, wo wir unseren Durst mit einem Kaffee, einem kühlen Bier oder einem Glas Wasser stillten. Manchmal verlangte unser Körper nach etwas Deftigerem, sprich einem Coupe oder einem Apérol Sprizz. Dabei ging es jeweils sehr lustig zu und her.
Nach einem stärkenden und feinen Essen, trafen wir uns noch auf der Terrasse und genossen die lauen Abende. Dabei diskutierten wir über Gott und die Welt. Es waren jeweils interessante und wertschätzende Gespräche. Mir wurde bewusst, wie jede einzelne Frau ein Unikat ist und wir uns gegenseitig unterstützen und fördern konnten. Jedenfalls waren wir eine tolle Truppe und ich danke allen Teilnehmerinnen herzlich für ihr Dasein!
Ob dieses gegenseitige Einvernehmen dem nahen Heiligtum «Quelle lebendigen Glaubens» und der lieben Gottesmutter verdankt war? Ich bin davon überzeugt und freue mich bereits auf eine Wiederholung dieser Tage im 2025; so Gott will!
Bericht von Heidi Haueter

