Wie jedes Jahr hat das Leitungskernteam der Familienbewegung zum jährlich stattfindenden Leitungsteamtreffen Mitte September eingeladen. Bei wunderbarem Herbstwetter treffen sich 13 Paare, zwei Patres und eine Marienschwester am 12. und 13. September 2025 in Quarten.

Start in der Hauskapelle

«Wir sind da», so begrüsst jede Person, jedes Paar auch die Gottesmutter in der Hauskapelle. Ja, und Sie ist auch da. Das ist während des ganzen Wochenendes spürbar. Sei es bei den vielen fröhlichen und ernsten Gesprächen, tiefgreifenden Begegnungen, beim Essen und Erzählen, beim Singen im Heiligtum und auch während den Auseinandersetzungen, wo anspruchsvolle Themen angeregt diskutiert werden.

Wir erzählen aus unserem Leben

Einander vom Leben erzählen und am Leben der anderen teilnehmen stärkt unsere Gemeinschaft und lässt aufleuchten, wo etwas wächst, wo Freude ist, wo uns der liebe Gott braucht oder auch etwas zumutet.

Herausgepickt

In lebendigem Austausch werden noch vor dem Mittagessen in Gruppen Indikatoren für das explizit Schönstättische in den Projekten oder in der Familiengruppe gesucht. Alle Punkte hier zu erwähnen, würde den Rahmen sprengen. Zusammenfassend und verbindend sind folgende Punkte herausgepickt:

  • Orientierung an der Kentenichpädagogik
  • Freiheit als Grundhaltung
  • familiäre, wertschätzende, frohe, vertrauensvolle Atmosphäre lässt Wachstum zu
  • Durch das Leben aus dem Liebesbündnis in die Tiefe wurzeln
  • Freude an der Originalität…
  • Verbindung im Glauben

Nicht ganz einfach, auf die Schnelle auf einen Nenner zu bringen, was mit «Geistträger» gemeint ist. Die zusammengefasste Antwort auf die Frage könnte so lauten:

Geistträger sind Menschen,

  • die ihr Herz nach dem Herzen der Gottesmutter bilden und so in der Persönlichkeit wachsen.
  • Sie strahlen durch authentisches Leben Freude aus.
  • Dadurch ziehen sie Menschen an, die wachsen möchten und geben klare Orientierung.
  • Im Bewusstsein, am Reich Gottes mitzubauen, übernehmen sie Verantwortung für die Umwelt, in Beruf und Arbeit, in Demokratie und Gesellschaft, in der Erziehung und Partnerschaft.

Eine Bewegung leiten: gestern, heute, morgen

Mit einem Input der Standesbegleitung (Franziska & Ruedi Bircher, Sr. M. Nicolette Züger, P. Raffael Rieger) werden die teilnehmenden Paare eingeladen, sich auf eine Gedankenreise mitnehmen zu lassen, der die Frage vorausging: «Welche Leitungsformen dienen dem Leben der Familienliga. Wie nutzen wir die «Schwarmintelligenz» des Leitungsteams»?

Im anschliessenden Paargespräch können sich die Ehepaare austauschen. Am Sonntag lassen sie sich gegenseitig an diesen Gedanken des Ehegesprächs Anteil nehmen. Dies führt zu einem lebendigen, angeregten Austausch, welcher zum Weiterdenken ermutigt.

100 Jahre Gemeinschaft der Marienschwestern und
50 Jahre Zentrum Quarten

Sr. Nicolette erzählt humorvoll und lebendig über den Prozess, welcher läuft, um dieses Fest vorzubereiten. Wie die Gottesmutter mithilft Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu finden. «Sie schickt mich immer wieder zur richtigen Zeit an den rechten Ort», so Sr. Nicolette. Und weiter: «Und dann war da plötzlich dieses Drängen, ins Heiligtum zu gehen. Auf der kleinen Steintreppe neben dem Heiligtum sitzt eine junge Frau. Ich bin mit ihr ins Gespräch gekommen. Sie sucht eine Aufgabe, wo sie sich neben ihrem Studium sinnvoll einbringen kann. Im Gespräch entdecke ich mit ihr, dass sie gerne Sekretariatsarbeiten fürs Fest übernehmen würde und könnte. Ein Gewinn für alle. Danke, Mutter». Auch unsere Familienbewegung wird da sein. Wir freuen uns, mit den Marienschwestern zu feiern. Jede Familie nach ihren Möglichkeiten, Ressourcen, Begabungen und Originalität.

 

Verabschiedungen / neue Wahlen LKT

Rahel & Werner Heller sind nach drei Jahren aus dem Leitungskernteam zurückgetreten. Neu stellen sich Regina & Marco Scheider, Davos, zur Verfügung und werden vom Leitungsteam einstimmig gewählt. Zusammen mit Uschi & Emanuel Oberhänsli bilden sie das Leitungskernteam.

Wiederwahl von P. Raffael Rieger

Pater Raffael wird für weitere drei Jahre ins Team der Standesbegleitung gewählt.

Verabschiedung Franziska & Ruedi Bircher

Als erstes Ehepaar in der Standesbegleitung haben Franziska & Ruedi Bircher Pionierarbeit geleistet, so P. Raffael. Nach sechs Jahren, während denen sie mit viel Herzblut in diese Aufgabe hingewachsen sind, werden sie nun von Sr. M. Nicolette und P. Raffael Rieger verabschiedet. Mit humorvollen und wertschätzenden Worten und Kerzlein aus dem Heiligtum lassen die beiden Blitzlichter ihrer Zusammenarbeit aufleuchten. Pionierarbeit ist so, wie auf einer Skitour im hohen Neuschnee voranzugehen und die Spur zu bahnen. Franziska & Ruedi verabschieden sich von dieser Aufgabe bei der gesamten Schönstatt Familienbewegung Schweiz mit den Worten: «Diese Aufgabe hat uns viel Freude bereitet. Wir bedanken uns für das Vertrauen. Sie hat uns auch einiges abverlangt. Wir durften während den letzten sechs Jahren noch tiefer in die Pädagogik und das Verständnis von Leiten nach P. Kentenich hineinwachsen».

Mit drei roten Rosen, welche sie der Muttergottes ins Heiligtum stellten, bedanken sie sich bei Sr. M. Joseline Becchio, P. Raffael Rieger und Sr. M. Nicolette Züger für die Zusammenarbeit, Begleitung und ständige Offenheit, Neuem gegenüber.

Neues Standesbegleitungs-Ehepaar

Die Familien sind glücklich, dass sich Corinne & Markus Kälin aus Bern für die Aufgabe der Standesbegleitung zur Verfügung stellen. Sie werden mit viel Freude gewählt und auch mit der Zusage, die Krüge zu füllen, damit der Gnadenstrom aus dem Heiligtum für sie und ihre neue Aufgabe fliesst.

Von links nach rechts:
Sr. M. Nicolette Züger, P. Raffael Rieger, Corinne & Markus Kälin (Standesbegleitung)
Regina & Marco Schneider, Uschi & Emanuel Oberhänsli (LKT)

Abschluss

Mit einem würdig gestalteten, familiären Gottesdienst zum Thema «Maria unterm Kreuz, begleitet durch Musik mit viel Gesang wird das Leitungsteamtreffen 2025 am Sonntag vor dem Mittag beendet.

Die Freude über alles Wachstum und alles Leben in der Familienbewegung lässt uns froh und zuversichtlich in die Zukunft blicken. Liebe Mutter Gottes, wir bleiben dran: Nichts ohne dich – nichts ohne uns.

Oberdorf, 16. September 2025
Franziska Bircher