Ein lang gehegter Wunsch geht am 11. Oktober in Erfüllung. Zum ersten mal veranstalten wir ein Pilgerheiligtumstreffen vom Ober- und Unterwallis, also in Deutsch und Französisch. Es war uns ein besonderes Anliegen, dass beide Sprachgruppen auf die „Rechnung“ kamen. Das, was uns einte war das Pilgerheiligtum, die Gottesmutter selbst. Diese Einheit zu erleben war für die Teilnehmenden eine beglückende Erfahrung und ein grosses Geschenk. Am Ende des Treffens äusserten sich Teilnehmende wie folgt:
„Das Treffen war wunderbar. Wir empfanden uns als eine einzige grosse Familie. Vom ersten Augenblick an erlebten wir eine gelockerte und frohe Atmosphäre. Wir erfreuten uns aneinander und es ergaben sich schöne Begegnungen. Zudem hat der Himmel uns mit idealem Wetter beschenkt.“
Das Vorbereitungsteam mit insgesamt 9 Personen, deutsch- und französischsprechenden Personen, traf sich bereits zu Beginn des Jahres für erste Besprechungen. Die Zusammenarbeit war sehr angenehm und bereichernd. Jede Person konnte sich nach ihren Möglichkeiten und Talenten einbringen. Wir sind überzeugt, dank des grossen Einsatzes von allen wurde der Tag für alle zu einem Erfolg und Erlebnis.
Morgens wurden die Ankommenden mit Kaffee, Tee und selbst gebackenem Zopf begrüsst und willkommen geheissen. Die Teilnehmenden fühlten sich sofort an- und aufgenommen. An kleinen Stehtischen gab es erste Begegnungen und Kontakte oder auch freudige Wiedersehen.
Die heilige Messe war der Höhepunkt des Tages. Zwei junge Frauen begleiteten die Lieder und gaben dem Geschehen eine festliche Note. Pfarrer Hubert Vonlanthen verstand es die beiden Sprachgruppen anzusprechen, so dass alle auf ihre „Rechnung“ kamen. Über Beamer luden Texte wie Lieder in beiden Sprachen ein, sich aktiv am Gottesdienst zu beteiligen.
Am Schluss wurden alle Teilnehmenden eingeladen, in grossen Töpfen Samen zu pflanzen, ein Zeichen unseres Mittuns und Einsatzes, ein Zeichen dafür, dass wir überall wo wir sind, Pilger der Hoffnung sein möchten. Diese Töpfe erhielten im Laufe des Tages beim Heiligtum ihren Platz.
Das Treffen stand ganz im Zeichen des 75-jährigen Bestehens der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter durch Joao Luiz Pozzobon. Er hat uns gezeigt, was es heisst: „Pilger der Hoffnung“ zu sein. Mit kurzen Videos über sein Leben und Wirken konnten sich die Teilnehmenden ein Bild machen vom fruchtbaren Apostolat dieses Mannes. Austausch und Zeugnisse reicherten den Vormittag an.
Die verschiedenen Angebote am Nachmittag luden zu Stille und Besinnung ein:
Sei es die Begehung des Themenweges mit dem Inhalt: „Unser Heiligtum als Hoffnungszeichen auf unserem Pilgerweg“, Beichtgelegenheit oder stille Anbetung im Heiligtum.
Zum Abschluss des Tages versammelten wir uns erneut beim Heiligtum. Die Pilgerheiligtümer standen ganz im Mittelpunkt und wurden erneut feierlich ausgesandt und mit den Worten überreicht: „Sei ein Pilger der Hoffnung“!
Bevor die Einzelnen ihre Heimreise antraten, konnten sie sich nochmals stärken mit den feinen Crèmeschnitten und Kaffee. Dabei gab es erneut herzliche Begegnungen von Teilnehmenden aus dem Ober- und Unterwallis. Es erweckte teilweise den Eindruck, dass die Sprachbarriere kein Hindernis war, sich zu verständigen. Das gemeinsame Apostolat verband sie.
Mit grosser Dankbarkeit Gott und der Gottesmutter gegenüber, war sich das Vorbereitungsteam einig, dieses zweisprachige Veranstaltung im kommenden Jahr erneut durchzuführen.
Bericht: Sr. M. Rina