Osterfahrt des Leiterinnenkurses nach Schönstatt

Karfreitag

Bereits auf unserer Zugfahrt nach Schönstatt können wir viel erleben, denn sie ist diesmal aussergewöhnlich lang. Wir spielen, plaudern, verzieren Osterkerzen und bereiten den Kreuzweg vor. Monja erzählt uns auch einiges über Schönstatt, so dass es eine lehrreiche Fahrt wird. Vorallem aber freuen wir uns, einander wieder zu sehen!

Nach einem kurzen Stop beim Urheiligtum kommen wir kurz nach halb acht in der Sonnenau an. Nach dem Zimmerbezug beten wir draussen bei der Pilgerarena den Kreuzweg, den wir selbst vorbereitet haben. Danach schauen wir uns im Haus noch ein wenig um, und beten dann in der Hauskapelle das Abendgebet. Zu Bett gehen wir natürlich zu den unterschiedlichsten Zeiten! Ein spannender erster Tag geht zu Ende und wir haben bereits viele positive Eindrücke vom Ort Schönstatt gesammelt.

Karsamstag

Noch müde – nach einer kurzen Nacht – starten wir mit dem Morgengebet von Ramona in den Karsamstag. Beim Frühstück entdecken wir schnell den Durchlauf-Toaster und stärken uns für den neuen Tag.

Anschliessend erhalten wir eine Einführung zur Beichte und es besteht auch gleich die Möglichkeit, dass wir beichten  können. Auch die „Lädeli-Zeit“ nehmen wir gerne in Anspruch.

Nach dem Mittagessen machen wir eine kurze Wanderung hoch zum Berg Schönstatt, wo die Bäume blühen und wir die tolle Aussicht geniessen. Zuerst gehen wir ins Pater-Kentenich-Haus. Durch den Film über unserern Gründer „Einer muss vorangehen“, erfahren wir sehr viel über sein spannendes Leben.

In der Missions-Ausstellung wird uns bewusst, wie international Schönstatt ist.

An der frischen Luft tauschen wir uns anschliessend über alles, was wir erlebt und über Pater Kentenich gelernt haben, aus. Zum Schluss besuchen wir noch die Vaterwohnung im Schulungsheim, dort wo er in den letzten drei Jahren seines Lebens gewohnt hat.

Nach dem Abendessen draussen an der Sonne und den Photoshootings unter den blühenden Kirschbäumen hält uns Monja eine kleine Einstimmung für die Osternachts-Liturgie, die wir in der Anbetungskirche mitfeiern. Sie ist sehr feierlich gestaltet und der Chor singt richtig schön! Natürlich darf anschliessend auch die Freude nicht zu kurz kommen: In der Sonnenau ist alles schön dekoriert und viele Snacks warten auf uns. Wir spielen, plaudern und lachen. In den späten Abendstunden – oder besser in den frühen Morgenstunden? – entschliessen wir uns, doch noch ein wenig auszuruhen, damit wir am Ostersonntag fit und munter sind.

Ostersonntag

Nach dem Morgengebet in der Hauskapelle und dem Frühstück, schauen wir ein Video-Zeugnis einer ehemaligen MJF-lerin, die von ihrer letzten Begegnung mit Pater Kentenich, am Vorabend seines Sterbens, berichtet, bei der sie sogar über einen Zaun kletterten. Beeindruckt hat uns dabei besonders, dass Pater Kentenich immer ein offenes Ohr und ein passendes Wort für alle hatte. „Bleiben Sie immer so frisch und sorgen Sie, dass Ihre Äuglein immer strahlen.“ Seine Worte berühren auch uns heute.

Anschliessend gehen wir in die Pilgerkirche zum Ostergottesdienst – und nach der Hl. Messe bekommen wir sogar ein Fläschchen frisch gesegnetes Osterwasser geschenkt. Alle Kinder (auch wir!) dürfen anschliessend mit zur Ostereiersuche auf die Osterwiese!

Nach dem Mittagessen und unserer freien Zeit hören wir im Vortragssaal einiges über die Gründung Schönstatts, unter anderem auch über die verschiedenen Türen, die sich Pater Kentenich öffneten. Dabei wird uns bewusst, dass das Leben voller Überraschungen ist, und dass sich die Türen manchmal nur einen Spalt weit öffnen.

Anschliessend laufen wir in Richtung Urheiligtum, wo wir viele Geschichten über die Anfangszeit in Schönstatt und das Wirken Pater Kentenichs hören und noch einiges dazu lernen. Natürlich machen wir auch einen Besuch im Urheiligtum.

Nach dem Abendessen machen wir uns auf den Weg zur Anbetungskirche, wo sich das Grab von Pater Kentenich befindet. Wir singen einige Lieder und Sr. M. Florence erzählt uns über das Leben und die Umstände des Sterbens von Pater Kentenich und über seinen Glauben. Danach hat jede von uns die Gelegenheit, ihm einen Brief zu schreiben. Wieder in der Sonnenau angekommen, machen wir noch ein paar Spiele.

Ostermontag

Die Heilige Messe heute um 7.00 Uhr im Urheiligtum ist freiwillig – und doch sind einige von uns dabei. Beim Frühstück gratulieren wir Christina zu ihrem 17. Geburtstag – und die Leute, die sonst noch in der Sonnenau sind, stimmen in das „Happy birthday“ mit ein! Anschliessend packen wir noch unsere letzten Sachen zusammen und dann müssen wir leider schon wieder Abschied nehmen von Schönstatt. Doch einen kurzen Besuch im Urheiligtum können wir noch machen. Die Zugfahrt verläuft gut – in Mannheim müssen wir mittags eine Stunde warten, so können wir draussen essen, „lädelä“ und die Leute unterhalten. Mit unserem frohen Singen und der Schweizer Freundlichkeit erobern wir die Herzen! 🙂 In Basel gibt es für alle ein feines Glace zur Erfrischung und in Zürich müssen wir uns leider schon wieder verabschieden. Wir werden uns vermissen!

Es war wirklich eine tolle und erlebnisreiche Osterfahrt – eine wunderbare Zeit!

Bericht: Amira, Ramona, Celine, Rosina, Judith, Ladina, Fabienne, Ailine
Fotos:   Lavinia, Raphaela, Sr. M. Florence