Vier Pilgerheiligtums-Aussendungen in den Kanton St. Gallen

Im Juli 2024 mailt eine Frau von Niederstetten SG, dass sie gerne Besuch von der Pilgernden Mutter von Schönstatt bekommen möchte und fragt wie sie das machen müsse. Sie kenne das Angebot von ihrem Vater, der in Mels wohne, und sie sei ganz begeistert davon. Im Oktober kommt diese Frau mit drei der sieben Familien, die sie danach gewinnen konnte, zur Aussendung des Pilgerheiligtums mit der Nummer 1062 in den 1. Kreis von Niederstetten. Dabei sind auch 12 Kinder.

Im Laufe der Zeit macht diese Frau das Angebot der Besuche der Pilgernden Mutter in Bütschwil und Schwarzenbach und kann dort interessierte Familien finden, sodass Maria weitere zwei Mal auf den Weg gehen kann!

Dann spricht sie mit dem pfarreiverantwortlichen Diakon von Jonschwil. Dieser möchte mit seiner Familie gerne Besuch von der Pilgernden Mutter. Mit seinem Einverständnis kann sie die Familien der Ministranten ansprechen. Es gelingt ihr einen Kreis aufzubauen. Immer wieder meint sie : «Das war die Muttergottes! – Diejenigen, bei denen ich annahm, dass sie gerne mitmachen, sagten nein. Dann regte mich Maria an, die anderen zu fragen und diese sagten ja; auch zwei Oberministrantinnen möchten Besuch von der Pilgernden Mutter!»

Im Dezember 2025 ist es soweit, das Marienbild für Jonschwil wird ausgesandt. Wie wir uns im Heiligtum versammeln, leider können so kurz vor Weihnachten nicht viele kommen, betritt ein Herr das Kapellchen, der schon öfters in Quarten war. Ich gebe eine kleine Erklärung zu unserem Wallfahrtsort, unter anderem etwas zum «Nichts ohne Dich und Nichts ohne uns» und mache einen Hinweis auf die Beiträge für den Krug. Da meldet sich dieser Herr und meint: «Ich kann das gerade praktisch vormachen, denn ich habe meine Beiträge ins Gnadenkapital mitgebracht!» Dann schreitet er nach vorne zum Krug, entnimmt einem Stoffsäckli mehrere kleine Zettel und wirft diese in den Krug. Er erklärt den Anwesenden, was ihm das im Alltag bedeutet, diese Beiträge zu bringen und dass er durch seine Grossmutter dazu gekommen ist, als Junge das Liebesbündnis zu schliessen. Er sei ihr sehr dankbar und weil sie heute Namenstag (Luzia) hätte, habe er den weiten Weg von Düsseldorf nach Quarten gemacht!

Nach der Aussendung gehen wir miteinander ins Restaurant, um noch etwa auszutauschen. Bei dieser Gelegenheit fällt mir auf, dass wir für zwei Namen der Anwesenden kein Lichtchen auf den Altar gestellt hatten. Da meint die Frau: «Ja, diese zwei Frauen sind nicht von Jonschwil, haben aber Interesse an einem Pilgerheiligtumskreis in UzwilEs geht also noch weiter!

Text: Sr. Ursula-Maria
Fotos: Sr. Ursula-Maria und Annagreth Linder