Liebe Schönstattfamilie der Schweiz
Auch dieses Jahr durften wir einer offenen und sehr aktiven Schönstattfamilie begegnen. Dankbar dürfen wir auf viele wertvolle Begegnungen zurückschauen, sei es an Anlässen oder auch private Begegnungen. Wir sind auch sehr dankbar, eine so lebendige und aktive Schönstattfamilie zu spüren und erleben zu dürfen. Unser Dank geht hier an jeden einzelnen Beitrag, jedes Engagement, jedes spontane Einspringen und vor allem auch für jedes begleitende Gebet. Wir waren sehr beeindruckt, was alles werden durfte, wenn eine spontane Zusage kam. In der Vielfalt der Menschen und ihrer Art durfte einfach wieder Neues geschehen und aufbrechen.
Auch spürten wir da und dort den Aufbruch als Pilger der Hoffnung, auch als Pilger der Freude. Es hat uns tief berührt, dass Papst Franziskus mit «seiner Jahresparole» so viel bewegen konnte zum Aufbruch im Glauben. Er hat auch zum Aufbruch zu unseren Werten als Christen eingeladen und gebeten, es darf keiner schweigen und für sich behalten. Wir Christen sollen von Gottes Liebe erzählen und ihn durch uns wirken lassen, ihn in unserem Sein ausstrahlen lassen und uns auf den Weg machen, wohin auch immer, aber sicher zu den Menschen.
Auf dieser Wanderschaft, auf diesem Pilgerweg hat uns bis im Sommer dieses Jahres unsere Parole; Mit – ein – ander, geerdet und gehimmelt begleitet. Das passte doch wunderbar zum Pilgern. Auch haben wir erspüren dürfen, dass gerade unter uns «Schönstättern» ein bewusstes, spürbares Miteinander wachsen durfte. Das erfüllt uns mit grosser Freude und unser Dank geben wir gerne zu unserem Vater in den Himmel weiter.
An der Delegiertentagung im Juni 2025 durften wir uns als Pilger der Hoffnung aufmachen, in die jetzige Zeit zu schauen und herauszufinden, was uns und viele um uns bewegt. In dieser Aufgabe hat uns der verstorbene Papst Franziskus mit seinen Aussagen im Buch «Hoffe» sehr behutsam geführt. Mit vielem Nachspüren im Leben, mit einem familiären Miteinander und der Führung des Heiligen Geistes wurde uns die neue Parole geschenkt; Unruhig und voller Freude – Wir sind da.
Wir Delegierten spürten, dass ein grosses Feuer aufgebrochen war, eine unglaubliche Begeisterung und wir spürten wohl alle, dass wir diese neue Parole im Alltag ganz gut anwenden können und dass uns diese neue Parole weiter im Miteinander stärken kann.
Franz und ich haben dann auch gemerkt, dass unsere Begeisterung vom Wir sind da, von der Delegiertentagung weg direkt in den Alltag begleitet hat. Wir haben vor allem das „Wir sind da“, gebraucht zum Trösten, zum Halt geben, zum Sicherheit vermitteln und zum Darauf-hinweisen, wir sind da in Jesu Namen.
Jetzt ist ja bei uns in der Bewegung der Brauch gewachsen, dass die «neue» Jahresparole «erst» am Schönstatt Life eingeführt wird. Und da spürten wir, dass wir gerne das entfachte Feuer, die Begeisterung der Aussage:
Unruhig (in dieser Welt die durchgerüttelt wird)
Und voller Freude (wir wollen die Freude leuchten lassen und unsere entzündeten Herzen erzählen lassen von Gottes Liebe)
Wir sind da (auf uns könnt ihr zählen, in Freud und Leid)
Wir beide konnten also nicht anders handeln, also umsetzen, was da aufgebrochen ist. Und wir haben uns überlegt, vielleicht wäre es gut, wenn wir das Feuer mitnehmen können aus der Delegiertentagung und nicht bis auf die Asche abklingen lassen, damit wir es im Herbst dann wieder neu entfachen müssen. Und da im Jahr 2026 das Schönstatt Life ausfallen wird wegen Festlichkeiten der Schwestern und des Zentrums in Quarten, haben wir uns Gedanken gemacht, dass wir die neue Jahresparole sofort weitergeben möchten, mit einem Schreiben, wie die Entstehung kam und was Begeisterung ausgelöst hat. So kann jede Gliederung schon bald nach der Delegiertentagung sich Gedanken der Umsetzung der Parole machen. Die Erarbeitung vom Gebet und das Bild der Jahresparole dauert aus Erfahrung der vergangenen Jahre bis ca. Mitte September. Das soll uns aber nicht hindern, uns schon vertraut zu machen mit der Formulierung der Parole.
Wir hoffen, mit dieser Idee das Feuer, welches jeweils an der Delegiertentagung entsteht, nicht abflachen zu lassen und erst am Schönstatt Life wieder neu und etwas mühsam zu entfachen.
So freuen wir uns, mit Euch allen uns auf den Weg zu machen, in einer so unruhigen Zeit. Und gerade in dieser Zeit, da wo wir leben und wirken, wollen wir Freude in die Herzen tragen. Jeder auf seine Art, jeder mit seinen Möglichkeiten. Und wir wollen da sein, wir wollen als Apostel in der Nachfolge von Christus unsere Spuren hinterlassen. Vielleicht im Erzählen von unserer Gemeinschaft, im Erzählen was uns geschenkt wird in unserem Vertrauen auf das Gute und Vieles mehr…
Wir wissen, jede und jeder von euch hat seine Ideen, wie er dieses neue Motto umsetzten möchte.
Wir freuen uns riesig, mit unserem gemeinsamen Ziel, Christus immer näher zu kommen, ihm immer ein Stück ähnlicher werden, vielleicht nachspüren, nach dem ICH, so wie Gott Vater uns gedacht hat.
Wir wünschen Euch von ganzem Herzen viel Segen, die liebende Hand unserer lieben Gottesmutter, die führt und viele offene Herzen, welche diese Welt etwas lichtvoller mitgestalten möchten.
In Verbundenheit übers Liebesbündnis grüssen
Rita und Franz Schuler